Glaubenskongregation berät über kirchenrechtliche Anerkennung PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 13. Mai 2012 um 18:30 Uhr

rom gesprcheAm Mittwoch, dem 16. Mai, wird in Rom über die kirchenrechtliche Anerkennung der Bruderschaft beraten. Das letzte Wort hat dann der Papst.

Das schreibt die Mittelbayerische Zeitung heute Abend auf ihrer Homepage:

ROM / REGENSBURG. Fast ein Vierteljahrhundert nach der Exkommunikation des Ordensgründers Marcel Lefebvre wollen Kardinäle und Bischöfe der Glaubenskongregation in Rom über eine Wiederaufnahme der Pius-Bruderschaft beraten. Das Thema stehe am Mittwoch auf ihrer Tagesordnung, schreibt die Nachrichtenagentur Ansa. „Das ist tatsächlich die letzte Chance für die Priesterbruderschaft St. Pius X.", zitiert die Ansa ihren Informanten. Das letzte Wort habe der Papst.

Der „SPIEGEL" schreibt, Benedikt XVI. könnte noch Ende Mai seine Entscheidung bekanntgeben. Laut Ansa ist die Rückkehr der Piusbrüder in den Schoß der Kirche ein Herzensanliegen des Papstes.

Unter den vier Bischöfen der Bruderschaft sei über die mögliche Einigung ein Streit ausgebrochen, schreibt der „SPIEGEL". Vor allem der als Holocaust-Leugner bekanntgewordene britische Bischof Richard Williamson wolle kompromisslos die Rückkehr der Bruderschaft in die römische Kirche verhindern.

Die Mehrheit der Gemeinschaft unterstütze jedoch den Kurs ihres Chefs, Bischof Bernard Fellay. Der habe gerade erst Williamson sowie alle Piusbischöfe brieflich aufgefordert, das Angebot des Papstes nicht auszuschlagen und nicht länger in der Position von Sektierern und Kirchenspaltern zu verharren.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung, 13. Mai 2012

Gleichzeitig hat Bischof Fellay der amerikanischen Nachrichtenagentur CNS eine Erklärung gegeben. Darüber berichtet die katholische Presseagentur:

Washington, 13.05.2012 (KAP) Der Generalobere der Piusbrüder, Bernard Fellay, hofft auf eine Einigung mit dem Vatikan und schließt eine Spaltung der eigenen Bruderschaft nicht aus. "Es gibt einige Meinungsverschiedenheiten in der Gemeinschaft", sagte Fellay am Wochenende der US-Nachrichtenagentur CNS: "Ich kann nicht ausschließen, dass es zu einem Bruch kommen könnte." Zugleich verurteilte die Bruderschaft jüngste interne Indiskretionen scharf.

In der vergangenen Woche war im Internet ein Schreiben der drei anderen Bischöfe der Piusbruderschaft veröffentlicht worden. Darin sprechen sie von einer möglichen "Falle" Roms und drängen Fellay, das angebliche Versöhnungsangebot Roms auszuschlagen. Dieser forderte seinerseits die andersdenkenden Bischöfe auf, das Angebot des Papstes nicht "aus Mangel an Realismus" auszuschlagen, und warnte sie, nicht den Weg eines echten Schismas einzuschlagen.

In einer offiziellen Erklärung auf der Website der Piusbruderschaft heißt es, der für die Indiskretion Verantwortliche habe "eine schwere Sünde auf sich geladen". Dies werde "Unruhestifter ermutigen". Die Mitglieder werden gebeten, darauf mit Schweigen und Gebet zu antworten.

Für die kommenden Wochen rechnen Beobachter mit einer Antwort aus Rom auf Fellays jüngste Änderungsvorschläge für eine lehramtliche Aussöhnung. Mitte der Woche tagt die dafür zuständige vatikanische Glaubenskongregation; eine endgültige Entscheidung liegt bei Papst Benedikt XVI.

Fellay verteidigte im Gespräch mit CNS seinen versöhnlichen Kurs gegenüber Rom, sagte aber zugleich: "Wir werden nicht Selbstmord begehen." Noch gebe es keine Vereinbarung, wird der Generalobere zitiert: "Die Sache ist noch nicht gelaufen." Es gebe noch Klärungsbedarf, ob die vom Vatikan "vorgeschlagenen Strukturen und Bedingungen gangbar sind". Dies betreffe unter anderem liturgische Praktiken und Lehren der Gemeinschaft.

Angebot des Papstes ist "aufrichtig"

Der Obere der Piusbrüder hält das Angebot des Papstes nach eigenen Worten für "aufrichtig". Es sei Benedikt XVI. selbst, der den Anstoß für eine Lösung gegeben habe. Er selbst, Fellay, habe eher noch warten wollen, bis man die Dinge klarer sehe, zitiert ihn CNS: "Aber es scheint wirklich, als wolle der Heilige Vater, dass es jetzt geschieht."

Fellay begrüßte, dass Benedikt XVI. sich persönlich in den vergangenen Jahrzehnten dafür eingesetzt habe, "fortschreitende Abweichungen" von der katholischen Lehre und Tradition seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) zu korrigieren. Dabei sei der Papst sehr behutsam vorgegangen, so der Generalobere, und wörtlich: "Er versucht, nichts zu zerbrechen."

Mit Blick auf eine Anerkennung der Konzilsbeschlüsse sagte Fellay, wenn der Papst erkläre, das Konzil sei in der großen Tradition der Gesamtkirche zu sehen, sei dem zuzustimmen: "Das Problem könnte aber in der Anwendung liegen, mithin: Was geschieht tatsächlich in Übereinstimmung und Eintracht mit der Tradition?"

 


E-Mail




 
 

Ähnliche Beiträge

Nationalwallfahrt Fulda 2014

 
Brief an die Freunde und Wohltäter Nr. 82

 
Erklärung des Generaloberen Bischof Fellay über die neue Pastoral der Ehe gemäß Kardinal Walter Kasper

 
Mitteilungsblatt

Gerne senden wir Ihnen das monatliche Informationsblatt der Priesterbruderschaft.

Button MB 2

 
Häufig gestellte Fragen

Meistgestellte Fragen

Stellenangebot Erzieherin/Betreuerin (St.-Theresien-Gymnasium)

intro st theresien

 
Brief an die Freunde und Wohltäter - neuer Rosenkranzkreuzzug

mgr fellay lab81

 
Offizielle Erklärung der Bischöfe der Bruderschaft

b weihen intro

 
Die katholischen Jugend der Tradition

tumbnail

 
Video von der Kirchweihe in Berlin (14 min)

kirchweihe berlin

 
Europäische Bürgerinitiative zum Schutz des Lebens

eu initiative

 
Spenden

Helfen Sie mit!
Ihre Spende zählt!

 
Ein Tag im Kloster

schwestern video

 
Aus der Reihe Humor...

 
Helfen Sie dem Theresiengymnasium!

alt

 
Lesen Sie das...

 
Zusammenfassung

Wofür steht die Priesterbruderschaft St. Pius X.?