Wofür steht die Piusbruderschaft? PDF Drucken E-Mail

Frage 8Die Priesterbruderschaft St. Pius X. bekennt sich aus ganzem Herzen zu folgenden Glaubenswahrheiten und sittlichen Normen:

1. Das Dasein eines persönlichen, ewigen, allmächtigen, allwissenden und allweisen Gottes läßt sich mit der Vernunft aus der Schöpfung erkennen (Röm 1,20). Die Quelle aller Übel unserer Zeit liegt im Abfall der Menschen von diesem ihrem Schöpfer und letzten Ziel. Sie zollen ihm weder Anbetung noch Danksagung für seine unzähligen Gaben, Wohltaten und Gnaden.

2. Dieser Gott hat sich uns in Jesus Christus geoffenbart: Er ist Vater, Sohn und Heiliger Geist, ein Gott in drei Personen. Es gibt außer ihm keinen Gott, weder Allah, noch Buddha, noch Schiwa.

3. Die zweite göttliche Person hat eine menschliche Natur angenommen, einen Leib und eine Seele, und ist uns in allem gleich geworden, die Sünde allein ausgenommen, um uns von unseren Sünden zu erlösen. Jesus Christus ist also wahrer Gott und wahrer Mensch. Folglich hängen das zeitliche und das ewige Heil eines jeden Menschen von dessen Beziehung zu diesem Erlöser ab. Führen wir zwei Worte aus dem Munde Christi an: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. So gehet hin und macht alle Völker zu Jüngern, indem ihr sie tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und sie alles halten lehrt, was ich euch geboten habe“ (Mt 28,18); „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Joh 14,6).

Die Annahme des Glaubensgutes ist indes immer eine freie Entscheidung des einzelnen Menschen; niemand wird zum Glauben gezwungen. Wer aber schuldhaft diesen Glauben ablehnt, kann nicht gerettet werden.

4. In seinem Opfertod am Kreuz hat Christus eine Kirche gegründet, seine makellose Braut, die er eingesetzt hat, um sein eigenes Erlösungswerk nach seiner Rückkehr zum Vater durch sie in Raum und Zeit fortzusetzen. Ihr sendet er den Heiligen Geist, der sie belehrt und vor allem Irrtum bewahrt, der sie heiligt und leitet. Ihr hat er seine gesamte Lehre, sein Gesetz und seine Gnadenmittel anvertraut, insbesondere sein Kreuzesopfer und die sieben Sakramente, zu feiern und zu verwalten durch das von ihm gestiftete Priestertum des Neuen Bundes.

5. Die heilige Messe als unblutige Erneuerung des Geschehens auf Golgotha ist ein wahres Opfer. In der heiligen Kommunion empfangen wir den geopferten Christus, der in der Hostie wahrhaft, wirklich und wesentlich gegenwärtig ist.

6. Der Herr hat am Abend nach seiner Auferstehung die Beichte als Sakrament der geistigen Auferstehung aus Schuld und Sünde eingesetzt. Die Nachlassung der Sünden setzt das persönliche Bekenntnis voraus. Allgemeine Bußfeiern sind dafür allenfalls eine Vorbereitung; sie haben keine sakramentale Kraft und lassen darum aus sich selbst keine Sünden nach.

7. Die Kirche ist göttlich und menschlich zugleich. Sie ist eine, heilig, katholisch oder allgemein, apostolisch und auf den römischen Papst als Stellvertreter Jesu Christi auf Erden gebaut. Er ist unfehlbar, wenn der als oberster Hirt und Lehrer eine Glaubens- oder Sittenlehre endgültig entscheidet, die dann von der ganzen Kirche festzuhalten ist.

8. Aus ganzem Herzen lieben wir die außerhalb der Kirche stehenden Menschen und beten für sie. Um dieser Liebe willen laden wir sie zur Teilhabe an den Reichtümern und Gnaden dieser Kirche ein. Keine der Konfessionen und Religionen außerhalb der vom Gottmenschen selbst gestifteten Kirche ist ein Weg des Heils. Trotz der Wahrheits- und Heilselemente, die sich in ihnen finden können, führen sie entweder von Christus oder von der von Christus gestifteten Kirche weg.

9. Maria, die Mutter Jesu, ist wahre Gottesgebärerin. In Hinordnung auf dieses Amt hat sie Gott im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi vor allem Makel der Erbsünde bewahrt. Wir verehren sie als die Unbefleckte Empfängnis, Inbegriff aller geschaffenen Reinheit und Schönheit. Sie war Jungfrau vor der Geburt; sie ist es in der Geburt; sie blieb es nach der Geburt. Auf wunderbare Weise ging Jesus Christus aus ihr hervor, wie das Licht durch das Glas bricht, ohne es zu verletzen, oder wie der Herr nach seiner Auferstehung bei verschlossenen Türen aus- und einging. Sie selbst ruft in ihren Erscheinungen in Lourdes und Fatima die Menschen zu Buße und Gebet auf.

10. Die Heiligen des Himmels sind schon vollendeter Teil der Kirche Jesu Christi; insbesondere gilt dies für die allerseligste Jungfrau Maria, die nicht nur der Seele, sondern auch dem Leibe nach endgültig verherrlicht ist und in der beseligenden Anschauung Gottes als Vermittlerin aller Gnaden wirkt.

11. Wahrheit, Glaube und Moral sind durchaus unwandelbar und objektiv, also alle Menschen gleich verpflichtend, denn Gott bleibt immer derselbe, wie auch Jesus Christus immer derselbe ist. Und so ist die menschliche Natur durch alle Völker, Kulturen und Zeiten hindurch dieselbe: Sie ist von der Erbsünde gekennzeichnet und bedarf ohne Ausnahme der Erlösung.

12. Die menschliche Seele ist unsterblich, sie lebt nach der Trennung vom Leibe und dem Einzelgericht Gottes entweder im Himmel oder am Orte der Reinigung oder am Ort der immerwährenden Qual weiter.

13. Die Tötung des ungeborenen Kindes im Mutterschoß ist ein Verbrechen und eine schwere Sünde. Indes gilt stets Gottes verzeihende Liebe jenen vom Reueschmerz erfüllten Müttern, die sich in äußerster Bedrängnis einer solchen Tat schuldig gemacht haben.

14. Der Mensch hat nicht die Freiheit, seinem Leben – und sei dieses auch von großen Leiden und Schmerzen gekennzeichnet – ein Ende zu setzen. Die Euthanasie vergeht sich schwer gegen den Schöpferwillen Gottes.

15. Fassen wir zusammen: Der dreifaltige Gott – Jesus Christus – die Kirche sind drei untrennbar miteinander verbundene Wirklichkeiten. „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“ (Joh 20,21). „Wer euch hört, hört mich; wer euch verwirft, verwirft mich; wer aber mich verwirft, verwirft den, der mich gesandt hat“ (Lk 10,16). Man kann nicht an Gott glauben, ohne den fleischgewordenen Gott anzunehmen. Man kann nicht Jesus Christus annehmen ohne die von ihm gestiftete Kirche, seine Kirche. „Gott ja, Christus nein“ ist genauso unmöglich wie „Christus ja, Kirche nein“. Geben wir aufrichtig zu: Wenn Gott selber Mensch geworden, zu unserer Erlösung an einem Kreuz gestorben und die Kirche zur Fortsetzung dieses Erlösungswerkes als göttliche Stiftung eingesetzt hat, dann kann es keinen anderen Heilsweg geben.


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