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Warum heute noch den gregorianischen Gesang pflegen?
Wir pflegen den gregorianischen Gesang, weil es sich dabei um den offiziellen Gesang der Liturgie der römischen Kirche handelt.
Selbst das Zweite Vatikanische Konzil weist in der Beschaffenheit der Liturgie darauf hin, dass „die Kirche im gregorianischen Gesang den der römischen Liturgie eigenen Gesang anerkennt. Er soll daher in den liturgischen Handlungen den ersten Platz einnehmen.“ (Sacrosanctum concilium, Nr. 116).
Trotz dieser Bestätigung hat die Liturgiereform eine Abwendung vom gregorianischen Gesang zur Folge gehabt.
In den 90er Jahren lösten die Schallplatten der Silomönche eine Popularisierungswelle des gregorianischen Gesanges aus, in Folge der von der New Age Bewegung eingesetzten Suche der Menschheit nach einer neuen Spiritualität.
Kürzlich hat die Rehabilitierung der früheren Liturgie durch Papst Benedikt XVI wieder ein großes Interesse für den dieser Liturgie eigenen Gesang erweckt und eine erneute Nachfrage nach dem gregorianischen Gesang im Rahmen der Liturgie zur Folge.
Wenn auch im Bereich der Diskographie ein reiches Angebot besteht, so deckt diese nur einen Teil und beschränkt sich auf die einigen großen Festen eigenen Gesänge. Es fehlte ein vollständiges Repertoire, das systematisch, ohne etwas auszulassen (auch nichts, was in Vergessenheit geraten ist), die Gesamtheit der gregorianischen Gesänge vom ersten Adventsonntag bis zum letzten Pfingstsonntag enthält und dies entsprechend der Liturgie-Verfügung von 1962. Dies erlaubt es, das ganze Jahr hindurch den der liturgischen Atmosphäre entsprechenden Gesang greifbar zu haben.
Die Schola Bellarmina hat dieses Gesamtwerk auf 21 CDs mit dem dreifachen Ziel geschaffen:
- Allen Choristen, die den gregorianischen Gesang praktizieren, eine Unterstützung vorzuschlagen. Es konnte nämlich weltweit festgestellt werden, dass die meisten derjenigen, die sich mit dem gregorianischen Gesang befassen, Schwierigkeiten haben, diesen einzustudieren, was eine mangelhafte Interpretationsqualität hervorbringt.
- Da es zu einer Abwendung vom gregorianischen Gesang gekommen ist, brauchen diejenigen, welche die Schönheit der Kirchengesänge lieben, einen Zugang zu diesem Kulturgut, und dies nicht nur für einige große Festmessen, sondern zum Gesamtrepertoire.
- Durch eine maximale Verbreitung des gregorianischen Gesanges eine allgemeine Verständlichkeit zu erreichen und hierdurch dem gregorianischen Gesang den ihm vorgeworfenen Elite-Charakter zu nehmen.
Der erste Werkband mit 2 CDs der derzeitigen Sammlung wurde 1999 herausgegeben. Der zehnte Werkband ist im Herbst 2008 erschienen.
Es handelt sich um eine treffliche und dynamische Interpretation der Schola Bellarmina unter der Leitung von Pater Bernard Lorber.
Die Werkbände 1 bis 7 enthalten den Zyklus der Sonn- und Festtage. Jeder Werkband besteht aus 2 CDs.
Werkband 8 (3 CDs) enthält die Gesamtheit der für die Messe geeigneten Kyriale- und Credo-Gesänge.
Die Werkbände 9 und 10 enthalten schließlich die Gesänge für die Heiligenfeste.
Im Herbst wird die letzte CD herausgegeben werden. Sie betrifft die gesamte Totenliturgie sowie die Trauungsmesse.
Das in 21 CDs aufgenommene Gesamtwerk enthält etwa 100 Messen und Gottesdienste auf 550 Tonspuren und umfasst insgesamt 24 Stunden gregorianischen Choral vom Feinsten.
Weitere Informationen können Sie unter www.gregorianischer-choral.com erhalten. Die wesentlichen Informationen sind in französischer und englischer Sprache
Die CD's sind auch beim Sarto-Verlag erhältlich.

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