Die Entchristianisierung schreitet fort PDF Drucken
Donnerstag, den 13. September 2012 um 09:38 Uhr

frey regens_neuIn seinem jüngsten Rundbrief nimmt der Regens des Priesterseminars, Pater Stefan Frey [Bild], Bezug auf die fortschreitende Entchristianisierung: 

Ein politisches Ereignis aus letzter Zeit offenbart uns mit erschreckender Klarheit, auf welcher Stufe des seit langem entfesselten Kulturkampfes wir angelangt sind.

Es genügt, dass eine Politikerin sich für die Bevorzugung der Ehe und Familie gegenüber Homo-Partnerschaften ausspricht, und schon bricht ein Diffamierungskreuzzug übelster Sorte gegen sie los.

In einem Interview betonte die Staatssekretärin im Umweltministerium, Katherina Reiche, die Ehe sei "das Lebensmodell, das den Erhalt unserer Gesellschaft garantiert", und müsse darum geschützt und gefördert werden. "Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien, nicht in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Neben der Euro-Krise ist die demografische Entwicklung die größte Bedrohung unseres Wohlstands."

Was im deutschen Grundgesetz als unmissverständliche Norm unserer Gesellschaft festgehalten ist, darf heute nicht mehr öffentlich gesagt werden, wenn es den Interessen der Homo- und Genderideologen zuwiderläuft, es sei denn, man nimmt in Kauf, als "intolerante" "hässliche Schlampe", die "in einem demokratischen Deutschland nichts mehr verloren" habe und als "Hexe", die "auf dem Scheiterhaufen" zu verbrennen sei, verschrien zu werden. 

Solch irrationale Wutausbrüche haben mit sachlichem politischem Diskurs nichts mehr zu tun, sind vielmehr Kennzeichen eines teuflischen Hasses gegen die gottgesetzte Schöpfungsordnung. Sie sind einzuordnen in den gigantischen Feldzug der antichristlichen Kräfte gegen Gott und die Kirche. Seit bald 300 Jahren hat sich die Freimaurerei verschworen, die natürliche und übernatürliche Ordnung, jene der Schöpfung und jene des ewigen Heils, zu zerstören, um letztlich die Menschheit von jeglichem Einfluss Gottes und seines Gesetzes zu emanzipieren und sie zum selbstherrlichen Bauherrn einer neuen Welt ohne Gott werden zu lassen.

Die Päpste der vergangenen Jahrhunderte beschreiben in ihren Rundschreiben die aufeinanderfolgenden Etappen dieser gewaltigen Revolution:

- Entchristlichunq der Gesellschaft: Mit allen verfügbaren Mitteln muss die Kirche aus dem öffentlichen Leben verbannt werden, was durch die beständige Diffamierung ihres Rufes und insbesondere durch die Laizisierung der Staaten vermittels der sogenannten Religionsfreiheit erreicht werden soll. Auf diese Weise wurde Christus seines sozialen Königtums und somit seines wohltuenden Einflusses auf die Gesellschaft beraubt. Und zugleich wurde der Weg geebnet, der freimaurerischen Ideologie des Liberalismus und Sozialismus zum Durchbruch zu verhelfen, die das christliche Denken nach und nach auslöschen sollte.

- Zerstörung des übernatürlichen Wesens der Kirche: Zweite Etappe ist die Unterminierung der Kirche durch die Herolde und Werkleute des Modernismus mit dem Ziel, sie in ihrer übernatürlichen Sendung zu lähmen. Auch dieses Ziel ist erreicht: Weithin ist der katholische Glaube zerstört und sind die Quellen der Sakramente versiegt.

- Zerschlagung der Schöpfunqsordnung Gottes: Schließlich geht es darum, den Menschen auch in seinen natürlichen Grundlagen zu erschüttern, indem die Schöpfungsordnung Gottes systematisch zerschlagen wird. Daher erklärt sich der heute so heftig entbrannte Kampf gegen das Naturgesetz, gegen die von Gott geschaffenen Institutionen des Vater-landes, der Ehe und der Familie sowie letztlich gegen die menschliche Natur selbst durch die Genderideologie. Alles, was irgendwie noch an Gott erinnert, entfesselt die Zerstörungswut Satans, da es dem Menschen immer noch Hilfe und Wegweisung ist zur Verwirklichung seines ewigen Heils.

Der französische Staatsmann Joseph de Maistre hat diese Absichten der Freimaurerei, die im Namen der Freiheit und der emanzipierten Vernunft Gott verjagen wollen, trefflich beschrieben:

"Die Philosophenwut kennt keine Grenzen mehr, und bald hörte man eine einzige, fürchterliche Stimme, die aus so vielen vereinten Stimmen sich zusammensetzte, aus der Mitte des schuldigen Europas zu Gott schreien: Laß uns in Ruhe. Sollen wir denn ewig vor Lehrmeistern zittern und von ihnen die Unterweisung vorgesetzt bekommen, die ihnen genehm ist, die sie uns geben wollen? In ganz Europa wird die Wahrheit in den Weihrauchwolken verdunkelt. Es ist an der Zeit, daß sie aus dieser Schicksalswolke heraustritt.

Alles, was existiert, mißfällt uns, weil Dein Name auf allem steht, was existiert. Wir wollen alles zerstören und alles neu herstellen - ohne Dich. Verschwinde aus unseren Ratsversammlungen, verschwinde aus unseren Akademien, geh aus unseren Häusern. Die Vernunft genügt uns, laß uns in Ruhe" (Essais sur les principes générateurs des constitutions politiques).

Wo der Krieg gegen Gott und seine Kinder tobt, dürfen seine Soldaten nicht schlafen! Nach dem berühmten Wort Pius' X. ist die ganze Macht der Bösen in der Schwäche der Guten begründet. Darum ist es die Aufgabe der aufrichtigen Katholiken, mit ganzem Einsatz ihre Kirche zu verteidi-gen, die freimaurerische Ideologie zu brandmarken und insbesondere einen heiligen Lebenswandel anzustreben, da dieser Kampf zwischen Himmel und Hölle vor allem mit übernatürlichen Waffen ausgefochten werden muss. Der heilige Pius X., dessen Fest wir bald begehen, hat uns das schönste Beispiel gegeben, das für uns immer exemplarisch bleiben muss.

Sie, liebe Freunde und Wohltäter, die Sie den Kampf der Priesterbruderschaft mit bewundernswer-tem Eifer unterstützen, sei mit einem ewigen Vergelt's Gott herzlich gedankt. Es scheint mir, dass Gott Ihre Großherzigkeit in diesem Jahr in besonderem Maße belohnt. Inzwischen ist die in diesem Herbst ins Seminar eintretende kleine Schar der Streiter Christi auf 12 angestiegen. Am 22. September werden die beiden Bruderpostulanten aus Bonn und Zürich rechtzeitig zur Einkleidungszeremonie der letztjährigen Postulanten eintreffen, und der 6. Oktober ist das Eintrittsdatum der zehn neuen Seminaristen.

Möge die heiligste Jungfrau Maria, die im Hohenlied als "furchtbar wie ein geordnetes Kriegsheer" beschrieben wird, der Sache Gottes doch möglichst schnell zum Sieg verhelfen und uns alle in ihrem Dienste bestärken.

Sie ihrem Schutz und Schirm empfehlend, grüßt Sie herzlich, mit priesterlichem Segen

Pater Stefan Frey, 

Zaitzkofen, 29. August 2012

 


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