17. November - Hl. Gregor der Wundertäter PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 17. November 2013 um 07:00 Uhr

Gregor, den man später Thaumaturgus, den Wundertäter, nannte, wurde um 213 zu Neocaesarea  im kleinasiatischen Pontus geboren. Er entstammte einer vornehmen, heidnischen Familie und hieß ursprünglich Theodorus. - Als er vierzehn Jahre alt war, starb sein Vater. In derselben Zeit wandte sich der Jüngling dem Christentum zu.

Um Redekunst und Rechtswissenschaften zu erlernen, wollte sich Gregor zusammen mit seinem Bruder Athenodorus nach Berytus  begeben, damals eine der bedeutendsten Stätten zur Ausbildung von Juristen. Doch bat die Schwester ihre beiden Brüder, sie zuvor nach Caesarea in Palästina zu begleiten, weil ihr Gemahl dort eine Stelle als Beamter des Statthalters antreten sollte. - In Caesarea aber hörten Gregor und Athenodorus Lehrvorträge des Origenes (s. 30.9.). Daraufhin blieben sie fünf Jahre in jener Stadt, um bei ihm die hl. Schrift zu studieren.

Als nach der Dynastie der Severer (s. 30.1.) Maximinus Thrax (235 - 238) an die Regierung kam, wurden die Christen wieder in größerem Maße verfolgt (vgl. 4.12., 19.11.). Origenes ging aus Caesarea fort. Gregor und Athenodorus begaben sich nach Alexandria, wo sie ihre Studien fortsetzten. - Schließlich kehrten sie nach Caesarea zurück, wo sich auch Origenes mittlerweile wieder aufhielt. Wahrscheinlich empfingen die beiden Brüder dann dort die hl. Taufe.

238 oder 239 kehrte Gregor heim, um im kleinasiatischen Neocaesarea als Rechtsgelehrter zu wirken. Doch nicht lange nach seiner Rückkehr wurde er zum Bischof seiner noch weitgehend heidnischen Heimatstadt geweiht. Vergeblich versuchte der Heilige, sich diesem Amt zu entziehen. Endlich willigte er ein unter der Bedingung, daß man ihm genügend Zeit ließ, um sich darauf vorzubereiten. - In Neocaesarea gab es zu jener Zeit nur siebzehn Gläubige; zehn scheinen mindestens nötig gewesen sein, um einen Bischofsstuhl zu besetzen.

Während der decisch-valerianischen Verfolgung in den fünfziger Jahren des 3. Jahrhunderts (s. 19.1., 20.1.), die vor allem auf die Beseitigung des Klerus abzielte, verbarg sich der heilige Bischof zeitweise in der Einöde außerhalb Neocaesareas.

Viele Einwohner der Stadt bekehrten sich angesichts der Wunder, die durch den heiligen Bischof geschahen. Am berühmtesten ist jene Begebenheit, da sich auf Gregors Gebet hin ein Berg von seiner Stelle bewegte , der den Platz für einen Kirchenbau blockierte. Auch den Lykus-Strom, der nach der Schneeschmelze oft Teile Neocaesareas überflutete, soll der Wundertäter im Namen Gottes angewiesen haben, eine von ihm durch einen Baum  markierte Grenze nicht mehr zu überschreiten, woran sich die Wasser des Flusses fortan auch gehalten haben, so wird erzählt.

Den heidnischen Götzendienst entlarvte Gregor als Dämonenkult, da er die sog. Götter aus einem Tempel vertrieb, so daß das dortige Orakel verstummte. - Gregor hatte nämlich während eines Gewitters Zuflucht gesucht und das Zeichen des hl. Kreuzes über sich und das Gebäude gemacht, was die Dämonen nicht ertragen konnten. Der diensttuende Götzenpriester verlangte die Rückkehr seiner Götter von dem heiligen Bischof. Gregor schrieb eine entsprechende Weisung an den Teufel nieder und gab sie dem heidnischen Kultdiener. Als dieser erlebte, wie daraufhin das Orakel wieder zu sprechen begann, bekehrte er sich.

Gregor der Wundertäter nahm 264 an der Synode von Antiochia teil, die Paul von Samosatas Irrlehre untersuchte (s. 30.5.); Gregors Name und der seines heiligen Bruders Athenodorus  stehen ganz vorn in der Lister der Unterzeichner, woraus ersichtlich wird, wie bekannt sie waren über Pontus und sogar über Kleinasien hinaus. - Möglicherweise war der hl. Gregorius Thaumaturgus auch 268 bei der Verurteilung der Irrlehre des Paulus von Samosata durch eine Synode zu Antiochia anwesend.

Etwa fünfunddreißig Jahre lang amtierte der hl. Gregor als Bischof von Neocaesarea. Im Laufe dieser Jahre wurde die Stadt trotz der Schreckenszeit der decisch-valerianischen Verfolgung beinahe vollständig christianisiert. Es sollen am Ende seines Lebens nur noch siebzehn Heiden in Neocaesarea gelebt haben. - Auch die hl. Makrina d.Ä., die Großmutter des hl. Basilius (14.6.),  fand durch das Wirken des hl. Gregor zum Glauben.

Bis in die Zeit des Kaisers Aurelian (270 - 275) leitete der hl. Gregor die ihm anvertraute Herde. Dann verstarb er zu Neocaesarea.


E-Mail




 
 
Nationalwallfahrt Fulda 2014

 
Brief an die Freunde und Wohltäter Nr. 82

 
Erklärung des Generaloberen Bischof Fellay über die neue Pastoral der Ehe gemäß Kardinal Walter Kasper

 
Mitteilungsblatt

Gerne senden wir Ihnen das monatliche Informationsblatt der Priesterbruderschaft.

Button MB 2

 
Häufig gestellte Fragen

Meistgestellte Fragen

Stellenangebot Erzieherin/Betreuerin (St.-Theresien-Gymnasium)

intro st theresien

 
Brief an die Freunde und Wohltäter - neuer Rosenkranzkreuzzug

mgr fellay lab81

 
Offizielle Erklärung der Bischöfe der Bruderschaft

b weihen intro

 
Die katholischen Jugend der Tradition

tumbnail

 
Video von der Kirchweihe in Berlin (14 min)

kirchweihe berlin

 
Europäische Bürgerinitiative zum Schutz des Lebens

eu initiative

 
Spenden

Helfen Sie mit!
Ihre Spende zählt!

 
Ein Tag im Kloster

schwestern video

 
Aus der Reihe Humor...

 
Helfen Sie dem Theresiengymnasium!

alt

 
Lesen Sie das...

 
Zusammenfassung

Wofür steht die Priesterbruderschaft St. Pius X.?