Altöttingwallfahrt: Wieder keine Kirche für Pius PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 12. Juli 2012 um 10:01 Uhr

wallfahrt intro"Piusbrüder pilgern wieder" – so titelt die Passauer Neue Presse vom 14. Juni 2012 und meint damit die bevorstehende nationale Wallfahrt der Priesterbruderschaft nach Altötting.

Tenor des Beitrages: Im letzten Jahr hätten die Veranstalter sich nicht richtig angemeldet, dieses Jahr sei das besser gelaufen. Eine Kirche bekommt die Piusbruderschaft trotzdem nicht.

Unguter Beigeschmack: Noch am 26. April wurde auf der Homepage der Diözese Passau offiziell ein ökumenischer Gottesdienst mit evangelischer Beteiligung angekündigt. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen? 

Piusbrüder pilgern wieder (Aus: Passauer Neue Presse, 14. Juni 2012)

Altötting. Vor einem Jahr sorgte ihre Wallfahrt für Ärger, jetzt wollen die umstrittenen Piusbrüder erneut nach Altötting pilgern. Am 29. Juli soll die „Wallfahrt der Tradition" am Kapellplatz eintreffen. Anders als im Juli 2011 dürfte sie dieses Mal deutlich ruhiger ablaufen - zumindest falls die Glaubensgemeinschaft in den kommenden Wochen noch vom Vatikan offiziell anerkannt wird.

Für Entspannung dürfte vor allem der Umstand sorgen, dass die Bruderschaft ihren Besuch heuer offiziell bei der Wallfahrtskustodie angemeldet hat. „Das lief alles ordnungsgemäß", bestätigt Walfahrtscustos Bruder Andreas Kaiser. Ihm zufolge gehen die Piusbrüder von etwa 100 Teilnehmern aus. Bei der Premiere vergangenes Jahr waren es noch 200 bis 250.

Starten wird die Wallfahrt, die unter dem Motto „Für die Heiligkeit der Kirche" steht, am 27. Juli am Münchner Marienplatz. In drei Tagesetappen geht es nach Altötting. Dort ist am 29. Juli um 14.30 Uhr eine Andacht vor der Gnadenkapelle geplant.

Vergangenes Jahr war bereits kurz vor der Kapelle Schluss für die Pilger. Weil sie sich im Vorfeld nicht offiziell als Piusbrüder angemeldet hatten und die Gnadenkapelle zudem mit Fahnen und Bannern betreten wollten, schob ihnen Kapelladministrator Ludwig Limbrunner kurzerhand einen Riegel vor. Sein Angebot, die Gnadenkapelle zu einem stillen Pilgergebet zu betreten, schlugen die Traditionalisten aus.wallfahrt aoe_2012

Mit ähnlichen Vorgaben müssen sie sich auch heuer auseinandersetzen. Zwar betont Prälat Limbrunner. dass die Kapelle für alle offen sei und er den Zutritt niemandem verbieten könne, sofern sich dieser an die Regeln hält, Fahnen und Ähnliches aber seien wie für alle anderen Pilgergruppen auch für die Piusbrüder tabu. Die Gefahr, dass dadurch das Inventar beschädigt wird, sei zu groß. Gleiches gelte für Dinge wie Weihrauch, welcher aus Brandschutzgründen verboten sei.

Unklar ist, wie es nach der Andacht weitergehen wird. In ihrer Anmeldung haben die Piusbrüder den Wunsch geäußert, um 15 Uhr eine Abschlussmesse in der Stiftskirche feiern zu dürfen. Hausherr Prälat Günther Mandl wusste bis gestern nichts davon. Zwar will er das Thema noch mit der Kustodie und mit Bischof Wilhelm Schraml besprechen, doch schon jetzt macht er seine Zustimmung davon abhängig, ob die Bruderschaft in den kommenden Wochen vom Papst offiziell anerkannt wird. Bislang steht diesem Akt die ablehnende Haltung der Piusbrüder zum Zweiten Vatikanischen Konzil entgegen, besonders die erzkonservative Meinung in Belangen, die die Ökumene betreffen. Für Mandl ist deswegen klar: „Falls die Piusbrüder bis zum 29. Juli nicht anerkannt sind, dann werde ich sie auf keinen Fall für eine Messe in die Kirche lassen."

Anmerkung: Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hat sich auch letztes Jahr korrekt angemeldet, die Wallfahrtsleitung hat nämlich offiziell um einen Ort für eine Messe für Pater Franz Schmidberger gebeten. Im Nachhinein hat der Prälat Limbrunner, angegeben, den Namen Pater Franz Schmidberger nicht gekannt zu haben. (Sie finden den Hergang in einem der meistgelesenen Kommentare von 2011: "Die Piusphobie")

Was jedoch nach wie vor fragwürdig bleibt, ist die Haltung von Prälat Günther Mandel: Die Kirche ist offen für jeden, nur nicht für die traditionelle Messe der katholischen Kirche.

Überall im Land pflegt man (von den Ordinariaten ungestraft) Ökumene mit den "protestantischen Mitbrüdern".

Dabei war es doch gerade Martin Luther, der jene verhängnisvolle Schrift veröffentlichte mit dem Titel: "Wider das Papsttum vom Teufel gestiftet" (1545). Darin schreibt Luther offen:

"Die teuflische Päpsterei ist das letzt Unglück auf Erden und das näheste, so alle Teufel tun können mit all ihrer Macht. Gott helfe uns, Amen." (zur Auswahl der gehässigsten Papstäußerungen Luthers)

Den Vertretern dieser Lehre wird die Kirche nicht verwehrt, im Gegenteil: Sie werden zum gemeinsamen Gottesdienst eingeladen!

So geschehen im Bistum Passau (!) am 26. April in der Stadtpfarrkirche St. Griesbach. Auf der Ankündigung der Homepage des Bistums Passau ist zu lesen: 

In der „Woche für das Leben 2012“ findet für das Bistum Passau die zentrale Veranstaltung in Bad Griesbach statt. In der Stadtpfarrkirche feiern am Donnerstag, 26. April, der evangelisch-lutherische Dekan Wolfgang Bub und Domkapitular Dr. Hans Bauernfeind zusammen mit den Ortsgeistlichen Pfarrer Klaus Stolz und Pfarrer Gunther Drescher um 19.00 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst.

bistum passau

Wird hier nicht offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen?

Noch nie ist gehört worden, dass sich die Protestanten offiziell für die papstfeindlichen Gehässigkeiten ihres Gründers entschuldigt, oder sich wenigstens distanziert hätten! (Von dem Judenhass Luthers ganz zu schweigen.)

Noch nie hat man seit Beginn der nachkonziliaren Ökumene von den evangelikalen Gemeinschaften verlangt, dass sie zuerst das Papsttum bedingungslos anerkennen müssen, bevor man Gemeinschaft pflegt.

Für das katholische Messopfer der Piusbruderschaft, die den Papst anerkennt, werden die Kirchen verschlossen. Kirchen, die für eben dieses Messopfer einst gebaut wurden.

Kann man für diese Haltung noch einen andern Namen finden als pures Pharisäertum? 

Mt 23,24: "Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler!
Blinde Leiter, die ihr die Mücke seihet, das Kamel aber verschlucket!"


 

 

Kommen Sie zahlreich zur Wallfahrt nach Altötting! Die Tradition braucht jede Stimme!

Zum Anmeldeformular.

 


E-Mail




 
 
Brief an die Freunde und Wohltäter Nr. 82

 
Erklärung des Generaloberen Bischof Fellay über die neue Pastoral der Ehe gemäß Kardinal Walter Kasper

 
Mitteilungsblatt

Gerne senden wir Ihnen das monatliche Informationsblatt der Priesterbruderschaft.

Button MB 2

 
Häufig gestellte Fragen

Meistgestellte Fragen

Stellenangebot Erzieherin/Betreuerin (St.-Theresien-Gymnasium)

intro st theresien

 
Brief an die Freunde und Wohltäter - neuer Rosenkranzkreuzzug

mgr fellay lab81

 
Offizielle Erklärung der Bischöfe der Bruderschaft

b weihen intro

 
Die katholischen Jugend der Tradition

tumbnail

 
Video von der Kirchweihe in Berlin (14 min)

kirchweihe berlin

 
Europäische Bürgerinitiative zum Schutz des Lebens

eu initiative

 
Spenden

Helfen Sie mit!
Ihre Spende zählt!

 
Ein Tag im Kloster

schwestern video

 
Aus der Reihe Humor...

 
Helfen Sie dem Theresiengymnasium!

alt

 
Lesen Sie das...

 
Zusammenfassung

Wofür steht die Priesterbruderschaft St. Pius X.?