Max Thürkauf - Ein Prophet im Atomzeitalter PDF Drucken E-Mail
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Freitag, den 08. April 2011 um 12:00 Uhr

Im Angesicht der atomaren Katastrophe von Fukushima gewinnen die mahnenden Worte von Professor Max Thürkauf eine ganz neue Bedeutung.

Professor Thürkauf war Leiter des Institutes für physikalische Chemie an der Universität Basel und maßgeblich an der Entwicklung von schwerem Wasser beteiligt, das zur Herstellung von Kernreaktoren aber auch Atombomben benötigt wurde. Bis zu seinem Damaskus-Erlebnis:

Er erkannte, dass es keine wertfreie Naturwissenschaft gibt und begann, sich mit ethischen Fragen seiner Arbeit auseinanderzusetzen und nach Gott zu fragen, den er lange Jahre auf die Seite geschoben hatte.

(Bild: Der Kernreaktor von Fukushima)

Zitat:

Die übermenschliche Intelligenz des Diabolos wusste in ihrem Willen, das Leben zu vernichten, durch die Eitelkeit des Galilei einen mächtigen Verbündeten zu schaffen: die Einengung der Natur auf das Mess- und Berechenbare, auf das - wie wir es dem Sprachgebrauch nach nennen wollen - Tote.

Durch diese Simplifizierung in der Betrachtung der Schöpfung war es dem Menschen möglich, aus dem auf das Tote Beschränkte - aus der Materie - eine noch nie dagewesene Macht zu gewinnen. Die von diesem Geist gelenkte Hand schuf der Kraft des Armes eine schier unbegrenzte Potenz: die moderne Technik. Immer mehr verdrängt und bedroht das Mess- und Berechenbare das Unmessbare und Unberechenbare: das Leben.

Die Sünde des Galilei hatte fatale Folgen; er, der Meister, beschränkte die Naturwissenschaft auf Mess- und Berechenbarkeiten; viele seiner Nachfolger und besonders seine Epigonen schossen bald über ihre Laboratorien hinaus und behaupteten - in tragischer Verwechslung von Sinnen- und Geisteswelt - nur das Mess- und Berechenbare sei Wirklichkeit.

Dies ist die Nahrung der Lüge unserer Zeit: des Materialismus. Die geistgelenkte Hand des Menschen verwandelt die Erde in ein Abbild seines Geistes.

Ein Geist, der meint, die Welt sei nichts anderes als ein physikalisch-chemisches System, verwandelt die Erde - die Heimat des Lebens - in ein ausschließlich physikalisch-chemisches System: in eine tote Welt. Das Mittel dazu hat eben diese Wissenschaft durch ihre zweckvollste und gleichzeitig sinnloseste Tat, die Atombombe, den Machthabern dieser Welt in die Hände gelegt.

Zur Genmanipulation schreibt er:

Die Unmenschlichkeiten der Gen-Manipulation übersteigen jene des Atomzeitalters um Größenordnungen, weil die Opfer sich gegen die Manipulationen nicht wehren können. Die bei den ins Auge gefassten Menschenzüchtungen erforderlichen Eingriffe müssen nicht nur vor der Geburt, sondern sogar vor der Zeugung getätigt werden.

Die Opfer der Atomenergie werden von den Technokraten im schlimmsten Fall zu Siechtum und Tod verurteilt. Die Opfer der Gen-Technologien hingegen können zu einem Leben verdammt werden mit einem Körper, den nicht sie, sondern die Technokraten um ihrer Machtansprüche willen wollen. Wer mit Genen heilen kann, kann mit Genen töten, und zwar auf viel grausamere Weise als mit allen bis jetzt bekannten Waffen. [...]

Die Unwissenheit der Materialisten wurzelt in der Leugnung Gottes. Oder, was noch schlimmer ist: Für viele Menschen ist Gott so gleichgültig geworden, dass sie es nicht einmal mehr der Mühe wert halten, ihn zu leugnen. Warum soll jemand, der den Schöpfer nicht achtet, Ehrfurcht vor den Geschöpfen haben? Für ihn sind die Geschöpfe Gegenstände beliebigen Handelns.

Ohne Glauben an Gott ist jeder Umweltschutz wirkungslos, weil der Sinn fehlt. Die Geschöpfe können nach Belieben und Gutdünken manipuliert und zerlegt werden. Die Zerlegung durch die Molekularbiologen ist bis ins Innerste der Geschöpfe vorgedrungen: in die Zellkerne der Lebewesen. Die Gene werden zerlegt und nach Belieben wieder zusammengesetzt. Nicht mehr durch Auswahl und Kreuzung der Ganzheit wird gezüchtet, sondern durch Zerlegung der Erbsubstanz und deren Manipulation.

Darin besteht der fundamentale Unterschied gegenüber der seit Jahrtausenden getätigten Züchtung mit den von Gott geschenkten Lebensformen. Die Gentechnologen wollen vom "Baum des Lebens" essen (Gen 2,9), um zu werden wie Gott.

...

Quellen:

Max Thürkauf: Die Gottesanbeterin - Zwei Naturwissenschaftler auf der Suche nach Gott. Christiana-Verlag, CH-8260 Stein am Rhein.

Max Thürkauf: Christuswärts - Glaubenshilfe gegen den naturwissenschaftlichen Atheismus. Christiana-Verlag, CH-8260 Stein am Rhein.

 

weitere Werke über das Verhältnis von Wissenschaft und Glaube finden Sie im Sarto-Verlag: Werke von Max Thürkauf.


 
 
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