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Es ist so weit: Der Generalobere, S.E. Bischof Bernard Fellay, sowie seine beiden Assistenten (Pater Niklaus Pfluger und Alain Nély) treffen in Rom den Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal William Joseph Levada.
Über das Gespräch, das heute am späten Vormittag beginnen wird, ist viel spekuliert worden. Sehen Sie hier einen Überblick über die jüngsten Meldungen.
"Der Vatikan und die Piusbrüder bewerten ihre Dialogrunde: Aussöhnung oder Bruch" ist der Titel des Beitrages vom KNA-Redakteur Johannes Schidlko. KNA fasst in der gewohnten Seriösität ohne jede Spekulation die Ausgangslage zusammen. (Veröffentlicht auf domradio.de)
Anders hingegen katholisches.info. Dort will man wissen, dass "Kardinal Levada der Delegation der Piusbruderschaft ein zwei Seiten umfassendes Dokument übergeben wird", und beruft sich dabei auf den Vatikanisten Andrea Tornelli: "Die Knappheit des Dokuments sei geeignet, die Fragen, die bei den Lehrgesprächen zu den Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils, vor allem zu Religionsfreiheit, Ökumene und Ekklesiologie aufgeworfen wurden, präzise zu benennen, heißt es dazu im Vatikan."
Kath.net beruft sich auf den Religionskorrespondenten der Tageszeitung "Le Figaro", Jean-Marie Guenois, der in der gestrigen Ausgabe behauptete, Rom und die Piusbruderschaft könnten sich bald einigen: "Die große Neuigkeit sei aber, heißt es dort weiter, dass der Vatikan anerkennen werde, dass es sich bei den Streitpunkten nicht um «essenzielle» Fragen des katholischen Glaubens handele. Der Vatikan werde daher von den Piusbrüdern verlangen, sich zu den zentralen Punkten zu bekennen, die seit zwei Jahrtausenden den katholischen Glauben begründeten. Sollte die Piusbruderschaft dem zustimmen, werde ihnen laut dem «Figaro» eine juristische Lösung vorgeschlagen, die es ihnen erlaube, eine katholische Gruppierung zu werden."
Eine sehr umfangreiche und gut recherchierte Einschätzung der Lage gibt auch kathweb, die katholische Presseagentur Österreichs: "Die spannende Frage sei nun, wie sich der Lefebvrianer-Obere Fellay zu Verlauf und Ergebnis der Expertengespräche äußert, hieß es im Vorfeld des Treffens im Vatikan."
Was wirklich heute in Rom geschehen wird, wird sich heute in wenigen Stunden weisen. Möge Gottes Vorsehung seine heilige, einige Kirche zu dem führen, was für das ewige Heil aller ihr anvetrauten Seelen das Beste ist.
pius.info steht in direktem Kontakt mit dem Generalsekretär der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Menzingen, Abbé Thouvenot. Wir erwarten gegen 16.00 Uhr eine erste Einschätzung des Treffens.
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