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Rom (KNA/pius.info) Der italo-amerikanische Kurienerzbischof Joseph Augustine Di Noia ist am Dienstag zum Vizepräsidenten der Vatikankommission „Ecclesia Dei" ernannt worden.
Der 68-jährige Dominikaner, bislang Sekretär der Sakramentenkongregation, soll künftig im Auftrag des Präsidenten von „Ecclesia Dei", des Präfekten der Glaubenskongregation, die Einigungsbemühungen mit der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. koordinieren.
Die Kommission war 1988 für die Betreuung jener traditionalistischen Gläubigen gegründet worden, die den für die Rettung der Tradition notwendigen Schritt von Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991), Bischöfe zu weihen, nicht mitvollziehen wollten.
Mit der Berufung eines hochrangigen Kurienleiters und erfahrenen Theologen in dieses Amt bekräftige der Vatikan zugleich den Wunsch nach einer Aussöhnung mit jenen traditionalistischen Gemeinschaften, deren kirchenrechtlicher rein formell gesehen nicht geklärt ist.
2009 war die bis dahin weitgehend eigenständige Kommission „Ecclesia Dei" der Glaubenskongregation zugeordnet worden.
Zugleich führte sie seit 2009 einen neuen Dialog mit der Priesterbruderschaft Pius X.
Bischof Bernard Fellay muss derzeit entscheiden, ob er einer von der Glaubenskongregation vorgelegten „Lehrmäßigen Präambel" zustimmt. Das ist nach dem jüngsten Gespräch vom 13. Juni alles andere als gewiss. (Siehe Pressekommuniqué des Generalhauses)
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