Brief (an 40 Kardinäle) (1978)
Dokumente (Erzbischof)

Brief von S. E. Erzbischof Marcel Lefebvre
an 40 Kardinäle
vom 6. Oktober 1978
(Brief (an 40 Kardinäle))

Hochwürdigste Eminenz!

Von neuem ruft Sie die Vorsehung, sich im Konklave zu versammeln, um den künftigen Nachfolger Petri zu wählen.
Die Lage der Kirche ist derart, daß nur ein Papst wie der hl. Pius X. der Selbstzerstörung Einhalt gebieten kann, unter der sie besonders seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil leidet.
Die richtunggebenden Weisungen dieses Konzils und die nachkonziliaren Reformen weiterverfolgen würde bedeuten, die Apostasie weiter voranzutreiben und die Kirche zu ihrem Untergang zu führen. Man erkennt den Baum an seinen Früchten, sagt Unser Herr selbst. In nicht mehr ferner Zeit werden zahlreiche Diözesen einem trostlosen Priestermangel gegenüberstehen.
Als Grundlagen der kirchlichen Aktivität, Dokumente wie „Über die Religionsfreiheit”, „Über die Kirche in der Welt von heute”, „Über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen” und andere beizubehalten, die den Ursprung der nachkonziliaren Reformen bilden, heißt dem „Rauch Satans” in der Kirche weiter Raum geben.
Die Liturgiereform im besonderen und namentlich die der heiligen Messe, trifft die Kirche im Wesentlichsten und Kostbarsten, das sie besitzt: dem Opfer unseres Erlösers mit seiner unendlichen Genugtuung.
Ein Papst, der diesem Namen würdig und wahrer Nachfolger Petri ist, kann nicht erklären, daß er sich der Verwirklichung dieses Konzils und seiner Reformen widmen werde. Alleine durch diese Tatsache würde er mit allen seinen Vorgängern und insbesondere mit dem Konzil von Trient brechen.
Die Kirche, welche wesentlich Tradition ist, das heißt, getreue Weitergabe des Glaubensgutes von Generation zu Generation, kann einen Bruch wie den des Zweiten Vatikanischen Konzils nicht bewältigen, ohne sich selbst zu zerstören.
Dieser Bruch ist nur unter dem Druck der progressistischen Gruppen innerhalb eines „pastoralen” Konzils des „Aggiornamento” möglich gewesen.
Nur die beständige Neubekräftigung des katholischen Glaubens kann die Quelle der Einheit sein. Die Autorität des Papstes ist nur um diesen Preis zu gewinnen. Die Umstände, unter denen sie Petrus verliehen wurde, zeigen das in aller Klarheit.
Wie kann man diese ehrfurchtgebietende Autorität im Dienste eines Ökumenismus ausnützen, der Katholiken in Protestanten, in Atheisten oder in Charismatiker umwandelt!
Wir bitten Sie inständig, Eminenz, sich diese Gedanken zu vergegenwärtigen, wenn Sie den Nachfolger Petri wählen müssen. Wir bitten den Heiligen Geist, Ihnen Licht und Kraft zu geben, damit uns das Reich Unseres Herrn zukomme.
Haben Sie die Güte, hochwürdigste Eminenz, meine hochachtungsvolle und brüderliche Ergebenheit in Christus und Maria entgegenzunehmen.

+ Marcel Lefebvre

Ecône, 6. Oktober 1978
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