Vor Bayernspiel: Vater Unser verhöhnt! PDF Drucken
Freitag, den 25. Mai 2012 um 07:53 Uhr

sat1pro"Lieber Fußballgott", hieß es in einem Werbefilm für die SAT1 Übertragung am letzten Samstag zum Championsleague-Finale in München, dem Spitzenspiel des europäischen Fußballs.

In diesem Werbefilm wurde das "Vater Unser" verhöhnt.

Trotz heftiger Kritik der "Deutschen Evangelischen Allianz" und der EKD war SAT1 nicht bereit, den blasphemischen Spot zu ändern:

"Lieber Fußballgott, dein Ball komme, dein Spiel geschehe. Unsere Tore gib' uns heute. Und vergib uns unsere Fouls, wie auch wir vergeben den Schiedsrichtern. Führe uns nicht ins Abseits, sondern bewahre uns vor Kontern. Denn dein ist das Spiel, und der Sieg, und die Champions League, in Ewigkeit. Auf geht's."

Am Mittwoch vor dem Spiel richtete Michael Diener, Erster Vorsitzender der "Deutschen Evangelischen Allianz", einen Beschwerdebrief an den Münchener Sender. Das "Vater Unser" sei ein Herzstück des christlichen Glaubens und zudem ein heiliger Text, heißt es darin. "Es verletzt darum die religiösen Gefühle vieler Christinnen und Christen, wenn ein derartiger Text einem 'Fußballgott' umgewidmet wird." Gemeinsam sei darauf zu achten, dass die Freude am Fußball nicht durch derartige "Entgleisungen" beeinträchtigt werde.

Auch die Vertreter der "Deutschen Evangelischen Allianz" freuten sich auf das Spiel, schreibt Diener weiter. "Aber wir möchten darum bitten, dass sich im Vorfeld derartiger Spiele nicht der Kommerz auch noch der zentralsten Gebete unseres Glaubens bemächtigt." Eine Welt, in der alles verzweckt werden könne, sei nicht erstrebenswert. "Deshalb bitten wir Sie, den entsprechenden Werbespot sofort und unbürokratisch abzusetzen!"

SAT.1: Kritik ist nicht nachvollziehbar

SAT.1 machte in einer umgehenden Antwort deutlich, dass die Kritik nicht nachzuvollziehen sei. Gehe es um Fußball, sei es üblich, eine Sprache mit religiösen Anleihen zu gebrauchen, etwa bei der Wendung "Fußball-Gott". Das in der Werbung gezeigte Gebet ironisiere diese Gepflogenheit durch Übersteigerung. Die meisten Zuschauer erkennten, dass dies nicht ernst gemeint sei.

Das Ziel dieser Form der Programmankündigung sei nicht die Verunglimpfung oder Ironisierung des Glaubens an Gott. Vielmehr gehe es dem Sender um Aufmerksamkeit und um einen ironischen Hinweis auf die zahlreichen Gottes-Metaphern im Fußball. "Wir sind durchaus der Ansicht, dass durch dieses Vater Unser zum 'Fußballgott' ein Reflexionsprozess ausgelöst werden kann über die Angemessenheit dieser Metaphern im Fußballsport."

Schneider: Geschmacklose Grenzüberschreitung

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat sich unterdessen der Kritik angeschlossen und bezeichnete den Trailer als "eine geschmacklose Grenzüberschreitung". Alles sei mittlerweile Gegenstand der Kommerzialisierung. Sogar das "Vater Unser" werde zur Ware erhoben: "Soweit darf man um der Einschaltquoten und um der Produktwerbung willen aber nicht gehen", erklärte Schneider gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Der EKD-Sportbeauftragte, Prälat Bernhard Felmberg, nannte den Werbefilm geschmacklos, "ärgerlich und überflüssig". Er sprach auf dem Internetportal "evangelisch.de" sogar von einem Missbrauch des höchsten Gebets der Christenheit, das vielen Menschen in existenziellen Situationen Halt gebe. Auch Bayerns evangelischer Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm fand den Werbespot "voll daneben".

Der EKD-Medienbeauftragte Markus Bräuer sprach ebenfalls von einer Grenzverletzung. Die Entstellung des Gebets verletze die Gefühle vieler Christen und gehe zu weit, so Bräuer auf "Welt Online".

 

Man kann der Kritik der evangelischen Kirche zur zustimmen und ihnen für den mutigen Einsatz danken.

Der FC Bayern verlor das Spiel und zwar mit maximaler Demütigung: dreimal im Laufe der Partie war die Elf von Jupp Heynckes in einer sicheren Position zu gewinnen.

Eine Antwort des Himmels?

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