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Inmitten einer Unmenge von Bischöfen und Priestern, die zu Adepten des Zeitgeistes geworden sind und den Ideen der Aufklärung willig den Steigbügel halten, ist es erfreulich und mutbringend, einen Prediger zu hören, der nicht Angst hat anzuecken. Prälat Imkamp hat bei einer jüngsten Wallfahrt der Marianischen Frauenkongregation aus Regensburg den Mut zu solchen Worten gehabt. Den ÖKT bezeichnete er als einen "Parteitag des Zeitgeistes". Bei der Wallfahrt zum Gnadenbild Maria Vesperbild war übrigens auch Fürstin Gloria von Thurn und Taxis mit dabei.
Lesen Sie hier einen Artikel aus der Augsburger Allgemeinen vom 16. 05. 2010. (Bild: Prälat Imkamp vor der Wallfahrtskirche)
Maria Vesperbild / Bereits zum vierten Mal begab sich die Marianische Frauenkongregation aus Regensburg zur Wallfahrt nach Maria Vesperbild. Bei kühler Witterung wurde die Pilgergruppe am Ende der Lindenallee von der Geistlichkeit, mit Prälat Dr. Wilhelm Imkamp an der Spitze, in Empfang genommen. Einem kleinen Ministranten war es vorbehalten, Fürstin Gloria per Handschlag willkommen zu heißen. Unter Glockengeläut zogen Geistliche und die über 100-köpfige Pilgerschar in die Wallfahrtskirche ein. Ein Bläserquartett spielte auf der Orgelempore einen festlichen Choral.
Das Pilgeramt hielt Wallfahrtsdirektor Imkamp. Zu Beginn seiner Predigt ging er auf die vielen Karten ein, die weitgehend Geld als Zahlungsmittel ersetzen oder den Eingang, wie beispielsweise in Hotelzimmer, ermöglichen. Er wolle jetzt aber den Leuten ans Portemonnaie gehen mit einer ganz neuen Karte. Die „Magna Card“ mit dem Bildnis der Gottesmutter Maria, einer Abbildung der Marienstatue aus der Fatimagrotte, soll eine Gnadenkarte mit unbegrenztem Kredit sein, ein Türöffner und Glücksbringer zugleich. Und er versicherte den Zuhörern, dass sie mit dieser Karte das große Los gezogen hätten.
Prälat Imkamp ging in seiner Predigt, wie man es von ihm kennt, ausführlich auf aktuelle Ereignisse ein. So bezeichnet er den Ökumenischen Kirchentag in München als einen „Parteitag des Zeitgeistes“, eine „Veranstaltung des Triumphes der Unmoral“. Er spielte dabei auf den Auftritt der Landesbischöfin a. D., Margot Käßmann, an, die mit ihrem Lob für die Anti-Baby-Pille neuerlich eine rote Ampel überfahren hätte. (Originalton Imkamp: „diesmal aber nüchtern“ - das sei noch schlimmer). Aber auch die Aussagen des katholischen Theologen Prof. Hans Küng, der öffentlich den Papst angreife, und anderer wankelmütiger Bischöfe, wonach der Zölibat als Ursache der ans Tageslicht gelangten Verfehlungen abgeschafft werden sollte, waren für Imkamp Zielscheibe seiner Ausführungen.
(...) Er bekannte, dass sich das Kirchenschiff momentan in schwerer See befinde, dass einige Matrosen meuterten. Er empfahl dazu, eine Wetterkerze zu entzünden und der Gottesmutter zu vertrauen. Die Gläubigen sollen sich nicht entmutigen lassen, stattdessen sollen sie kleine Zeichen der Gnade verschenken.
Am frühen Nachmittag zog die Marianische Frauencongregation mit Fürstin Gloria von Thurn und Taxis an der Spitze nach einer kurzen Andacht in der Wallfahrtskirche in einer festlichen Prozession zur Mariengrotte. Nach Gebeten und dem Segen machte sich die Pilgerschar aus Regensburg wieder auf den Heimweg.
Augsburger Allgemeine, 16.05.2010 von Peter Voh
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