Priesterweihe (Ecône, 1988) PDF Drucken E-Mail

Predigt von S. E. Erzbischof Marcel Lefebvre
am 29. Juni 1988 in Ecône
(Priesterweihe)

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Meine geliebten Freunde,
meine geliebten Brüder!

Erlauben Sie mir, daß ich vor dieser schönen Zeremonie der Priesterweihe einige Worte an Sie richte. Zunächst möchte ich Seine Exzellenz Bischof de Castro Mayer mit einigen Worten begrüßen.
Für uns ist es eine große Ehre und eine große Ermutigung, Seine Exzellenz Bischof de Castro Mayer bei uns zu haben. Er ist der Altbischof von Campos in Brasilien, nicht weit von Rio de Janeiro entfernt. Umgeben von seinen treuen Priestern, hat er auf der anderen Seite des Ozeans ebenfalls den Kampf für die Tradition geführt. Einige seiner treuen Priester sind heute ebenfalls anwesend. Sie unterstützen ihn im Kampf für den Glauben. Dieser Kampf hat ihm die gleichen Verfolgungen eingebracht, die auch wir erleiden mußten und immer noch erleiden. Gestern hatte ich die Gelegenheit, eine kleine Broschüre zu lesen, die seine Priester zu seinem vierzigsten Bischofsjubiläum herausgegeben haben. In dieser Broschüre sind einige Hirtenbriefe von Bischof Antonio de Castro Mayer veröffentlicht. Gleich im ersten Hirtenbrief berichtet er über die Tradition! Unser Herr Jesus Christus hat Seinen Aposteln einen Schatz anvertraut, damit dieser Schatz von Generation zu Generation weitergegeben wird. Aufgrund dieser Tradition, das heißt kraft dieses Schatzes, führen wir unseren guten Kampf. Unser Herr Jesus Christus ist auf die Erde gekommen, um uns am Schatz des göttlichen Lebens teilhaben zu lassen. Gerade das macht uns zu Christen, zu Katholiken. Das ist das Entscheidende. Die Tradition ist die Vorbereitung auf das ewige Leben! Man kann das nicht als gering erachten! Das ist nicht nur ein Wort! Das ist eine tiefe Realität! Diese Realität führt uns zum ewigen Leben. Ohne die Tradition, das heißt ohne das Lehramt der Kirche aller Zeiten und ohne diesen Gnadenschatz der Teilhabe am Leben Unseres Herrn, können wir nicht das ewige Leben erlangen. Unser ewig währendes Leben steht also auf dem Spiel! Wenn wir so handeln, betreiben wir keine Folklore! Wir hängen nicht an ein paar Resten der Vergangenheit, von denen man sich leicht trennen könnte!
Seiner Exzellenz de Castro Mayer danke ich daher von ganzem Herzen, daß er heute zu uns gekommen ist. Er hat auf dem Konzil gekämpft. Wir kämpften gemeinsam, um zu verhindern, daß sich die Irrtümer des Liberalismus in den Konzilsdekreten verbreiten. Wir haben gemeinsam gekämpft und uns bei der öffentlichen Fortführung der Verteidigung der Tradition wiedergefunden. Während des Konzils haben eine beträchtliche Anzahl von Bischöfen zusammen mit uns gekämpft, nahezu 250. Als sie allerdings in ihre Diözesen zurückkehrten, führten Umstände dazu, daß sie zurückgetreten oder gestorben sind. Nun wird dieser Widerstand gegen alle beklagenswerten Folgen dieses liberalen Konzils nur noch von uns beiden weitergeführt. Selbst Paul VI. selbst hatte gesagt, daß es sich bei diesem Werk um die Zerstörung der Kirche handelt. Der Rauch Satans ist in die Kirche eingedrungen. Es ist recht und billig, daß Bischöfe gegen die Zerstörung der Kirche und gegen den Rauch Satans kämpfen.
Meine lieben Freunde, ich richte nun einige Worte an Sie. In wenigen Augenblicken werden Sie, durch die Auflegung unserer Hände und durch die Worte des Sakramentes der Priesterweihe, das Priestertum und die Salbung zum Priester empfangen.
Jeder von Ihnen hat in Seiner besonderen Umgebung gelebt. Vielleicht lebten Sie in einer mehr oder weniger christlichen Familie. Vielleicht sind Sie sogar in einer Familie aufgewachsen, die leider den Glauben verloren hat. Sie haben Ihre Familien, Ihre Schulen und Ihre Städte verlassen. Unser Herr hat Sie gerufen. Durch die Hilfe der Gnade kamen Sie nach Ecône. Warum? Vielleicht war Ihnen damals nicht vollkommen bewusst, welchen Kampf Ecône führt. Angezogen durch Ihren Wunsch, eine Ausbildung innerhalb der Tradition zu erhalten, kamen Sie nach Ecône. Für Sie hatte es den Anschein, daß eine Trennung von der Tradition auch eine Trennung von der Kirche bedeutet. Man würde Sakramente empfangen, die vielleicht zweifelhaft wären. Auf jeden Fall schien es Ihnen, daß Sie eine Ausbildung erhalten würden, die nicht den Grundsätzen des kirchlichen Lehramtes aller Zeiten entspricht. So haben Sie sich für diesen Schritt entschieden, nach Ecône zu gehen, der Ihnen ohne Zweifel Kritik eingebracht hat. Vielleicht kam diese Kritik von gewissen Priestern Ihrer Umgebung, vielleicht auch aus den Reihen Ihrer Familie. Sicher haben Sie unter dieser Kritik gelitten. Mit der Kraft Ihres Glaubens und mit der Gnade Gottes sind Sie trotzdem nach Ecône gekommen. Als erstes haben Sie die Statue des hl. Pius X. vorgefunden.
Was bedeutet diese Statue? Warum der hl. Pius X.? Der hl. Pius X. ist der Patron unserer Bruderschaft. Er war der letzte Papst, der heiliggesprochen wurde. Seine Heiligsprechung erfolgte aufgrund der lebendigen Kraft seines Glaubens und des glühenden Eifers, mit dem er die Irrlehren bekämpfte, die den Glauben zerstören. Das sagt auch die Oration vom Fest des hl. Pius. X. Der ehrwürdige Pius XII. hatte ihn aus diesem Grund heiliggesprochen. In ihm finden Sie das Vorbild der theologischen Wissenschaft, des Glaubens und des seelsorgerlichen Eifers. Zweifellos hat Sie der hl. Pius X. sogleich durch seine Ausgeglichenheit, seine Güte, seine Heiligkeit, seine Lebenskraft und durch die Stärke seiner Erscheinung gewonnen.
Dann sind Sie in das Haus eingetreten. Nach wenigen Schritten konnten Sie bereits die allerseligste Jungfrau Maria finden. Sie hatte ihre Arme ausgebreitet, um Sie zu empfangen. Diese Statue war auf den Speicher einer Kirche in Chambéry verbannt worden. Verlassen stand diese prachtvolle, aus Holz geschnitzte und vergoldete Statue aus dem 17. Jahrhundert auf diesem Speicher. Unsere Schweizer Freunde brachten diese Statue nach Ecône, damit sie hier aufgestellt wird und Sie empfängt. Diese prachtvolle Statue der „tutela domus“ ist die Schutzherrin dieses Hauses. Sie knieten sich vor ihr nieder und baten die allerseligste Jungfrau Maria, aus Ihnen einen guten Seminaristen und einen guten Priester zu machen.
Begleitet von einem älteren Seminaristen, besuchten Sie die Kapelle. Was haben Sie dort vorgefunden? Sie haben die traditionelle Kapelle gefunden, wie Sie sich eine Kapelle gewünscht und ersehnt haben. In der Mitte des Altares befindet sich die allerheiligste Eucharistie, Jesus Christus. Die kleine Lampe bedeutet zugleich, daß Jesus das Licht und die Wärme unserer Seelen ist. Diese dauernde Gegenwart ist nicht nur für die Menschen bestimmt, die auf der Erde sind, sondern auch für die Engel und für alle Auserwählten des Himmels. Über dem Tabernakel, der die wirkliche Gegenwart Unseres Herrn umschließt, konnten Sie ein schönes Kruzifix sehen. Der Altar trägt Unseren Herrn. Es ist der Altar von Kalvaria. Der Altar erinnert an Kalvaria und dadurch an das Opfer Unseres Herrn. Dies alles war bereits eine herrliche Lehre für Sie. Ich bin sicher, daß Ihr Herz durch diese Atmosphäre, die zweifellos etwas streng wirkte, bereits gewonnen war. Damals kamen Sie aus der Umgebung einer heute überaus freien Welt und traten in dieses Haus der Stille, der Sammlung und des Studiums ein. Bereits damals fühlten Sie ein wenig seine Disziplin auf Ihren Schultern lasten. Eine Disziplin ist überaus nötig und unentbehrlich. Wenn man ernsthaft studieren, nachdenken und beten will, benötigt man einen Ort der Stille und der Sammlung. Als man Ihnen Ihre Zelle angewiesen hatte, haben Sie dort sicher diese Stille und diese Sammlung gefunden. Vielleicht haben Sie zu sich gesagt: „In dieser Zelle werde ich nun sechs Jahre lang leben. Ein Jahr Spiritualität, zwei Jahre Philosophie, drei Jahre Theologie.“ Vielleicht ist Ihnen diese Zeit sehr lange vorkommen. Immerhin dauert es sechs Jahre, bis man die Stufe zum Priestertum erreicht hat! Vielleicht haben Sie sich gefragt: „Werde ich dieser Probe standhalten?“ Heute sind Sie hier. Sie sind bereit, das Priestertum zu empfangen. Ich bin sicher, daß Sie alle sagen: „Diese Zeit ist sehr schnell vergangen. Die Jahre sind vergangen, ohne daß wir es bemerkten.“
Im Laufe dieser Jahre sind Sie immer tiefer in den Schatz der Tradition eingedrungen. Diesen Schatz haben uns der hl. Pius X., die allerseligste Jungfrau Maria und Unser Herr Jesus Christus selbst in die Hände gelegt. Sie sind in die Wissenschaft, in die theologische Wissenschaft, in den Glauben, in das Licht Gottes in unserer Seele und in das Wort Gottes in unserem Geist eingedrungen. Wir lehrten Ihnen alle Artikel des Credo. Darüber haben Sie während Ihrer ganzen Studienzeit meditiert, in der Theologie und in der Philosophie. Gott ist der Schöpfer der sichtbaren und der unsichtbaren Dinge. Sein Sohn, Unser Herr Jesus Christus, ist unser Erlöser. Sie studierten „de Verbo Incarnato“, de Verbo Redemptore“, „de Deo Redemptore“ und alle diese herrlichen Kapitel der theologischen Wissenschaft, die in Ihre Seele eingedrungen sind! Sie konnten sich immer mehr davon überzeugen, daß die Mitte von allem, von Ihren Studien, von Ihrer Frömmigkeit, Ihrer Andacht und Ihres Herzens Unser Herr Jesus Christus ist. Es gibt nur noch ein Wort, das nunmehr Ihr Herz beherrscht, „Unser Herr“. Sie haben Ihm Ihre Seele geweiht. Er wird Ihnen heute die Gnade des Priestertums schenken. Ich bin nur ein armes Werkzeug in den Händen Gottes, um Ihnen die außerordentliche Gnade des Priestertums zu verleihen. Diese außerordentliche Gnade wird Sie Unserem Herrn Jesus Christus gleichförmig machen, mehr als irgendetwas anderes.
Eine überaus große Freude, meine lieben Freunde! Wie dankbar müssen Sie heute Unserem Herrn und der allerseligsten Jungfrau Maria sein, die uns alle Gnaden für diesen Vorzug und dieses Privileg geben, um Priester zu werden!
Wie lassen sich die Gesamtheit dieser Studien, die Atmosphäre des Seminars und diese Umgebung charakterisieren? Ich würde sagen, es ist der Geist der Anbetung und der Geist der Abhängigkeit. Ein wirkliches Seminar gibt uns bereits jetzt eine Vorstellung des Himmels, von der Anbetung im Himmel und von der Anbetung Unseres Herrn Jesus Christus. Eine wunderbare Abhängigkeit, der Gehorsam des Geistes, der Gehorsam unseres Willens, die Unterwerfung unseres Herzens, die Bereitwilligkeit unseres Geistes, in der wir die Wahrheit Unseres Herrn Jesus Christus empfangen! Gerade das erwarten die Gläubigen von Ihnen, meine Freunde. Sie vertreten die hier anwesenden Gläubigen und alle Gläubigen auf der ganzen Welt. Die Gläubigen kommen aus der ganzen Welt hierher. Sie sind Vertreter der ganzen Welt. Von Ihnen erwarten die Gläubigen, daß Sie ihnen die Wahrheiten der Tradition bringen. Diese Abhängigkeit von Gott, das ist die Christenheit. Die Christenheit ist eine Lebensordnung der Abhängigkeit von Gott, von der Herrschaft Unseres Herrn Jesus Christus. Er ist Unser König. Wir wollen, daß Er Unser König ist. Durch die Vermittlung unserer lieben himmlischen Mutter unterwerfen wir uns Unserem König. Die allerseligste Jungfrau Maria zeigt uns das Beispiel der Abhängigkeit von Jesus.
Im Seminar hat man Ihnen gelehrt, gerade vor den Menschen auf der Hut zu sein, die diesen Geist der Abhängigkeit untergraben und zunichte machen. Während der Zeit im Seminar konnten Sie genug darüber lesen und studieren. Sie wissen sehr gut, was dieser Geist der Unabhängigkeit ist, der leider im Menschen seit der Erbsünde immer vorhanden ist. Dieser Unabhängigkeitsgeist hat unsere Stammeltern zur Sünde verleitet. Durch alle Jahrhunderte hindurch hat sich dieser Geist der Unabhängigkeit gehalten. Der liebe Gott hat ihn bestraft. Er hat ein bestimmtes Volk unter Seine Abhängigkeit gestellt, damit es seine Abhängigkeit von Gott erlernt und die Abhängigkeit von Gott auf der Welt erhält. Trotzdem hat sich dieser Unabhängigkeitsgeist im Laufe der Jahrhunderte zu allen Zeiten gezeigt. Durch den Protestantismus hat er sich allerdings auf eine ganz besondere Art durchgesetzt. „Wir wollen frei sein! Freiheit! Wir wollen die Freiheit! Wir wollen die Unabhängigkeit! Wir wollen von der Kirche frei sein! Wir wollen von der Kirche nichts mehr wissen! Wir wollen von der römischen Kirche nichts mehr wissen! Wir wollen vom Heiligen Stuhl nichts mehr wissen! Wir wollen frei sein und machen können, was wir wollen! Wir wollen die Schrift auslegen, wie wir es wünschen! Wir wollen die Freiheit!“ Diese Sätze zeigen den Ausbruch des Unabhängigkeitsgeistes. Dieser Ausbruch des Geistes der Unabhängigkeit hat in Europa eine furchtbare Verbreitung erfahren. Auch in der übrigen Welt ist dieser Unabhängigkeitsgeist ausgebrochen. Im Namen der Freiheit, der Unabhängigkeit und der Rechte der Völker, über sich selbst zu verfügen, verbreitet sich der Geist in der Welt. Er fordert die Rechte der Völker, die Menschenrechte, die Rechte der Gesellschaft. Ein einziger furchtbarer Schrei aus der Hölle, hat zu Beginn der Revolution in der ganzen Christenheit ein wahres Erdbeben hervorgerufen. Der Geist der Unabhängigkeit hat sich bei der Französischen Revolution mit der offenen Proklamation der Menschenrechte und der Unabhängigkeit des Menschen gegenüber Gott gewalttätig ausgewirkt. Das ist der Liberalismus – ein falscher Begriff von der Freiheit und ein ungesundes Verlangen, die Abhängigkeit vom lieben Gott und vom Gesetz Gottes abzuschütteln.
Während des 19. und 20. Jahrhundert hat sich dieser Liberalismus sogar unter den Katholiken ausgebreitet. Wie haben die Päpste reagiert? Sie, meine lieben Freunde, konnten es studieren. In der Vorlesung über die Päpste des 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, hat man Ihnen die ständig wiederholten Verurteilungen des Liberalismus durch die Päpste vorgetragen. Dieser Liberalismus widerspricht der Tradition der Kirche von Grund auf! Man will nichts mehr von der Vergangenheit der Kirche wissen. Man will nicht mehr die Christenheit, in der Unser Herr Jesus Christus König ist, nicht nur in der Kirche, sondern auch in der Gesellschaft und in den Familien. Davon will man nichts mehr wissen. Es herrscht die Meinung: „Das ist zu Ende. Das ist eine abgelaufene Zeit. Diese Zeit ist vorbei!“
Leider hat das Zweite Vatikanische Konzil dieses Prinzip des Liberalismus übernommen. Reformen wurden eingeführt. Sie haben einander widersprechende Texte verfaßt, um sich gegen mögliche Einwände zu verteidigen, die man erheben könnte. In Wahrheit haben sie jedoch das Prinzip des Liberalismus angenommen, die Freiheit des Menschen. Die Folgen sind sofort eingetreten. Wenn man nicht glauben will, daß es sich bei diesen Texten tatsächlich um liberale Texte handelt, ist es ausreichend, sich die Folgen anzusehen! Die Folgen sind der Ökumenismus, der alle Religionen auf eine gleiche Ebene stellt, und die Laizisierung des Staates. Dieser Greuel in katholischen Staaten! Im Namen der Religionsfreiheit verlangte man von allen Staatsoberhäuptern, nicht länger die Bestimmung in ihren Verfassungen zu dulden, daß die katholische Religion die einzig wahre und von der Regierung anerkannte Religion ist. Man hat im Namen der Religionsfreiheit eine Laizisierung der Staaten verlangt. Es wäre falsch, wenn man sagen wollte, dies sei nicht das Prinzip des Liberalismus. Gerade dieses Prinzip hat der Liberalismus angestrebt und durchgesetzt. Die Laizisierung der Staaten gehört zu den Prinzipien der Freimaurerei! Machen Sie sich also auf einen Kampf gefaßt! Ich habe es bereits gesagt, dieser Kampf hat mit den Anfängen der Menschheit begonnen. Glauben Sie nicht, daß dieser Kampf beendet ist und daß man in Ihrer Zeit nicht mehr kämpfen muß. Sie sind die Repräsentanten der Tradition. Allen Verfolgungen und Schwierigkeiten, die man Ihnen nur machen kann, werden Sie ausgesetzt sein, gerade aus dem Grund, weil Sie die Tradition und die Abhängigkeit von Gott repräsentieren. Heute will man die Unabhängigkeit von Gott. Diese beiden Thesen lassen sich allerdings nicht miteinander vereinbaren. Wie sehr bitte ich den lieben Gott, liebe Freunde, daß Sie stark sein mögen. Seien Sie mutig, nach dem Beispiel unseres heiligen Patrons, des hl. Pius X. Bekehren und erhalten Sie die Seelen in der Tradition! Es wäre eine große Freude, wenn ich von Ihnen sagen könnte, daß Sie mit der Tradition fest verbunden sind. Dann sind Sie katholisch. Wenn Sie katholisch sind, können Sie nicht liberal sein. Selbst wenn die Autoritäten der Kirche wollen, daß Sie sich Ihnen unterwerfen und mit Ihnen liberal werden, haben Sie nicht nur das Recht, nicht zu gehorchen, sondern die Pflicht, ungehorsam zu sein, um katholisch zu bleiben. Sie haben sogar die Pflicht, darauf hinzuwirken, daß alle Gläubigen katholisch bleiben, die von Ihnen die Wahrheit erwarten. Achten Sie darauf, daß die Gläubigen nicht in den Liberalismus hineingezogen werden, der im Begriff ist, die Menschheit zu zerstören. Seien Sie also gute und glühende Apostel der Wahrheit! Bitten Sie die allerseligste Jungfrau Maria, daß sie Ihnen dabei hilft. Bitten wir alle während dieser Zeremonie darum!
Meine lieben Brüder, wir danken Ihnen allen und auch den lieben Schwestern. Sie sind heute in so großer Zahl gekommen. Wir danken auch allen Priester, die heute ebenfalls an dieser Zeremonie teilnehmen. Unser Dank gilt auch allen Freunden, die von überall hierher angereist sind. Sie geben mit Ihrer Anwesenheit ein Zeugnis der Liebe und des Beistandes im Glauben sowie ein Zeugnis des Glaubens an die Wahrheit Unseres Herrn Jesus Christus. Sie treten mit Ihrer Anwesenheit für die Herrschaft Unseres Herrn Jesus Christus ein. Meine lieben Gläubigen, beten Sie! Beten Sie, daß der liebe Gott uns Berufungen schickt, damit die Priester auf der ganzen Welt zahlreicher werden. Diese Priester werden Sie immer im katholischen Glauben erhalten. Sie werden Sie auf das ewige Leben vorbereiten, auf das Sie zugehen wollen, und an dem Sie eines Tages mit den Ihren, die schon Auserwählte im Himmel sind, teilhaben wollen.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
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