KIPA berichtet über Einigung PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 18. April 2012 um 08:17 Uhr

rom 2Die katholische internationale Presseagentur (KIPA) vermeldet heute, dass die Verhandlungen mit Rom zu einem guten Ende gelangt sind.

Dabei beruft sich die Agentur aus der Schweiz auf den italienischen Vatikan-Experten Andrea Tornelli. Experten rechnen im Laufe des heutigen Mittwochs mit einer Presseerklärung aus Rom.

Lesen Sie hier die Meldung von KIPA:

Bonn, 18.4.12 (Kipa) Nach Angaben des italienischen Vatikan-Experten Andrea Tornielli sollen sich der Vatikan und die traditionalistische Piusbruderschaft auf eine Wiedereingliederung in die katholische Kirche geeinigt haben. Bernard Fellay, der Generalobere der Priestergemeinschaft, habe am Dienstag eine "lehrmässige Präambel unterzeichnet zurückgeschickt", die ihm der Vatikan im September zur Zustimmung vorgelegt hatte, schreibt Tornielli in der in Bonn erscheinenden "Zeit"-Beilage "Christ und Welt".

Am Dienstagnachmittag hatte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi noch erklärt, bisher sei keine Antwort der Piusbrüder eingetroffen. Er rechne jedoch damit in den kommenden Tagen.

Der Text, den Fellay jetzt nach Rom zurückgeschickt habe, enthält nach Torniellis Angaben "einige wenige Änderungen". Fellay habe zuvor seine Anhänger zum Gebet aufgerufen, damit die Priesterbruderschaft, "die nur das Gute für die Kirche und für die Rettung der Seelen will", die richtige Wahl treffen möge.

Am vergangenen Samstag habe Fellay in einer Mitteilung, die nur an seine Priester gerichtet gewesen sei, an die Prinzipien erinnert, die die Bruderschaft in ihren Beziehungen zu Rom leiteten.

Entscheidend sei dabei, dass von der Bruderschaft keine Zusicherungen verlangt würden, die den Glauben berühren und das, was sich davon ableitet, also Liturgie, Sakramente, Moral und Disziplin. Zudem müsse der Priesterbruderschaft "Freiheit und Aktionsautonomie" garantiert werden, die es ihr erlaube, zu wirken und sich zu entfalten.

Die bislang nicht veröffentlichte Präambel enthält Kriterien zur Interpretation der katholischen Lehre und Bedingungen für eine mögliche Überwindung der theologischen Differenzen zwischen dem Vatikan und den Traditionalisten, die seit 1988 von Rom getrennt sind. Der Text fordere, so Tornielli, eine "religiöse Unterwerfung des Willens und Intellekts" gegenüber den Lehren, die der Papst und das Bischofskollegium vorschlagen, "wenn sie ihr authentisches Lehramt ausüben", auch wenn die Lehren nicht als Dogma proklamiert werden. Eine Unterschrift bedeute aber kein Ende "der legitimen Diskussion, der Studien und der theologischen Erklärung von einzelnen Ausdrücken oder Formulierungen, die im Zweiten Vatikanischen Konzil enthalten sind".

Fellays erste Antwort Anfang des Jahres hatte noch deutlich ablehnend geklungen. Am 16. März hatte der Vatikan den Piusbrüdern dann einen weiteren Monat Zeit eingeräumt und vor schweren Konsequenzen im Fall eines Bruchs gewarnt. Danach hatte es versöhnlichere Äusserungen der Bruderschaft gegeben. Der deutsche Distriktobere Franz Schmidberger hatte erklärt, es gebe begründete Hoffnungen für eine zufriedenstellende Lösung.

Personalprälatur

Als mögliche Lösung, die zu einer Wiedereingliederung der Bruderschaft in die Kirche führen könnte, wird immer wieder der Status einer Personalprälatur ins Gespräch gebracht, die direkt dem Papst unterstellt ist. Diese Form einer juristischen Person wurde mit dem neuen Codex Iuris Canonici 1983 eingeführt. Bisher kam sie nur beim Opus Dei zum Einsatz.

 


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