Tanz im Altarraum zum Fronleichnamsfest PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 29. Juni 2012 um 10:57 Uhr

tanz fronleichnam„Ich denke, es ist noch mal eine andere Erfahrung. Man sieht den Leib, wie er sich bewegt. Ich finde, die Tänzer – so wie ich sie bisher erlebt habe – haben eine ungeheure Präsenz. Und das wollte ich im Gottesdienst haben."

Das sind die Worte von Pfarrer Claus Trost von der St. Petrus Canisius Kirche in Freiburg.

Er beschreibt dabei eine - gelinde ausgedrückt - skurrile Sache: Zum Fronleichnamsfest hat er in seiner Kirche Tänzer und Tänzerinnen in den Alarraum geladen.

Sehen Sie hier das Video:

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Die weiteren Erklärungen des Pfarrers sind – wie vieles in der postkonziliaren Kirche – geradezu gewaltig in ihrer nebulösen Unklarheit:

„Was die Gemeinde mitnimmt ist sicher eher eine Überraschung. Aber auch, ja – dass es konkret wird. Ich denke, wir werden einen Abschluss setzten, mit dem sich die Gemeinde nochmal in die Bewegung setzt. Auch da die eigene Bewegung nochmal tiefer erlebt. Ich hoffe auch, dass die Gabenprozession [sic!] etwas wird."

Dabei bleibt unklar, was der Pfarrer mit „Gabenprozession" meint.

Auf die Frage des Reporters: „Passt das in eine Kirche?" antwortet Pfarrer Trost: „Ja, das passt in die Kirche." Liturgie sei ja auch eine Art Tanz. „Wenn man selber liturgische Bewegungen macht, dann hat das auch was von Tanz."

Die katholische Antwort wäre gewesen: Nein, es passt nicht. Das hier Vollzogene ist nach Lehre der katholischen Kirche strikt verboten und untersagt:

1. Es ist dem Heiligtum völlig unangemessen. Der Altarraum ist der Ort, wo Christus, der Gottmensch unter der Gestalten des Brotes wahrhaft und wirklich, mit Fleisch und Blut, Gottheit und Menschheit gegenwärtig ist (vgl. Johannes 6. Kapitel). Daher darf dieser Altarraum nur in höchster Ehrfurcht, mit Kniebeuge und Anbetung betreten werden, und zwar nur vom Priester, dem Ministranten und dem Küster.

2. Es widerspricht direkt und ausdrücklich sogar den Vorschriften des II. Vatikanums, auf das man sich ja immer beruft, um jedweden Missbrauch zu rechtfertigen. Die wenigsten wissen, dass die Vorschriften des Konzilsdokumentes über die Liturgie von größter Strenge sind. Es heißt in der Erklärung „Sacrosanctum concilium" 22 § 3: „Deswegen darf überhaupt niemand sonst, und wenn er auch Priester wäre, auf eigene Faust in der Liturgie etwas hinzufügen, wegnehmen oder ändern."

3. Warum stellt der Pfarrer, wenn er schon – wie der Tänzer im Interview sagt – den "Korintherbrief tanzen" lassen will, seinen engagierten Tänzern nicht den Gemeindesaal zur Verfügung? Warum muss immer das Heiligtum für Einlagen missbraucht werden, die dem Sakralen fremd sind? Die Antwort ist leicht: Man hat die Definition der Messe vergessen.

4. Für den modernen Pfarrer ist die Messe ein Ereignis, das die Menschen zueinander führen soll und bei dem die Zuhörer/seher im Idealfall die Kirche toll finden. Dazu lassen sie sich immer neue Events einfallen. Das ist aber letzten Endes eine völlig neue Definition der Messe: die Messe als Ausdruck des menschlichen Miteinander.

5. Das wahre Messopfer bringt Gott Ehrfurcht, Anbetung, Lob, Dank und – moderne Ohren schaudern bei diesem Wort – Sühne dar. Sühne für die Sünden der Menschen. Der höchste Ausdruck dieser katholischen Haltung ist das Messopfer. Sie ist die "unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Christi". Hätte Pfarrer Trost diese Definition im Kopf, er würde wahrlich nie wieder zulassen, dass sein Altarraum zum Gemeindesaal wird.

Sehen Sie hier ein Beispiel für die Anbetung Jesu Christi im heiligsten Altarsakrament, wie es für das Fronleichnamsfest kennzeichnend sein müsste.

 

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