Papst betont Bedeutung der Autorität und der kirchlichen Hierarchie PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 27. Mai 2010 um 11:44 Uhr

Der Heilige Vater, Papst Benedikt XVI., hat zu einer positiven Sicht auf die kirchliche Hierarchie aufgerufen und sich gegen eine voreingenommene Haltung gegenüber der Ausübung von Autorität gewandt. In seiner Predigtreihe über die Aufgaben des Priesters beschäftigte sich der Papst am Mittwoch mit der Aufgabe des „Leitens“.

Der Heilige Vater sagte weiter, es sei ein heute verbreitetes Missverständnis, die Gliederung der Kirche in Gläubige, Priester und Bischöfe einseitig unter rechtlichen Gesichtspunkten als Unterordnung zu betrachten.

Ursache für dieses Missverständnis seien auch Machtmissbrauch und Karrierismus in der Kirche. Es bestehe jedoch prinzipiell kein Gegensatz zwischen dem christlichen Gebot der Demut und der kirchlichen Hierarchie.

Eine richtig verstandene Hierarchie dürfe nie Selbstzweck sein, sondern müsse als Hilfe auf dem Weg zu Christus dienen, sagte der Papst vor mehreren Tausend Gläubigen aus aller Welt.

Zugleich wies das Kirchenoberhaupt darauf hin, dass der Begriff „Autorität“ in der Kirche nicht mit willkürlicher Machtausübung gleichgesetzt werden dürfe. „Wenn wir heute das Wort Autorität hören, denken wir unvermeidlich an die Diktaturen des 20. Jahrhunderts, die in Ost und West von willkürlicher Macht und erzwungenem oder blindem Gehorsam geprägt waren und Autorität diskreditiert haben“, führte der Papst aus.

Wenn hingegen ein Priester die Gläubigen leite, gehe es nicht um Herrschaft oder Ideologie, sondern um den Dienst an Christus. Dieser Dienst müsse die Freiheit und Würde des Menschen achten und dessen Heil dienen. Eine solche Aufgabe könnten Priester nur erfüllen, wenn sie als „Hirte der Herde“ mit gutem Beispiel vorangingen. Auch der Papst könne nicht einfach tun, was er wolle, sondern sei „Hüter des Gehorsams gegenüber Christus und seiner Worte“.

Seit dem II. Vatikanum wurde die Autorität der Priester, Bischöfe und des Papstes schwer erschüttert. Aber keine Gemeinschaft, und schon gar nicht der mystische Leib Christi, die heilige katholische Kirche, kann ohne Autorität bestehen. Alle Autorität und die damit verbundene Macht kommt von Gott, und so ist jeder Angriff auf eine rechtmäßige Autorität ein Angriff auf Gott selbst.

Die Zerstörung der Autorität, auch in der Kirche, hat verschiedene Ursachen. Neben dem ungeheueren Machtmissbrauch der Autoritäten im III. Reich und durch die Kommunisten im Ostblock war es besonders die antiautoritäre 68iger-Bewegung, deren Ziel die Vernichtung jeder Autorität und des Staates war. Diese Bewegung hat auch in die Kirche hinein gewirkt und hier schweren Schaden angerichtet.

Hinzu kommt die Missachtung der Autorität durch die kirchlichen Amtsträger selbst und die Nichtausübung der Autorität durch diese andererseits. Beispiele für das Erste ist die „Königsteiner-Erklärung“ der deutschen Bischöfe gegen die Enzyklika „Humanae vitae“, der zahlreiche weitere offene und verdeckte Angriffe auf den Papst folgten. Beispiele für die fehlende Ausübung der Autorität ist z.B. das Nichteingreifen der kirchlichen Hierarchie gegen Professoren und Priester, die offen Irrlehren und Häresien verbreiten und damit die Kirche und die einfachen Gläubigen schwer verunsichern, was bis hin zu Apostasie geführt hat.


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