 Die Angriffe gegen die Piusbruderschaft durch eine Reihe deutscher Bischöfe halten an. Statt die Gesprächsangebote des deutschen Distriktoberen, Pater Schmidberger, anzunehmen, redet man mit der Presse über die Bruderschaft. Nach einem KNA Bericht bezeichnete der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, am Dienstag im Deutschlandfunk die von der Piusbruderschaft für Ende Juni geplanten Priesterweihen als „Affront gegen die Einheit der Kirche“. Er wünsche sich, dass der Vatikan auf diese Provokation eine klare Antwort formuliert.
Zollitsch betonte, Papst Benedikt XVI. habe der Bruderschaft und ihrer Leitung die Hand reichen wollen, „indem er die vier exkommunizierten Bischöfe wieder aufgenommen hat“. Dieser Schritt bedeute jedoch nicht, dass die Betroffenen wieder Amt und Funktion innerhalb der Kirche ausüben dürften. Dadurch seien die in Zaitzkofen bei Regensburg geplanten Weihen ein Verstoß gegen das Kirchenrecht und gegen die Rechte des Bischofs von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller.
Ein Sprecher Müllers hatte am Montag erklärt, allein dem Papst bleibe es vorbehalten, wie er mit der Priesterbruderschaft verfahren werde, sollte es tatsächlich zu den Weihen kommen. Bischof Gerhard Ludwig Müller ist in diesem Punkt zuzustimmen.
Offensichtlich verfolgt ein Teil der deutschen Bischöfe eine Strategie, die darin besteht, die Piusbruderschaft handlungsunfähig zu machen und jede öffentliche Erklärung mit der Forderung einer erneuten Exkommunikation zu verhindern. Diese Strategie zeichnete sich bereits deutlich nach der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz in Hamburg ab.
Proteste erfolgten zunächst gegen die Spendung von niederen Weihen und jetzt gegen die Einweihung einer neuen Kapelle in Fulda und gegen die Priesterweihen Ende Juni. Vermutlich werden demnächst Proteste gegen die Spendung jeglicher Sakramente – der Hl. Messe und der Beichte – erfolgen. Auf diese Weise will man offensichtlich die Tätigkeit der Priester der Piusbruderschaft für das Heil der Seelen und die Wiederherstellung der katholischen Tradition verhindern.
Warum beginnen die Bischöfe, allen voran der Vorsitzende der deutschen Bischofkonferenz, Erzbischof Zollitsch, nicht Gespräche mit der Piusbruderschaft, die sich dazu mehrfach bereit erklärt hat? Solche Gespräche könnten dazu beitragen, Mißverständnisse auszuräumen und eine Atmosphäre zu schaffen, die von Verständnis und gegenseitiger Achtung geprägt ist, etwas, das die Bischöfe ansonsten mit allen anderen suchen. (RH)
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