6. November - Hl. Leonhard PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 06. November 2013 um 06:00 Uhr

Leonhard wurde wohl irgendwann gegen Ende des 5. Jahrhunderts geboren. Er soll von fränkischem Adel gewesen sein. Leonhard lebte am Hofe König Chlodwigs (482 - 511). Er empfing nach seiner Bekehrung die hl. Taufe durch St. Remigius (1.10.). Sein Pate war der König selbst.

Insbesondere die Gefangenen in den Kerkern lagen dem hl. Leonhard am Herzen.  Für viele von ihnen legte er mit Erfolg beim König Fürbitte ein. So wurde der Heilige zum Patron der Gefangenen, den in späterer Zeit insbesondere diejenigen anriefen, die in die Hände der Türken gefallen waren (vgl. 12.9.).

Der hl. Leonhard wurde Schüler des hl. Remigius. Als solcher trat er in das 508 gegründete Kloster Miciacum  ein, wo er die Diakonenweihe empfangen haben soll. Um 520 verließ er es wieder, um als Einsiedler zu leben. Dazu begab sich der hl. Leonhard in den Wald bei Limoges, wo er an einem Nobiliacum  genannten Ort Klause und Kapelle errichtete. Dort ließen sich später auch Schüler des Heiligen nieder, und aus dieser kleinen geistlichen Gemeinschaft entstand im Laufe der Zeit das Kloster von Nobiliacum.

Am 6. November 559 verschied St. Leonhard in seiner Einsiedelei. - Die zu seinen Ehren in Kirchen und Kapellen aufgehängten Ketten freigekommener Gefangener deutete man wohl nachträglich als Viehketten. Jedenfalls wurde der Heilige zum Patron des Viehes, dessen Gedenktag die Bauern mit Leonhardi-Ritten und -Fahrten sowie Pferdesegnung begehen.

Seit dem Spätmittelalter zählt man St. Leonhard in nicht wenigen Gegenden auch zu den vierzehn Nothelfern (s. 24.9.). Er nimmt dann meist die Stelle von St. Cyriakus (8.8.) oder auch die von St. Aegidius (1.9.) ein.


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