57,5 Prozent für Minarettverbot in der Schweiz PDF Drucken E-Mail
Montag, den 30. November 2009 um 20:59 Uhr

Bei der Schweizer Volksabstimmung über ein Minarettverbot für islamische Moscheen in der Schweiz hat sich eine unerwartet große Mehrheit für ein solches Verbot ausgesprochen. Zuvor hatten die vereinte Front der Gutmenschen, die Schweizer Bischofskonferenz und selbst der Präsident des päpstlichen Migrantenrates die Initiative kritisiert.

Wohin die Propagierung der Religionsfreiheit seit dem II. Vatikanum in der katholischen Kirche führt, kann man daran erkennen, dass sich Vertreter des Vatikans für den Bau von Moscheen und Minarette aussprechen. Von den meisten europäischen Bischöfen ist man seit längerem nichts anderes mehr gewöhnt. Während sich die Menschen in Europa immer mehr Sorgen um den Eroberungsfeldzug des Islam in Europa machen, unterstützen und fördern sie den Islam, anstatt die katholische Kirche und ihre Gläubigen im wahren Glauben zu stärken. 

Der Präsident des päpstlichen Migrantenrates hat das für den gestrigen Sonntag zur Abstimmung stehende Minarett-Verbot in der Schweiz kritisiert. „Ich sehe nicht, wie man die Religionsfreiheit einer Minderheit behindern kann“, sagte Erzbischof Antonio Maria Veglio am Freitag vor Journalisten. Schon in dieser Argumentation ist erkennbar, dass der Erzbischof offensichtlich die wahre Religion und den Islam auf eine Stufe stellt.

Dies gelte auch dann, wenn die Freiheitsrechte nicht auf Gegenseitigkeit beruhten, ergänzte der Erzbischof mit Verweis auf islamische Staaten. Während also in islamischen Ländern katholische Kirchen in die Luft gesprengt werden und Christen systematisch vertrieben und ausgerottet werden, muss man den Moslems in Europa immer größere Moscheen bauen. Wegen der „Religionsfreiheit“! Hätte ein Bischof vor sechzig Jahren solch einen Unfug von sich gegeben, wäre er sofort seines Amts enthoben worden.

Und wie begründet Erzbischof Veglio seine unkatholische Auffassung? Er sei lange Jahre als Vatikanbotschafter in verschiedenen islamischen Ländern Afrikas und des Nahen Ostens tätig gewesen und dort wegen seiner Auffassung von Religionsfreiheit „böse angeschaut“ worden. „Wir können aber eine Logik der Ausgrenzung nicht akzeptieren“, so der Vatikan-Vertreter.

Das ist freilich keine Begründung, sondern nur eine zusätzliche Behauptung.

Weiter sagte er dann: Christen müssten imstande sein, über verbreitete Gefühle von Abneigung und Angst gegenüber Andersgläubigen hinwegzukommen. Freundschaft mit anderen Religionen sei für Katholiken nicht bloß eine Möglichkeit, die man annehmen könne oder nicht, so Veglio: „Wenn einer Katholik sein will, muss er offen sein für andere.“

Offensichtlich hat der Erzbischof ein Glaubensbekenntnis, zu dem die „Freundschaft mit anderen Religionen gehört“, und kennt nicht mehr den ersten Satz des katholischen Glaubensbekenntnisses: Ich glaube an den Einen Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, Seinen eingeborenen Sohn...

Jeder, der mit offenen Augen durch die Welt geht und die Entwicklung der letzten dreißig Jahre in Europa beobachtet, jeder, der die Presse verfolgt oder ernsthafte Analysen des renommierten katholischen Orientalisten Hans-Peter Raddatz liest, der nachweist, dass eine Moschee nicht nur ein frommes Gebetshaus von Muslimen ist, sondern erobertes Gebiet (was auch an der Bezeichnung der Moscheen deutlich wird), kann nicht im Ernst die „freie Religionsausübung“ für den Islam fordern. Er ist entweder dumm oder naiv.

Das Schweizer Volk hat die Gefahr allerdings richtig eingeschätzt: Es stimmte, für viele überraschend, mit 57,5% für ein Minarettverbot in der Schweiz. Die Wahlbeteiligung war für Schweizer Verhältnisse mit 54% ungewöhnlich hoch.

 


 
 
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