14. Januar - Hl. Hilarius PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 14. Januar 2014 um 07:00 Uhr

Hilarius wurde um 315 wohl im gallischen Pictavium, dem heutigen Poitiers, geboren. Er entstammte einer vornehmen, heidnischen Familie. Zu Studienzwecken hielt sich Hilarius zehn Jahre lang in Rom und Griechenland auf. Dann kehrte er zurück nach Pictavium, heiratete, wurde Vater einer Tochter und stieg zum höheren Verwaltungsbeamten der Stadt auf.

Nach der Erkenntnis des wahren und einzigen Gottes und der Wiedergeburt im Wasser der heiligen Taufe (vgl. 13.1.) um 345 begann der hl. Hilarius ein Leben der Frömmigkeit, das auch den Menschen um ihn nicht verborgen blieb. So wurde er etwa 350 zum Bischof von Poitiers gewählt. Seine Gemahlin und die Tochter, die hl. Apra, führten gleich ihm ein asketisches Leben. Doch starb die siebzehnjährige Tochter 361 und kurz darauf auch die Ehefrau. - In den ersten Jahren als Bischof von Poitiers lernte Hilarius den hl. Martin von Tours (11.11.) kennen, der sein Schüler wurde.

Der hl. Hilarius muß eine untrügliche Empfindung für den wahren Glauben gehabt haben. So war er bereits ein anti-arianischer Theologe, bevor ihm im Jahre 355 die Beschlüsse des ersten ökumenischen Konzils von Nicaea (s. 31.12.) bekannt wurden. Schon 353 griffen die Arianer Hilarius auf der Synode von Arles an. Drei Jahre darauf verurteilte eine Synode zu Beziers ihn als Gegner des Arianismus, was der hl. Hilarius jedoch nicht etwa tatenlos hinnahm. Vielmehr organisierte er nun den rechtgläubigen Widerstand in Gallien gegen den von Kaiser Konstantius II. (337 - 361) geförderten Arianismus. Daraufhin verbannte man St. Hilarius nach Phrygien in Kleinasien.

Der Aufenthalt in der Verbannung 356 bis 361 scheint für den hl. Hilarius längst nicht so entbehrungsreich und entwürdigend gewesen zu sein wie beispielsweise für den hl. Eusebius von Vercelli (16.12.). Hilarius bekam sogar die Möglichkeit, seine theologischen Studien am Verbannungsort fortzusetzen. So vollendete er dort sein gegen den Arianismus gerichtetes Hauptwerk „Über die Trinität“. Er versuchte auch, mit Arianern zu disputieren, um sie zum wahren Glauben zurückzuführen.

Nach der Rückkehr in sein Bistum wirkte der hl. Hilarius auf die Verurteilung der Lehre des Arianismus hin, war aber nachsichtig gegenüber deren Vertretern, obwohl sie mit ihm ganz anders umgegangen waren. Diese Milde machte den hl. Hilarius in den Augen mancher rechtgläubiger Heißsporne geradezu verdächtig. Allein, seine Verbundenheit mit dem dreifaltigen Gott kam zum Ausdruck auch durch Wunder wie die Auferweckung eines Kindes, das gestorben war, bevor es die hl. Taufe empfangen hatte.

Erneut begegnete der hl. Hilarius dem hl. Martin von Tours in den Jahren der wiederaufgenommenen Tätigkeit als Bischof von Poitiers, und er kämpfte zusammen mit dem hl. Eusebius von Vercelli gegen die arianische Irrlehre, seit dieser 363 ebenfalls in seine Diözese zurückgekehrt war. Nach dem Vorbild des heiligen Bischofs von Vercelli lebte auch St. Hilarius gemeinschaftlich mit seinem Klerus. Bereits vor dem hl. Ambrosius (7.12.) soll er lateinische Hymnen gedichtet haben (vgl. 18.6.).

Im Jahre 367 verstarb der hl. Hilarius. - Etwa vierzig Jahre später wurde die Stadt durch die nach Süden wandernden Germanen vom Stamme der Vandalen verwüstet. Diese waren entweder noch Heiden oder bereits Anhänger der arianischen Häresie. Die Bischofskirche des hl. Hilarius wurde von ihnen zerstört, und sein Grab geriet in Vergessenheit. Erst der hl. Fridolin von Säckingen entdeckte etwa einhundert Jahre nach der Verwüstung der Stätte die Relquien des Heiligen und baute die Kirche über dem Grab wieder auf.

Am 14. Januar wird ebenfalls der heilige Martyrer Felix von Nola verehrt. Er war Sohn eines aus der römischen Provinz Syrien stammenden Mannes namens Hermias, der nach Italien übersiedelte. Felix wurde dort zum Priester geweiht. Bischof Maximus von Nola in Campanien aber machte ihn zu seinem Vertrauten. Während der durch Kaiser Decius (249 - 251) angeordneten Verfolgung (s. 20.1.), also im Jahre 250 oder 251, wurde Felix gefoltert und in Haft gehalten, doch ein Engel befreite ihn. Während der valerianischen Verfolgung, die 257 bis 260 wütete (s. 19.1.), verbarg sich der Heilige. Während St. Felix sich in einer Höhle aufhielt, suchten ihn die Häscher. Doch eine Spinne webte ein Netz vor dem Eingang der Höhle , so daß sie meinten, daß niemand sie kürzlich erst betreten haben könne. So starb der hl. Felix von Nola friedlich um das Jahr 260. Wegen der erlittenen Leiden wird er als Martyrer verehrt.


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