15. Juni - Hl. Vitus PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 14. Juni 2013 um 23:00 Uhr

Vitus wurde am Ende des 3. Jahrhunderts wohl in Mazzara del Vallo auf Sizilien geboren. Durch seine Amme Crescentia und seinen Erzieher Modestus, Crescentia Ehemann, lernte Vitus schon in jungen Jahren das Christentum kennen, so heißt es, obwohl er einer heidnischen Familie entstammte. Heimlich brachten Modestus und Crescentia ihren Schützling zu einem Priester, der ihn taufte. Zu dieser Zeit soll Vitus sieben oder vielleicht auch zwölf Jahre alt gewesen sein.

Hylas, der heidnische Vater des Knaben, erfuhr von der Hinwendung seines Sohnes zum Christentum und tobte. Er brachte den hl. Vitus aber auch mit Schlägen nicht vom Glauben ab. Hylas stellte seinen Sohn vor Gericht, doch die Knechte des Stadtpraefekten Valerianus vermochten dem Knaben nichts anzuhaben. Hylas wurde von einem überirdischen Schein geblendet und erlangte das Augenlicht erst auf die Fürbitte seines Sohnes zurück. Dennoch blieb er verblendet. So floh Vitus mit Modestus und Crescentia nach Lucania in Unteritalien. Von einem Adler wurden die drei ernährt.

Der Sohn des Kaisers Diokletian (284 - 305) aber, des blutigen Verfolgers der heiligen Kirche (s. 22.4.), war besessen. Der Dämon sollte ausgetrieben werden, doch er sprach aus dem Kinde und sagte: „Niemand vermag es, mich zu vertreiben, als allein Vitus!“

Als Diokletian erfuhr, daß St. Vitus sich in Lucania aufhielt, ließ er den Jungen samt seinen beiden Begleitern nach Rom schaffen. Auf Vitus’ Wort hin verließ der Dämon den Sohn des Kaisers (vgl. 8.8.). Statt dem heiligen Knaben dankbar zu sein, forderte Diokletian von ihm, daß er sich vom Christentum abwende. Vitus weigerte sich und wurde zusammen mit Modestus und Crescentia in den Kerker geworfen. Es kam jedoch ein Engel und löste ihre Fesseln. Als die drei in einen Kessel mit siedendem Öl oder Pech getaucht wurden (vgl. 6.5.), kamen sie unversehrt wieder hervor. Ein Löwe rührte sie nicht an. Während der Folterung des Modestus schließlich brach ein Erdbeben aus, das die Götzentempel ringsum zerstörte.

Ein Engel führte Vitus, Modestus und Crescentia zurück nach Lucania, wo die drei an den Folgen der erlittenen Marterqualen starben. Adler hüteten ihre Leichname, bis die fromme Matrone Florentina sie auffand und betattete.

Viele Orte erhielten Reliquien von St. Vitus. Berühmt ist der Prager Veitsdom, wo ein Arm und auch das später hinzugekommene Haupt des hl. Vitus verwahrt werden.

Seit dem Spätmittelalter gilt St. Vitus als Nothelfer (s. 24.9.). Bei Epilepsie und Veitstanz, einer Krankheit mit nervösen Zuckungen, wird er ebenso angerufen wie bei Unwetter, Blitz und Feuersgefahr.

Der als Knabe dargestellte Vitus hat oft einen Kessel bei sich, der auf einen Nachttopf hin gedeutet worden ist. So verehrt man St. Vitus auch als Helfer gegen das Bettnässen.



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