Schwestern der Bruderschaft PDF Drucken E-Mail

„Jesus in seinen Priestern dienen“

Jede Ordensfamilie hat ihren eigenen Platz und ihre eigene Rolle in der heiligen Kirche. Eine jede wurde im Laufe der Jahrhunderte von Gott ins Leben gerufen, um der Kirche in den schwierigen Zeiten ihrer Geschichte zur Hilfe zu eilen und den Bedürfnissen der Seelen zu entsprechen.

So hat Gott auch in dieser furchtbaren Krise, die seit dem II. Vatikanischen Konzil die Kirche erschüttert, das Herz eines Bischofs, Apostels, Missionars, seeleneifrigen und zu unserer heiligen Kirche in Liebe erglühten Hirten berufen: Erzbischof Marcel Lefebvre. Er sah diese Braut Jesu Christi verdemütigt und verraten durch jene, die sie verteidigen und auf Erden verbreiten sollten. Er sah ihre Priester den Sinn ihres Priestertums und ihres Lebens verlieren, er sah, wie die Sakramente in ihrem Wesen angetastet wurden und vor allem, wie die heilige Messe, das Herz unserer Religion, entstellt und immer seltener wurde.


In seinem glühenden Eifer für unseren Herrn Jesus Christus und die Kirche, und geleitet von der Vorsehung, hat Erzbischof Lefebvre das Seminar von Ecône gegründet. Sein Wunsch war es, in der Reinheit des Glaubens heilige Priester, wahre Söhne der Kirche heranzubilden, die sich ihrer Mission, das Priestertum Christi und sein Opfer fortzusetzen, bewusst sind.



Ganz selbstverständlich sollten, nach seiner Vorstellung, Ordensschwestern das Apostolat dieser Priester durch ihre Hilfe, ihre Gebete und ihre Werke unterstützen. Deshalb machte er schon 1970, als er die Statuten der Priesterbruderschaft St. Pius X. schrieb, darauf eine Andeutung. Gott segnete den Wunsch seines Dieners und schon bald, im Oktober 1973, kamen zwei junge Mädchen nach Ecône. Da noch nichts organisiert war, bat Monseigneur seine Schwester, die damals Missionarin in Afrika war, die Ausbildung zum Ordensleben dieser jungen Aspirantinnen in die Hand zu nehmen. Mutter Marie Gabriel nahm großherzig an und der kleine Kern begab sich nach Albano, einige Kilometer von Rom entfernt. Dort, im Schatten von Sankt Peter, verflossen die ersten drei Jahre der entstehenden Kongregation.

Der 29. September 1974 war ein großer Festtag für die kleine Familie, denn es war der Tag der ersten Gelübdeablegung.
Ein Jahr später mussten die Schwestern Rom verlassen, um den Seminaristen von Ecône den Platz zu lassen. Sie begaben sich nach Frankreich, in die Abtei St. Michel, welche während zwölf Jahren das Noviziat beherbergte. Als das Haus zu klein wurde, zog das Noviziat 1989 ein zweites Mal um und richtete sich in Ruffec-le-Chateau, nicht weit von der Abtei St. Michel entfernt, ein, wobei diese letztere das Mutterhaus der Kongregation blieb.


Geist und Titel der Kongregation

Der Geist der Bruderschaft St. Pius X. ist ganz auf die Verehrung des heiligen Messopfers, gefeiert nach den Richtlinien des Konzils von Trient, ausgerichtet.
Daher versteht man, dass Erzbischof Lefebvre die Schwestern unter das doppelte Patronat Unserer Lieben Frau vom Mitleiden und des heiligen Pius X. gestellt hat.
Der heilige Pius X., der letzte heiliggesprochene Papst und der erste seit dem heiligen Pius V., hilft ihnen, den Glauben rein und unerschütterlich zu bewahren und alle modernen Irrtümer zu verwerfen, die von diesem heiligen Kirchenfürsten so gründlich studiert wurden. Diesem heiligen Papst entlehnen sie ihren kanonischen Titel.
Unsere Liebe Frau vom Mitleiden ist die Richtschnur für ihr ganzes inneres Leben und belebt auf übernatürliche Weise die Aktivität der Schwestern. Wie der Priester auf dem Altar das Opfer von Kalvaria vergegenwärtigt, so setzt auch die gottgeweihte Jungfrau das Mitleiden Marias am Fuße des Kreuzes fort. Mit Maria der Miterlöserin, die sich mit ihrem göttlichen Sohn Gott darbringt, opfern sich die Schwestern mit dem göttlichen Opferlamm. „Sie sollen wahrhaft Liebende des Opfers Jesu, das sich auf dem Altar fortsetzt, sein... Ihre Pflicht, für die Priester zu beten, steht also an erster Stelle.“ (Konstitutionen)
In Nachahmung Unserer Lieben Frau an der Seite ihres göttlichen Sohnes, des Ewigen Hohenpriesters, sollen die Schwestern aus ihrem Leben ein fortwährendes Gebet des Mitleidens, der liebenden Wiedergutmachung machen, indem sie sich für die Heiligung der Priester und die Fruchtbarkeit ihres Apostolates aufopfern.


Geistliche Übungen

Dieses Gebetsleben ernährt und äußert sich mehrere Male im Laufe des Tages durch die gemeinsamen Gebetszeiten.
Gleich um 6.30 Uhr befinden sich ihre Seelen durch das Offizium der Prim und der anschließenden Betrachtung in dieser göttlichen Atmosphäre, die sie auf die heilige Messe, der Sonne und dem Zentrum ihres Lebens, vorbereitet. Sie schöpfen darin reiche Gnaden, um mit neuem Eifer den ganzen Tag Gott und den Seelen zu schenken.

Dem Stundengebet der Sext und dem Rosenkranz am Abend, welcher für die Wohltäter aufgeopfert wird, geht eine halbe Stunde Anbetung vor dem Allerheiligsten voraus. Warum diese Anbetungsstunde? Gerade für die Priester, die Bischöfe, den Heiligen Vater und alle gottgeweihten Seelen, um das Herz Jesu für alle Beleidigungen zu trösten, die es heute in seinem Sakrament der Liebe empfängt.
Eine halbstündige geistige Lesung ernährt und erhält die Seele in der Frömmigkeit.
Der Tag endet mit dem Gesang der Komplet, der die Seele in eine Atmosphäre der Stille und des Friedens taucht und sie so auf das große Opfer des folgenden Morgens vorbereitet.
Der Sonntag wird noch durch die Rezitation der Laudes und den Gesang der Vesper sowie der darauffolgenden Sakramentsandacht geheiligt.
Die jährlichen Exerzitien sind eine wohltuende Einkehr, während welchen sich die Schwestern im Geist ihrer Berufung stärken und erneuern. Sie finden gewöhnlich nach Ostern statt und sind zugleich die Vorbereitung auf die Zeremonien der Einkleidung, der Gelübdeablegung und der Erneuerung der Gelübde.


Apostolat

„Caritas Christi urget nos“. «Die Liebe drängt uns», rief der heilige Paulus aus. Als Töchter von zwei Missionären sollen die Schwestern den Missionsgeist haben, nicht nur durch ihre Gebete und Opfer, sondern auch durch ihre Werke. Und da die Bedürfnisse vielfältig und zahlreich sind, vereinigen sich die verschiedenen Fähigkeiten aller, um auf die Bedürfnisse eines weiten Apostolatsfeldes zu antworten.

In Nachahmung Marias und der heiligen Frauen, die Christus und den Aposteln gefolgt sind, nehmen sie den Priestern die materiellen Sorgen wie Wäsche, Bügeln, Küche, Nähen und Haushalt ab, damit jene dadurch für ihr Apostolat freier seien.

Sie vervollständigen auch das priesterliche Apostolat durch jene Werke, die Ordensschwestern angemessen sind, und dies sowohl in den Gemeinden als auch in den Missionen:
● Katechismusunterricht für Kinder und Vorbereitung auf die Sakramente (auch mittels Fernkurs = „Fernkatechismus Unsere Liebe Frau von Fatima“), Grundschulunterricht, Jugendwerke zur Heranbildung in den Tugenden;
● den jungen Mädchen solide Glaubens- und Frömmigkeitsgrundlagen vermitteln
● die Armen, Kranken und älteren Menschen, die leidenden Glieder Christi, besuchen.



So sehen ihre verschiedenen Aufgaben aus. Indem sie selbst aus Gott und innig mit IHM vereint leben, ist es ihnen ein Herzensanliegen, IHN allen Seelen zu geben, damit alle Seelen IHN kennen und lieben.

Die Schwestern bemühen sich, alle Arbeiten, seien sie nun demütig und unscheinbar oder augenscheinlich apostolischer, mit der gleichen Liebe, dem gleichen Opfergeist zu erfüllen: „Nichts in ihrem Leben wird klein oder unbedeutend sein, alles wird Gnade sein und sie heiligen.“ (Konstitutionen)


Postulat, Noviziat

Jede Aspirantin im Alter von 18 bis 30 Jahren, die von einer aufrichtigen Absicht geleitet ist und einen gesunden Geist sowie die nötige Gesundheit besitzt, um sich den verschiedenen Arbeiten der Gemeinschaft zu widmen, kann in die Kongregation aufgenommen werden.

Die Aspirantin wird mit Wohlwollen empfangen und die sechs Monate Postulat erlauben ihr, ihre Berufung auf konkrete Weise zu prüfen, bevor sie mit der Einkleidung das zweijährige Noviziat beginnt.
Am Ende dieser Zeit der Prüfung und der Ausbildung im Glauben sowie im Ordensleben wird die Novizin zur Profeß zugelassen, wodurch sie sich durch die Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams ganz an Gott bindet.

Zur Zeit besitzt die Kongregation vier Noviziate: jenes der französischen Sprache in Ruffec-le-Chateau, in Frankreich, das deutschsprachige in Göffingen, Deutschland; das englischsprachige in Browerville, in den USA; und das spanischsprachige in Pilar, in Argentinien.


Ausbreitung der Kongregation

Zur Zeit (2009) zählt die Gemeinschaft 151 Profeßschwestern und 14 Novizinnen aus 19 verschiedenen Ländern, wodurch, im Einklang mit der Priesterbruderschaft St. Pius X., ihr internationaler Charakter schön zum Ausdruck kommt. 21 Häusern kommt schon ihr Eifer zugute in den Ländern: Frankreich, Schweiz, Belgien, Deutschland, Italien, USA, Argentinien, Australien und Gabun. So verwirklichen sie den Auftrag, den Christus den Aposteln gegeben hat: „Verkündet das Evangelium allen Nationen... Ich bin bei euch...“
(Mt 28, 19.20)


„Meister, wo wohnst Du?“

Die war die Frage, welche die zwei Jünger des Täufers dem Herrn gestellt haben. Und der Heiland antwortete ihnen: „Kommt und seht!“ „Sie gingen also hin zu sehen, wo Er wohne und blieben bei Ihm an jenem Tag“. (Joh 1,39)
Diese Worte „Kommt und seht“ spricht der göttliche Meister auch im Innersten jeder Seele, die ER einlädt, im gottgeweihten Leben mit Ihm verbunden zu bleiben. Doch dieser Ruf ist diskret und ganz persönlich; es ist immer ein Ruf Seiner Liebe: „Deus Caritas est“ „Gott ist Liebe“, diesen Ruf muss man hören und es verstehen, auf ihn zu antworten.


Für weitere Auskünfte wende man sich an:

Schwestern der Bruderschaft St. Pius X.
Noviziat St. Pius X.
Biberacher Str. 2/1
88527 Göffingen
Tel: 07371 - 13736


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