Vertuschungsversuch von Dekan Schänzle (Ochsenhausen) PDF Drucken
Dienstag, den 18. September 2012 um 11:07 Uhr

NarrenmesseEs ist ihnen nicht peinlich, eine Büttenrede von der Kanzel zu halten, das Predigt-Manuskript in die Menge zu werfen und vom Altar aus Witze zu machen.

Aber wenn es jemand filmt und der Öffentlichtkeit zeigt, wie sich "katholische" Pfarrer, ja Dekane im wahrsten Sinn des Wortes zum "Narren" machen, dann droht man mit rechtlichen Schritten, wenn das Video nicht gelöscht wird.

Die Rede ist von Herrn Dekan Schänzle aus Ochsenhausen, der letztes Jahr für eine Skandal-Mahlfeier gesorgt hat. 

 Sehen Sie hier das Video, das pius.info löschen soll:

 

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Dieses Video soll nun per Klage entfernt werden.

pius.info wird das Video selbstverständlich nicht löschen, im Gegenteil: je mehr von diesem tollen Treiben bekannt wird, desto besser. Aus folgendem Grund:

Um so eher besteht nämlich die Möglichkeit, dass diese unsäglichen Entheiligungen der Gotteshäuser ein Ende haben.

Wir fragen Dekan Schänzle nochmals in aller Öffentlichkeit: Hat denn Ochsenhausen keinen Gemeindesaal, wo man mit den Gläubigen Karneval feiern kann?

Gerne ist die Piusbrudschaft bereit, für den Bau eines Gemeindesaales zu spenden. Auch eine gemeinsame Feier in weltlicher Umgebung wäre im Anschluss denkbar.

Nur eines nicht: Eine Karnevals-"Messe" in der Wallfahrtskirche.

Muss das Allerheiligste, das Haus, wo der Gottmensch selber gegenwärtig ist, für Witz, Schunkel und Karnevalslieder missbraucht werden?

Jedermann darf seinen (rechtschaffenen) Karneval feiern, aber bitte nicht das hochheilige Messopfer Jesu Christi zu einem Faschings-Event umfunktionieren!

Das widerspricht – wie in dem Film ausdrücklich zitiert – dem II. Vatikanischen Konzil:  

"Deshalb darf überhaupt niemand sonst, auch wenn er Priester wäre, auf eigene Faust in der Liturgie etwas hinzufügen, wegnehmen oder ändern" (Sacrosanctum Cocilium 22 §3)

Klageschrift

usw.

Bild: Auszug aus dem Antrag auf Löschung (siehe Bild), welcher pius.info letzte Woche zugstellt wurde.

Der Rechtsanwalt hätte Recht, wenn unser pius.info-Scout Dekan Schänzle in seinem privaten Garten gefilmt hätte oder im Wohnzimmer oder in seiner Garage.

Die Aufnahmen stammen jedoch aus der Wallfahrtskirche von Ochsenhausen, welche weder das Privateigentum von Dekan Schänzle noch des Pfarrgemeinderates ist. Jede Liturgie ist Gottesdienst der gesamten katholischen Kirche, nicht nur einer einzelnen Pfarrgemeinde. (s.u.)

Viele pius.info Leser haben sich schon bei Erscheinen des Videos bei Dekan Schänzle beschwert, wie dieser selber gegenüber der Schwäbischen Zeitung bestätigt: 

„Beschämend, was da an Post eingegangen ist“, fügte Dekan Schänzle im SZ-Gespräch an. An der römischen Liturgie wurde, anders als der stark gekürzte Film von der Ochsenhauser Messe „fälschlicherweise suggeriert“, so der Dekan, nichts zugefügt noch weggenommen. Er sei acht Jahre lang Liturgiedozent am Priesterseminar in Santiago del Estero/Argentinien und Direktor der Liturgiekommission gewesen. „Ich weiß, was geht und was nicht – da brauche ich keine Nachhilfe von den Piusbrüdern und ihrem aufgeheizten Umfeld.“ (Beitrag der S.Z. vom 1.6. 2012: "Piusbrüder prangern Narrenmesse per Videoclip an")

Dennoch hat sich der Dekan weder für den Missbrauch der Kultstätte entschuldigt, noch öffentlich erklärt, sich an die Vorgaben der Liturgiekonstitution des II. Vatikanischen Konzils zu halten.

Stattdessen verlangt er per Rechtsanwaltskanzlei die Vertuschung der Sache.

Aufgrund dieses Vorgehens von Dekan Schänzle sieht sich pius.info nun gezwungen, den nächsten Schritt einzuleiten.

Die Kirche fordert in der Kostitution "Redemptionis Sacramentum" Nr. 183 alle Gläubigen, also auch die Laien auf, entsprechend ihren jeweiligen Möglichkeiten dafür zu sorgen, dass die Missbräuche vollständig korrigiert werden:

 „Alle haben entsprechend den Möglichkeiten in ganz besonderer Weise dafür zu sorgen, dass das heiligste Sakrament der Eucharistie vor jeder Art von Ehrfurchtslosigkeit und Missachtung bewahrt wird und alle Missbräuche vollständig korrigiert werden. Dies ist für alle und für jeden einzelnen eine sehr wichtige Aufgabe, und alle sind ungeachtet der Person zur Verwirklichung dieser Aufgabe gehalten“

Nummer 170 sieht ausdrücklich vor, dass alle zu Verfügung stehenden (Rechts)Mittel angewendet werden. Es sieht darin eine Notwendigkeit und verpflichtet, bei Anhalten der Missbräuche den Rechtsweg zu beschreiten:

„Wo die Missbräuche dennoch weiterbestehen, muss zum Schutz des geistlichen Gutes und der Rechte der Kirche nach Maßgabe des Rechts unter Anwendung aller rechtmäßigen Mittel vorgegangen werden.“

Jeder Mensch kann nach Can. 1476 als Kläger vor einem kirchlichen Gericht auftreten. 

Ebenso ist festzuhalten, dass sich die Klagsmöglichkeiten nicht nur auf die eigene Diözese beschränken, sondern eine Klage kann prinzipiell in jedem Bistum erfolgen, wobei die Zuständigkeit ausschlaggebend ist, nicht die Diözesanzugehörigkeit des Klägers.

Das ergibt sich aus demselben Canon 1476, ebenso aus der Tatsache, dass die gesamte Liturgie stets Angelegenheit der gesamten Kirche ist: es gibt nicht die Hl. Messe der Pfarrei X, sondern die Hl. Messe der Kirche wird in der Pfarrei X gelesen. Das ist ein theologischer Unterschied." (Aus: "Die Klagemöglichkeit bei Liturgiemissbrauch", kath.news)

Pater Gero Weishaupt empfiehlt auf seiner Homepage:

"Wenn der betreffende Kleriker oder Laie mit pastoralem Auftrag sich nicht einsichtig zeigt und zu erkennen gibt, den Missbrauch zu wiederholen, ist der Ordinarius (Bischof, Generalvikar und der für Liturgie zuständige Bischofsvikar) von dem liturgischen Missbrauch in Kenntnis zu setzen, der eine Voruntersuchung einleiten soll." (Liturgische Missbräuche)

Dekan Schänzle zeigt sich nicht nur uneinsichtig, er ist auch gewillt, den Missbrauch zu wiederholen, wie die Schwäbische Zeitung bestätigt: 

Eine Narrenmesse wird es 2013 in der Fasnets-Hochburg Ochsenhausen wieder geben. „Da erreichen wir Menschen, die sonst keine Kirchgänger sind“, sagt Dekan Sigmund Schänzle.

 

Schreiben Sie daher bitte eine Klageschrift an den Bischof Ihrer Diözese in dieser oder ähnlicher Form: 

Exzellenz,

Gemäß der Instruktion Redemptionis Sacramentum der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung vom 25. März 2004 möchte ich dem darin enthaltenen Aufruf Folge leisten damit "das heiligste Sakrament der Eucharistie vor jeder Art von Ehrfurchtslosigkeit und Mißachtung bewahrt wird und alle Mißbräuche vollständig korrigiert werden."

Ich bringe hiermit die Karnevals-Messe von Ochsenhausen gem. Can 1476 zur Anzeige, welche in folgendem Video einen schwerwiegenden Eingriff in die Liturgie zeigt.

http://pius.info/video/kirchenkrise/6368-narrenmesse-in-ochsenhausen-oberschwaben

Da der Dekan schon über die Zeitung verlautbaren ließ, diesen Missbrauch zu wiederholen ("Eine Narrenmesse wird es 2013 in der Fasnets-Hochburg Ochsenhausen wieder geben. „Da erreichen wir Menschen, die sonst keine Kirchgänger sind“, sagt Dekan Sigmund Schänzle.; aus S.Z. 1. 6. 2012), bitten ich Eure Exzellenz, dringend einzuschreiten.

Hochachtungsvoll,

N.N.

Hier finden Sie eine Liste der Email-Adressen der deutschen Diözesen.

Wählen Sie Ihre Diözese und unterschreiben Sie ihre Klageschrift mit persönlicher Adresse und Namen.

 

Wer die Verunstaltung des altbekannten Liedes "Ein Haus voll Glorie schauet" hört, die anlässlich der Karnvealsmesse gesungen wurde, der muss feststellen: Für jenen 21. Februar 2012 hat es bedauerlicherweise gestimmt:

Ein Haus voll Glorie schauet, das tobt sich heute aus.
doch wird auch sonst gemunkelt: Es sei ein Narrenhaus.


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