Küng lehnt Teilnahme am Katholikentag ab und ruft zu Protest auf PDF Drucken
Samstag, den 12. Mai 2012 um 08:32 Uhr

kuengMünchen (KNA/pius.info) Wenige Tage vor dem Katholikentag in Mannheim hat der Theologe Hans Küng dazu aufgerufen, sich den Reformbewegungen in der katholischen Kirche anzuschließen.

Priesterlose Gemeinden sollten Eucharistiefeiern halten, und die Spaltungen zwischen katholischen und evangelischen Gemeinden müssten durch gemeinsame Gottesdienste überwunden werden.

Das schreibt der vom Vatikan gemaßregelte Theologe in einem Beitrag für die „Süddeutsche Zeitung" (Donnerstag). Dem Schweizer Wissenschaftler, der sich seit mehr als zwei Jahrzehnten für das Projekt Weltethos engagiert, war 1979 von Rom die Lehrerlaubnis für katholische Theologie entzogen worden.

In dem Zeitungsbeitrag übt Küng massive Kritik an Papst Benedikt XVI. und den Bischöfen. Der Papst interpretiere das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) „theoretisch und praktisch nach rückwärts". Benedikt XVI. verhindere Reformen und riskiere „den Zusammenbruch von Seelsorge und Gemeinden". Der Papst gefährde die Einheit der Kirche, „indem er illegal ordinierte Bischöfe der traditionalistischen Pius-Bruderschaft ohne Vorbedingungen in die Kirche aufnimmt, obwohl sie das Konzil in zentralen Punkten ablehnen", so Küng.

In Mannheim beginnt am Mittwoch der 98. Deutsche Katholikentag; er steht unter dem Motto „Einen neuen Aufbruch wagen". Das Zentralkomitee der Katholiken (ZdK), das das Treffen veranstaltet, hatte Küng nach eigenem Bekunden zu einer „Konzilsgala" im Rahmen des Katholikentags eingeladen. Der Theologe begründete seine Absage damit, dass „zu einer festlichen Konzilsgala meines Erachtens kein Anlass besteht".

Den von der Deutschen Bischofskonferenz initiierten Dialogprozess hält Küng für einen „Pseudodialog". Reden dürften die Teilnehmer über fast alles, „entscheiden aber nichts".

Kommentar: Eine klare Ohrfeige für das "Zentralkommite der Katholiken". Zur "Konzilsgala" wäre er geladen gewesen, der Architekt der neuen Weltreligion, der seine Idee vom Weltethos auf dem Fundament von "Nostra aetate" erbaut hat. Peinlich für Herrn Alois Glück, den Vorsitzenden des ZdK, von dem eine große Zahl von Katholiken sich NICHT vertreten fühlt (vgl. die Bewegung: "Mich vertritt nicht das ZdK").

Allgemein scheinen es gerade die ZdK-Mitglieder zu sein, die das Hamsterrad des falschen Ökumenismus ("Alle Religionen führen zu Gott") kräftig weiter drehen wollen. War nicht kürzlich Herr Thierse in Rom, um mit Kardinal Koch darin übereinzukommen, dass man die nachkonziliare Ökumene nicht durch die Piusbruderschaft gefährden darf? Als was ist Herr Thierse nach Rom gereist? Als SPD-Mitglied? Als Vizepräsident des Bundestages? Oder als ZdK-Mitglied?

Küng und seine Gesinnungsgefährten gehen den radikalen Weg der neuen Weltreligion. Das ist die Religion ALLER Religionen, die gleichberechtigt nebeneinander stehen. Dabei gibt es nur zwei Dogmen, die alle erfüllen müssen: Keine Religion darf sich als "allein seligmachend" betrachten und jede muss eifrig mitarbeiten am irdischen "Paradies der Menschlichkeit" (Friede, Humanität, Umweltschutz, Weltkulturerbe usw.).

Es ist klar, dass ein Küng mit Aussagen des Papstes von der "Diktatur des Relativismus" nicht zufrieden sein kann. Und mit der Piusbruderschaft erst recht nicht.

Herr Küng ist lehrmäßig bereits von der Kirche abgespalten, ihm wurde ausdrücklich verboten, im Namen der Kirche zu dozieren. Die Frage ist allerdings: Wie viele Menschen innerhalb der Konzilskirche denken längst genau so wie er: Das Weltethos als die neue Religion aller Religionen?

Mit seinen innerkirchlichen Forderung der "priesterlose Gemeinden" und der "gemeinsamen Mahlfeier zwischen Protestanten und Katholiken" spricht er nämlich genau das aus, was eigentlich (zusammen mit der Abschaffung des Zölibats) vom ZdK regelmäßig gefordert wird.



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