Fastenzeit (22. Tag) - Mittwoch nach dem 3. Fastensonntag PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 14. März 2012 um 10:16 Uhr

betende haende_2Gottes Gebote

1. Mit den Täuflingen nehmen wir heute am Grabe des heiligen Papstes und Martyrers Sixtus II. (gemartert 258) die Zehn Gebote entgegen, deren Text in der alten Kirche heute den Täuflingen zum Erwägen und Auswendiglernen übergeben wurde.

2. Wir sind im Geiste am Sinai. Donnerschläge, Blitze, Posaunenschall, der rauchende Berg künden die Nähe des heiligen Gottes. Mit Israel sind wir von Furcht ergriffen. „So spricht der Herr: Ehre deinen Vater und deine Mutter ..., Du sollst nicht töten. ..." „Die Furcht vor Ihm soll in euch sein, daß ihr nicht sündigt." „Macht euch keine Götzen aus Silber oder Gold. Erstellt vielmehr Mir einen Altar aus Erde" und bringet Mir auf ihm eure Opfer dar.

Die Zehn Gebote, die wir in der Stunde der heiligen Taufe entgegennahmen und auf die wir den Taufschwur ablegten, sind nichts anderes als der Ausdruck des Willens Gottes, heilig, weise, unantastbar wie Gott selbst, geboren aus der Güte, Weisheit, Gerechtigkeit und Heiligkeit Gottes. Kann es für uns etwas Besseres, Vernünftigeres, Heiligeres, Wichtigeres und Beglückenderes geben als den heiligen Willen, die Zehn Gebote Gottes? Wir haben in der heiligen Taufe die Gebote beschworen, da wir uns Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geiste zu eigen gaben. Wir erwählten heute wiederum den Weg Seiner Gebote. Sie bewegen sich um das „große Gebot": Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus ganzem Herzen, aus ganzer Seele, aus allen deinen Kräften. Und deinen Nächsten wie dich selbst."

Wie haben wir Gottes Gebote zu erfüllen? Nicht wie die Schriftgelehrten und Pharisäer des heutigen Evangeliums. Sie deuten Gottes unantastbares Gebot um, erfüllen es dem Scheine, dem Buchstaben nach, tun aber in Wirklichkeit ihren eigenen Willen mehr unter der Maske des Gebotes Gottes. Sie „heben das Gebot Gottes um ihrer Überlieferungen willen auf" (Evangelium). Menschensatzungen setzen sie an die Stelle des Gebotes und Willens Gottes. Das sei von uns, den Getauften, ferne! Wir ergreifen die Gebote Gottes mit heiliger Ehrfurcht, mit dem Glauben, daß in ihnen Gottes Wille sich ausspricht, mit dem Verlangen, ganz Seinen Willen zu tun und anzunehmen, aus heiliger, aufrichtiger Liebe zu Gott, zu Christus, aus dem Beweggrund, weil Er es will, weil es Ihm so lieb ist. Das Gebot, der Wille Gottes, ist unsere Freude. „Meine Speise ist es, daß ich den Willen dessen tue, der Mich gesandt hat" (Joh. 4, 34). In der heiligen Taufe sind wir dem eigenen Ich, dem Verlangen des alten Menschen, sich selber zu leiten, autonom zu sein, dem eigenen Willen und den eigenen Wünschen zu leben, gestorben: „Dein Wille geschehe!" „Ich bin gekommen (getauft), nicht meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat" (Joh. 6, 38). Hier liegt der Kern des christlichen Lebens: tot dem eigenen Willen, vorbehaltlos, blind vertrauend dem heiligen Willen Gottes zu leben, in den heiligen Willen Gottes einzugehen, in allem, aus Lust am Willen Gottes, am Gebote Gottes, an der Führung, Schickung, Vorsehung Gottes! Denken, leben wir so?

3. Im Opfergang der heiligen Messe legen wir heute unser Herz, unsern Willen auf die Patene: Wir wollen uns sterben, um im heiligen Willen Gottes aufzuerstehen und zu leben. „Herr, nimm mich mir und gib mich Dir." In der heiligen Kommunion durchdringt Er uns mit Seinem Geiste und mit Seiner Kraft, der nie einen eigenen Willen kannte, nie eine Zurücksetzung, Vernachlässigung des Gebotes des Vaters: „Meine Speise ist es, daß Ich den Willen dessen tue, der Mich gesandt hat." Lebt Er dieses Sein Leben wirklich in uns weiter? Ist unser Leben, wie das Leben des Herrn, ein vollkommenes Mitwollen dessen, was dem Vater lieb ist? (Joh. 8, 29.) Das muß doch die natürliche Frucht der Teilnahme am heiligen Opfer und des Empfanges der heiligen Kommunion sein.

Es fehlt uns Christen an der Ehrfurcht vor Gott, dem Göttlichen, dem Gebote, den Anordnungen Gottes. Wir halten nicht viel darauf, wir behandeln Gottes Gebote ehrfurchtslos, übertreten sie leichtsinnig. Hier liegen die Anfänge der Sünde und des Verderbens, das mit der Sünde über die Seele, die Familie, die Gemeinschaft kommt. „Erbarm Dich meiner, Herr" (Graduale). Herr, laß mir Dein Erbarmen widerfahren um Deines Namens willen" (Offertorium), jetzt, in der Feier der heiligen Messe. Tu mir, wenn Du in der heiligen Kommunion zu mir gekommen, „des Lebens Wege kund. Erfülle mich mit Deines Angesichtes (Deiner Gerechtigkeit) Wonne" (Communio), jetzt auf Erden, vollkommen dereinst im Himmel.

Gebet

Wir bitten Dich, o Herr, gib, daß wir, geschult in heilsamem Fasten, uns auch von schändlichen Leidenschaften freihalten und so Dein Erbarmen leichter erlangen.

Allmächtiger Gott, wir verlangen nach Deinem gnädigen Beistand und bitten, gewähre, daß wir, von allem Bösen befreit, Dir freudigen Herzens dienen. Durch Christus unsern Herrn. Amen.


E-Mail




 
 
Nationalwallfahrt Fulda 2014

 
Große Wallfahrt nach Nevers und Lourdes

lourdes 2014

 
Mitteilungsblatt

Gerne senden wir Ihnen das monatliche Informationsblatt der Priesterbruderschaft.

Button MB 2

 
Häufig gestellte Fragen

Meistgestellte Fragen

Stellenangebot Erzieherin/Betreuerin (St.-Theresien-Gymnasium)

intro st theresien

 
Brief an die Freunde und Wohltäter - neuer Rosenkranzkreuzzug

mgr fellay lab81

 
Offizielle Erklärung der Bischöfe der Bruderschaft

b weihen intro

 
Die katholischen Jugend der Tradition

tumbnail

 
Video von der Kirchweihe in Berlin (14 min)

kirchweihe berlin

 
Spenden

Helfen Sie mit!
Ihre Spende zählt!

 
Ein Tag im Kloster

schwestern video

 
Aus der Reihe Humor...

 
Helfen Sie dem Theresiengymnasium!

alt

 
Lesen Sie das...

 
Zusammenfassung

Wofür steht die Priesterbruderschaft St. Pius X.?