Skandal um eine Heimatprimiz PDF Drucken E-Mail
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Freitag, den 15. Juli 2011 um 07:00 Uhr

Er darf zum Abschluss der Primiz nicht einmal eine Sakramentsandacht in der Heimatkirche halten: Pater Andreas Jeindl aus Krumbach. So wurde es ihm vom Generalvikar der Erzdiözese Wien mitgeteilt.

Die Ereignisse in Krumbach könnte man auch als "Schattenseiten der nachkonziliaren Brüderlichkeit" bezeichnen.

(Bild: Pater Andreas Jeindl bei der Priesterweihe am 2. Juli 2011 in Zaitzkofen - vom Bischof aus rechts)

 

 

Am 16.7.2011 feiert der in Zaitzkofen von der Priesterbruderschaft St.Pius X. geweihte Neupriester P.  Andreas Jeindl in Krumbach, einem kleinen Ort im südlichen Niederösterreich, in der idyllischen „Buckligen Welt“, seine Heimatprimiz.

Schon frühzeitig versuchte der Primiziant, einen Konsens mit der Kirche zu erwirken, um die Primiz in der Heimatkirche von Krumbach halten zu dürfen. Dies wurde mit der Begründung, dass die Priesterbruderschaft St. Pius X. das Konzil vollständig anerkennen müsse, abgelehnt.

Auf eine nochmalige Anfrage, ob denn wenigstens eine Sakramentsandacht als Abschluss der Feierlichkeiten in der Kirche gehalten werden dürfe, gab es vom Generalvikar der Erzdiözese Wien wiederum nur eine negative Antwort.

Ein persönlicher Termin beim Generalvikar wurde abgelehnt.

Die Beschwerde beim Erzbischof Christoph Kard. Schönborn wurde dann endlich erhört. Die Audienz der Eltern des Primizianten schien erfolgversprechend, insbesondere da seine Eminenz sehr freundlich war. Als Antwort kam aber vier Tage später per email, dass die Kirche für den Primizianten nicht zur Verfügung steht - ohne Begründung.

Weiters hat der Altpfarrer Grabenwöger, der bis letztes Jahr zuständige Seelsorger von Krumbach, kein Problem, in einer Predigt öffentlich die Priesterbruderschaft St. Pius X. eine Sekte zu nennen sowie die Kirchgänger an ihr angebliches Recht auf die Handkommunion hinzuweisen, falls sie dennoch der „schismatischen“ Feierlichkeit beiwohnen wollten.

Dass er selber von dieser „Sekte“ vor etwa 50 Jahren zum Priester geweiht wurde, scheint Pfarrer Grabenwöger verdrängt zu haben.

Ja, es wird sogar ein hochoffizielles Schreiben der Erzdiözese im Pfarrbrief abgedruckt: Zitat: Sie (die Priesterbruderschaft) lehnt bis heute wesentliche Teile des Konzils ab, wie Ökumene, Religionsfreiheit, Gemeinschaft der Bischöfe und die Muttersprache im Gottesdienst – trotz vieler Bemühungen der Päpste Paul VI, Johannes Paul II und Benedikt XVI. (Pius.info berichtete)

Kein Problem besteht jedoch für die Krumbacher Pfarrbrüder, ökumenische Gottesdienste mit den Protestanten zu feiern, die Interkommunion öffentlich zu fördern und konvertierwilligen Protestanten den Eintritt in die katholische Kirche zu verwehren!

Dies alles vor dem Hintergrund der Gespräche der Bruderschaft mit Rom, deren Schlussdokument noch ausständig ist.

 


 
 
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