Priesterweihe (Ecône, 1987) PDF Drucken E-Mail

Predigt von S. E. Erzbischof Marcel Lefebvre
am 29. Juni 1987 in Ecône
(Priesterweihe)

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Meine geliebten Brüder!

Danken wir Gott. Er hat erlaubt, daß wir uns wieder in Ecône zusammenfinden konnten und an der herrlichen Zeremonie der Priesterweihe teilnehmen dürfen. Die Priesterweihe stellt die Daseinsberechtigung und die Krönung unserer Seminare dar. Seminare ohne Priesterweihen wären keine Seminare der Kirche. Sie wären nicht mehr katholisch. Danken wir Gott für die Freude, diesen neuen Priestern die Hände auflegen zu dürfen. Danken wir Gott, der uns gewährt, daß unsere Seminare weiterbestehen und sich sogar gut weiterentwickeln. Aus Ecône ist Flavigny hervorgegangen. Daher kann eine weit größere Anzahl junger Menschen, die wahre katholische Priester werden wollen, die Ausbildung und die notwendigen Gnaden erhalten, um wahre und heiligmäßige Priester zu werden.
Meine lieben Freunde, zuerst will ich einige Worte der Erbauung und der Ermutigung an Sie richten. Sie werden für die katholische heilige Messe geweiht, nicht für die neoprotestantische Messe. Die katholische heilige Messe war, ist und bleibt für immer die erhabene Hauptaufgabe des Priesters. Sie ist die erhabene Aufgabe des christlichen Lebens. Diese heilige Messe zu verändern bedeutet, den Inbegriff des Priestertums, des Christlichen und des Katholischen zu verändern. Diese heilige Messe umgibt wahrhaft das Kreuz Jesu und setzt das Kreuz Jesu fort. Der Vorhang des Tempels ist zerrissen, weil Jesus am Kreuz gestorben ist. Das Alte Testament ist untergegangen, um dem Neuen Testament Platz zu machen. Ist jetzt alles anders geworden? Ja und nein. Zweifellos wurden die Riten des alten Gesetzes Gottes und eine gewisse Auffassung des Gesetzes Gottes geändert. Aber der wesentliche Inhalt des Gesetzes im Alten Testament hat sich in eine gewaltige neue Fassung des Gesetzes der Liebe verwandelt.
Der Dekalog beinhaltet nichts anderes, als Gott und seinen Nächsten zu lieben. Unser Herr Jesus Christus hat uns das gesagt. Dieses Gesetz der Liebe ist von nun an nicht mehr nur auf Steintafeln geschrieben. Es ist eingeprägt in das Opfer Unseres Herrn Jesus Christus. Er ist das Gesetz der Liebe. An Seinem Kreuz hat er das bezeugt. Unser Herr konnte dieses Gesetz Seiner Liebe und Seiner Barmherzigkeit nicht schöner offenbaren, als dafür am Kreuz zu sterben, zur Verherrlichung Seines Vaters und zum Heil der Seelen. Dieses Gesetz der Liebe, meine lieben Freunde, predigt uns Jesus am Kreuz und alle Tage im heiligen Meßopfer. Es ist das Gesetz der Liebe, das durch die Taufgnade in Ihrem Herzen eingeprägt ist. Die Taufgnade hat Sie wahrhaft umgewandelt und Sie zutiefst mit Unserem Herrn Jesus Christus vereinigt. Dadurch verwirklichen Sie Sein Gesetz der Liebe und der Barmherzigkeit.
Das heilige Meßopfer werden Sie so feiern, wie der liebe Gott Ihnen die Gnade dazu verliehen hat. Wenn Sie es, so hoffe ich, alle Tage Ihres Lebens so feiern, wird Ihnen das heilige Meßopfer diese Taufgnade erhalten. Ihre Taufpaten und Taufpatinnen haben für Sie gesagt, daß Sie an Unserem Herrn Jesus Christus festhalten und sich von den Versuchungen dieser Welt abkehren wollen. Wiederholen Sie das von nun an alle Tage Ihres Lebens: Mein Gott, o Jesus, ich halte an Dir fest, für immer. Ich will Dein Priester sein, der das Gesetz der Liebe predigt, durch das Beispiel und durch das Wort. Laß mich diese Welt und ihre Versuchungen meiden! Bewahre mich vor allen Einflüssen dieser Welt, die dem Satan zu Diensten ist und ihm mit dem Ungehorsam gegen Gott dient!
Vor dem Kreuz Unseres Herrn Jesus Christus, vor Seinem Leib und Seinem Blut, die Sie auf dem Altar vor sich haben werden, wird Ihre Seele Trost finden. Durch die Wandlungsworte werden Sie selbst Unseren Herrn Jesus Christus vom Himmel herabkommen lassen. Ein erhabenes Geheimnis. Gott gehorcht den Menschen, um sein Opfer darzubringen und fortzusetzen. Das wird die Hauptaufgabe Ihres priesterlichen Lebens sein. Erfüllen Sie die Seelen, die zu Ihnen kommen. Durchdringen Sie die Seelen, die an Ihrem heiligen Meßopfer teilnehmen, mit den Gefühlen der Liebe zu Gott und zum Nächsten, bis zur Hingabe seiner selbst. Bleiben Sie nach dem Vorbild Unseres Herrn Jesus Christus bis zur Selbstaufopferung mit Unserem Herrn Jesus Christus vereint. Wenn es sein muß, bleiben Sie mit Ihm vereint bis zum Tod, bis zum Vergießen des eigenen Blutes. Das soll die Richtschnur Ihres Lebens bleiben.
Halten Sie auf Leben und Tod an diesem heiligen Meßopfer fest, das Sie heute mit mir feiern werden. Lassen Sie sich nicht von den Attraktionen und Verlockungen dieser Welt verführen. Damit will man dieses heilige Meßopfer zu einer rein menschlichen Versammlung machen. Ich wünsche mir sehnlichst, daß Sie diese Gesinnung Ihr ganzes priesterliches Leben lang bewahren. Werden Sie Apostel, wie Ihre älteren Mitbrüder, wohin Sie auch immer gesandt werden. Auch die heute hier anwesenden lieben Priester sind glücklich, Ihnen ihre Hände auflegen zu dürfen. Sie sind Priester Unseres Herrn Jesus Christus, Priester der gekreuzigten Liebe, Priester des gekreuzigten Christus. Dies sind keine Priester nach dem Geschmack der Welt.
Meine lieben Brüder, während dieser heutigen Zeremonie zur Priesterweihe, möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen, den gegenwärtigen Stand der Dinge festzustellen und zu der Lage, in der wir uns heute befinden, einige Wort an Sie richten. Ich muß es aussprechen. Ich kann nicht schweigen. Ich kann es nicht verbergen. Dieses Jahr war ein schweres und sehr bedrohliches Jahr für die katholische Kirche, für uns Katholiken und für die katholischen Priester. Sie wissen aus verschiedenen erschienen Veröffentlichungen, daß ich auf Zeichen der Vorsehung gewartet habe, um Akzente zu setzen, die mir für das Weiterbestehen der katholischen Kirche notwendig erscheinen. Ich muß gestehen, ich bin überzeugt, daß diese Zeichen gekommen sind. Um welche Zeichen handelt es sich? Es sind zwei Zeichen: Assisi und die Antwort aus Rom auf die Einwände, die wir gegen die Religionsfreiheit übersandt hatten. Assisi fand am 27. Oktober statt. Allerdings muß ich sagen, daß die Antwort aus Rom auf unsere vorgebrachten Einwände hinsichtlich der Religionsfreiheit, wesentlich schwerwiegender ist, als Assisi. Diese Antwort erhielten wir im Laufe des Monats Januar, also erst nach Assisi. Assisi ist eine historische Tatsache, eine Handlung. Die Antwort auf unsere Einwände gegen die Religionsfreiheit ist allerdings eine grundsätzliche Stellungnahme, eine Grundsatzerklärung, und daher viel ernster. Es ist etwas anderes, einfach eine unglaubliche, skandalöse Tat zu begehen, als öffentlich die Verantwortung für falsche und irrige Prinzipien auf sich zu nehmen. In der Praxis führen diese zu Schlußfolgerungen, die verheerend sind!
Die Vorsehung hat es daher gewollt, daß wir durch das Zusammentreffen verschiedener Umstände ein Buch verfaßt haben, das vor einigen Tagen erschienen ist: „Ils L'ont découronné. Sie haben Ihn entthront.“ Wen? Wer wurde entthront? Unser Herr Jesus Christus! Wer hat Ihn entthront? Die römischen Behörden! Diese Entthronung zeigt sich völlig offenkundig in der Zeremonie von Assisi. Jesus Christus ist entthront. Er ist nicht mehr der König, der allumfassende König, den wir verkünden. Vom Weihnachtsfest bis zu Seiner Himmelfahrt verkünden alle liturgischen Feste das Königtum Unseres Herrn Jesus Christus. Während des ganzen Kirchenjahres singen wir: Rex Regum, Dominus Dominorum, König der Könige, Herr der Herren ist Unser Herr Jesus Christus. Anstatt das Königtum Unseres Herrn zu verherrlichen, richtet man ein Pantheon aller Religionen ein. Ein Pantheon aller Religionen hatten sich bereits die heidnischen Kaiser in Rom erbaut und eingerichtet. Dieses Pantheon haben sich die heutigen römischen Behörden selbst eingerichtet. Ein ungeheuerlicher Skandal für die katholischen Seelen. Die katholischen Seelen beginnen bereits, das allumfassende Königtum Unseres Herrn Jesus Christus zu bezweifeln. Genau diese Haltung nennt man Liberalismus. Der Liberalismus ist die Einführung der Freiheit des Menschen gegenüber Gott. Daraus folgt, daß der Mensch, an welche Religion er auch immer glaubt, auf sie hofft und sie bekennt, ebenso achtbar ist wie die Menschen, die erklären, sich zur wahren Religion zu bekennen. Auf der anderen Seite ist der Staat, die bürgerliche Gesellschaft, nicht mehr in der Lage, die wahre Religion zu erkennen. Aus Rom haben wir ein Dokument erhalten, das dies erklärt! Der Staat ist in Sachen der Religion nicht kompetent. Er kann nicht entscheiden, welches die wahre oder die falsche Religion ist. Deshalb muß er es dulden, daß sich in diesem autonomen gesellschaftlichen Raum, wie es genannt wird, der praktisch der Lebensbereich des Staates ist, alle religiösen Irrtümer entwickeln, egal welche. Der Mensch ist frei. Er ist frei, seine eigene Religion zu haben.
Wir sagen: Nein! Die heilige Messe zeigt es uns. Es gibt ein Gesetz der Liebe. Unser Herr Jesus Christus am Kreuz ruft uns dieses Gesetz zu. Er verkündet und predigt es uns: Ihr müßt dem Gesetz der Liebe gehorchen! Wer immer dem Gesetz der Liebe nicht gehorcht, ist des ewigen Lebens nicht würdig. Es ist also ein zwingendes Gesetz. Wir sind nicht frei. Es steht uns nicht frei, unsere eigene Religion zu wählen. Es gibt nur eine einzige Religion. Es ist die Religion Unseres Herrn Jesus Christus. Er selbst hat es von Seinem Kreuz herab verkündet. Der Liberalismus ist zum Idol unserer modernen Zeit geworden. Dieses Idol wird heute in den meisten Ländern auf der ganzen Welt, selbst in den katholischen Ländern, angebetet. Es ist die Freiheit des Menschen gegenüber Gott. Diese Menschen bieten ihren Trotz gegenüber Gott auf. Sie schaffen sich ihre eigenen Gebote und ihre eigene Religion. Dies ist der Liberalismus mit seinen Geboten, seinen Menschenrechten, seinen laizistischen Vereinigungen und Staaten, und seinem laizistischen Unterricht ohne Gott. Gottlosigkeit. Das ist der Liberalismus.
Wie ist es möglich, daß die römischen Behörden zu diesem Liberalismus ermutigen? Sie bekennen sich zu diesem Liberalismus im Dekret über die Religionsfreiheit. Nach meiner Überzeugung ist das eine überaus ernste Angelegenheit. Rom ist in der Finsternis des Irrtums versunken. Es ist unmöglich, daß wir darüber hinweggehen. Wie können wir dieses Geschehen, das sich in Assisi abspielte, mit unseren katholischen und mehr noch, mit unseren priesterlichen Augen sehen? Die Kirche des hl. Petrus wurde den Buddhisten zur Verfügung gestellt, damit sie ihren heidnischen Kult abhalten konnten! Ihren Götzen stellten sie auf den Tabernakel Unseres Herrn Jesus Christus, des Königs der Könige. Ihre heidnischen Zeremonien haben sie vor diesem Tabernakel vorgenommen. Ohne Zweifel war dieser Tabernakel vom Allerheiligsten bewohnt, besiegt von Buddha, ihrem Götzen. Dies geschah in einer katholischen Kirche, in der Kirche Unseres Herrn Jesus Christus! Diese Tatsachen sprechen für sich! Wir können uns keinen furchtbareren Irrtum vorstellen. Wie ist das möglich? Überlassen wir die Antwort dem lieben Gott. Er lenkt alles. Unser Herr Jesus Christus ist der Herr über alles Geschehen. Er kennt die Zukunft dieser Macht des Irrtums über Rom und seine höchsten Behörden, vom Papst bis zu den Kardinälen und allen Bischöfen der Erde, die diesen Ideen folgen. Alle Bischöfe dieser Welt folgen diesen irrigen Ideen des Konzils mit ihrem Ökumenismus und ihrem Liberalismus. Gott allein weiß, wohin das alles führen wird.
Wenn wir katholisch bleiben und die Kirche fortsetzen wollen, besteht für uns eine unabdingbare Pflicht. Es ist eine schwere Pflicht. Diese Pflicht zwingt uns vor allem, die Anzahl der Priester zu erhöhen, die an Unseren Herrn Jesus Christus glauben, an Sein Königtum über die Gesellschaft, gemäß der Lehre der Kirche. Ich bin glücklich, daß dieses Buch über den Liberalismus heute erschienen ist. Ziehen Sie Ihren Nutzen daraus, meine lieben Freunde, damit Sie den Kampf, den wir führen, besser verstehen können. Es ist kein menschlicher Kampf. Wir ringen mit dem Satan. Dieser Kampf fordert unseren restlosen Einsatz. Wir müssen gegen den kämpfen, der die Kirche von Grund auf zerstören will. Er will das Werk Unseres Herrn Jesus Christus zerstören. Seit der Geburt Unseres Herrn wollte der Satan den Mystischen Leib Unseres Herrn Jesus Christus vernichten. Er will es auch weiterhin. Der Satan will das Königtum Unseres Herrn Jesus Christus mit allen seinen Einrichtungen zerstören. Werden wir uns dessen bewußt, wir leben in einem dramatischen, apokalyptischen Kampf. Wir dürfen diesen Kampf nicht mehr verharmlosen. In dem Maß wir diesen Kampf verharmlosen, verringert sich unsere Kampfkraft. Wir werden Schwächlinge und wagen es nicht mehr, die Wahrheit und das Königtum Unseres Herrn Jesus Christus über die Gesellschaft zu verkünden. Das hat einen schlechten Klang in den Ohren der laizistischen und gottlosen Welt. Für die Welt ist es eine Torheit, wenn man sagt, daß Unser Herr Jesus Christus über die Gesellschaft herrschen muß. Über uns wird gesagt, wir wären rückständig, altmodisch, im Mittelalter erstarrte Menschen. Man sagt, diese Zeit ist vergangen, zu Ende und vorbei. Es kommt nicht mehr in Frage, daß Unser Herr Jesus Christus über die Gesellschaft herrscht.
Sollen wir uns vor dieser öffentlichen Meinung fürchten? Die Welt ist gegen uns, weil wir das Königtum Unseres Herrn Jesus Christus bejahen. Wir wundern uns nicht, daß unsere Kundgebungen für das Königtum Unseres Herrn Jesus Christus auf eine ganze Armee stößt, die vom Satan dirigiert wird. Man will uns zerstören, um zu verhindern, daß wir Einfluß gewinnen könnten. Diesen Einfluß will man zerstören. Nein, im Gegenteil, wir sind glücklich. Heute dürfen wir diese Priesterweihen vornehmen! Der liebe Gott hat uns dieses Werk in die Hände gelegt. Wir dürfen dieses Werk nicht im Stich lassen. Davon sind wir überzeugt. In Wahrheit habe nicht ich dieses Werk gegründet. Unser Herr Jesus Christus hat dieses Werk unter ganz unglaublichen und glücklichen Umständen gegründet! Nach fünfzehn Jahren des Bestehens unserer Bruderschaft, hat sie ein weltweites Ausmaß erreicht. Um uns herum und mit uns, sind, Gott sei Dank, noch viele andere Werke von Ordensmännern und Ordensfrauen entstanden. Viele sind heute anwesend. Sie sind ebenso aufgestanden, um das Königtum Unseres Herrn Jesus Christus zu verkünden. Auch sie wollen unseren Herrn Jesus Christus nicht verlassen. Sollen wir Ihn verlassen? Sollen wir die Kirche in diesem Zustand des Leidens zurücklassen, dem sie heute ausgesetzt ist? Sollen wir ihr etwa nicht zu Hilfe kommen? Was wird aus den Seelen, wenn niemand mehr die Gottheit Unseres Herrn Jesus Christus verkündet? Was wird aus den Seelen, wenn sie nicht mehr die wahre Gnade erhalten, die unsere Seele braucht? Das alles ist offenkundig notwendig. Davon sind wir überzeugt. Es ist deshalb wahrscheinlich, daß ich mir Nachfolger geben werde, um dieses Werk fortzusetzen. Rom befindet sich im Dunkeln. Rom kann derzeit nicht mehr die Stimme der Wahrheit hören. Rom hört nicht mehr auf die Stimme der Wahrheit. Was ist zu tun?
Wie hat Rom auf unsere Einwände reagiert? Seit zwanzig Jahren gehe ich nach Rom. Ich schreibe Briefe, führe Gespräche und sende offene bischöfliche Manifeste nach Rom. Ich will den Verantwortlichen in Rom damit sagen: Folgt der Tradition. Kehrt zur Tradition zurück. Ansonsten wird die Kirche zugrunde gehen! Ihr wurdet als Nachfolger der Personen eingesetzt, die die Kirche aufgebaut haben. Ihr müßt damit fortfahren, die Kirche aufzubauen, Ihr dürft sie nicht mehr weiter zerstören! Sie sind taub. Sie hören nicht auf unser Rufen. Das letzte Dokument, das wir gerade aus Rom erhalten haben, ist ein voller Beweis dafür. Die Verantwortlichen in Rom schließen sich in ihrem Irrtum und in ihrer Finsternis ein. Diese Haltung muß zum Abfall der Seelen vom Glauben und zum Erlöschen der Gottheit Unseres Herrn Jesus Christus und des christlichen katholischen Glaubens in den Seelen führen.
Wenn Gott es von uns verlangt, werden wir nicht zögern, für uns Weihbischöfe zu konsekrieren, um dieses Werk fortzusetzen. Wir können nicht glauben, daß es der Wille Gottes ist, dieses Werk zu zerstören und zu beenden. Es kann nicht der Wille Gottes sein, daß dieses Werk nicht mehr fortgesetzt wird und die Seelen im Stich gelassen werden, wenn die Kirche dadurch keine Hirten mehr hätte. Wir müssen uns darüber im klaren sein. Wir leben in einer ganz besonderen Art von Zeit. Die Situation ist außergewöhnlich, besonders außergewöhnlich, was Rom betrifft. Lesen Sie die Zeitung „si si no no“. Die Schwestern, Herausgeber dieser Zeitung, sind zu unserer Freude heute anwesend. Sie besuchen heute Ecône, um hier die Ermutigung für das Werk zu finden, das sie vollbringen. Die Zeitung „si si no no“ liefert uns genaue Angaben über die Situation in Rom. Es ist wirklich eine unwahrscheinliche Situation, die in der Geschichte noch nie dagewesen ist! Gerade habe ich es erwähnt. Der Papst ist gewissermaßen der Wärter des Pantheons aller Religionen. Er macht sich zum Hohenpriester des Liberalismus. Gab es jemals eine derartige Situation innerhalb der Kirche? Was sollen wir angesichts dieser Tatsachen unternehmen? Weinen! Wir weinen! Unser Herz ist zerschlagen und voll von Schmerzen, wenn wir diese Lage betrachten. Wir würden unser Leben und unser Blut hingeben, um diese Situation zu ändern. Die Lage und die Situation des Werkes, das Gott in meine Hände legte, ist jedoch äußerst verworren. In Rom herrscht Finsternis. Die römischen Behörden verharren mit Hartnäckigkeit im Irrtum. Die verantwortlichen Personen, die die Amtssitze in Rom einnehmen, weigern sich, zur Wahrheit und zur Tradition zurückzukehren. Der liebe Gott verlangt offensichtlich von uns, dafür zu sorgen, daß die Kirche fortbesteht. Mit großer Wahrscheinlichkeit werde ich Bischofsweihen vornehmen müssen, noch bevor ich dem lieben Gott Rechenschaft über mein Leben abgeben muß.
Meine lieben Freunde, meine lieben Brüder, beten wir von ganzem Herzen zur allerseligsten Jungfrau Maria. Am 22. August werden wir nach Fatima gehen, um Unsere liebe Frau von Fatima um ihre Hilfe zu bitten. Man wollte ihr Geheimnis veröffentlichen. Allerdings hat man die Botschaft der allerseligsten Jungfrau Maria vergraben. Diese Botschaft sollte ohne Zweifel das verhindern, was sich heute abspielt. Wenn ihre Botschaft bekannt geworden wäre, wären wir wahrscheinlich nicht so weit gekommen. Die Situation in Rom wäre nicht so, wie sie heute ist. Die Päpste weigerten sich, die Botschaft der allerseligsten Jungfrau Maria zu veröffentlichen. Die von ihr angekündigten Strafen sind daher eingetroffen. Der in der Heiligen Schrift angekündigte allgemeine Abfall vom Glauben ist Wirklichkeit geworden. Die Ankunft des Antichristen ist offensichtlich sehr nahe. In dieser völlig außergewöhnlichen Situation müssen wir zu außergewöhnlichen Mitteln greifen. Meine lieben Freunde, meine lieben Brüder, bitten wir während dieser heiligen Messe ganz besonders die hll. Apostel Petrus und Paulus, die für die Kirche verantwortlich sind. Bitten wir sie, daß sie uns erleuchten, uns helfen, uns Kraft und Weisheit geben, um ihr Werk fortzusetzen. Bitten wir, daß wir dem Werk der hll. Apostel Petrus und Paulus und aller ihrer Nachfolger nachfolgen dürfen.
Wenden wir uns vor allem an die allerseligste Jungfrau Maria. Weihen wir uns selbst, unsere Familien und unsere Gemeinwesen den Herzen Jesu und Mariens!

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
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