Die Weihekandidaten PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 16. Juni 2012 um 15:00 Uhr

BerufungAm Sonntag, dem 1. Juli, finden in Zaitzkofen (Oberpfalz) die alljährlichen Priesterweihen statt.

Alle Gläubigen und Interessenten sind herzlich eingeladen, an der feierlichen Liturgie im Schlosspark teilzunehmen, welche S.E. Bischof Alfonso de Galarreta zelebrieren wird.

Beginn: 9.00 Uhr.

 Das Priesterseminar informiert über die Weihkandidaten:

 

ambergerFranz Amberger erblickte am 27. März 1965 als viertes von sechs Kindern in Roding, Diözese Regensburg, das Licht der Welt. Seine Eltern waren stets bemüht, ihn im katholischen Glauben zu erziehen. Durch die unbegreiflichen Neuerungen in der Kirche gezwungen, machten sie sich früh daran, Priester zu finden, die noch in der überlieferten Form der heiligen Messe zelebrierten. Diese Suche führte sie dann sehr früh zur Priesterbruderschaft, in der sie die Tradition der Römisch-Katholischen Kirche fortgesetzt fanden.

Nach dem Fachabitur im Jahre 1984 studierte er an der Fachhochschule Regensburg Informatik. Dieses Studium konnte er erfolgreich 1988 mit dem Diplom abschließen. Vor dem Eintritt ins Berufsleben absolvierte er noch die damals fünfzehn Monate dauernde Wehrpflicht. Vom Jahre 1990 an bis 2006 arbeitete er dann als Informatiker hauptsächlich im Bereich Telekommunikation.

Die Entscheidung, die weltliche Laufbahn abzubrechen und die geistliche als Kleriker zu beginnen, wurde wesentlich durch die Teilnahme an ignatianischen Exerzitien beeinflusst. Im Alter von 41 Jahren begann er das sechsjährige Studium der Philosophie und Theologie im Priesterseminar in Zaitzkofen, das er mit dem Empfang der heiligen Priesterweihe am Fest des kostbaren Blutes Unseres Herrn Jesus Christus abschließen darf. Seine Heimatprimiz wird er am Sonntag, dem 8. Juli, um 9.30 Uhr in Zaitzkofen feiern.

cekaviLuděk Čekavý wurde am 14. Juni 1978 in Komotau (Chomutov, Erzgebirge) in der damaligen Tschechoslowakei in einer atheistischen Familie geboren. Nach der Grundschule besuchte er eine Fachschule für Elektronik, die er 1997 mit dem Abitur abschloss. Danach arbeitete er nacheinander als Elektriker in einem Kraftwerk, als Hausmeister in einer Schule und als Verwalter des Computernetzwerks in der Stadtbibliothek der Stadt Komotau.

Zu dieser Zeit lernte er die katholische Kirche kennen, und er fing an, sich auf die Taufe vorzubereiten. Am Karsamstag 2001 wurde er dann gleichzeitig getauft und gefirmt, und im Jahr 2003 trat er in den Orden der Paulaner als Postulant ein. Hier bemerkte er aber den Widerspruch der Lehre und der Liturgie, wie sie vor und nach dem zweiten Vatikanischen Konzil von der Kirche dargestellt wurde. Gleichzeitig lernte er auch die Priesterbruderschaft St. Pius X. kennen, und schließlich trat er im Jahr 2005 in das Seminar Herz-Jesu in Zaitzkofen ein, wo er am 1. Juli, am Feste des kostbarsten Blutes unseres Herrn Jesus Christus die heilige Priesterweihe empfangen darf.

Seine feierliche Primiz wird er am 7. Juli um 10:00 Uhr in der Kapelle „Maria, Königin des heiligen Rosenkranzes" in Brünn (Mähren) feiern.

Aus dem Seminarrundbrief – Vorwort des Regens:

Liebe Gläubige,

Da unsere Seminargemeinschaft der Einladung zur Konsekration der Seminarkirche von Ecône am 28. Juni folgen wird, können die diesjährigen Priesterweihen in Zaitzkofen erst am darauffolgenden Sonntag stattfinden. S.E. Mgr. Alfonso de Galarreta wird am 1. Juli, dem Fest des Kostbaren Blutes, unseren beiden Weihekandidaten die priesterliche Salbung verleihen. Am Montag sodann, dem Fest Mariä Heimsuchung, werden die Neupriester um 7.30 und 9.30 Uhr ihr Erstlingsopfer darbringen. Wir hoffen, dass Sie trotz des ungewohnten Datums zahlreich zu den erhabenen Gnadentagen nach Zaitzkofen kommen können. Seien Sie dazu sehr herzlich eingeladen!

Zurzeit bewegen die laufenden Verhandlungen der Priesterbruderschaft mit Rom die Gemüter. Ohne Zweifel verdient dieses Anliegen unseren doppelten Gebetseifer. Zu welchem Ergebnis die jahrelangen Bemühungen nach dem Ratschluss der göttlichen Vorsehung auch führen werden, eines ist sicher: Die Bruderschaft ist entschlossen, an der Gründeridee von Erzbischof Lefebvre unerschütterlich festzuhalten. Als dieser die Bruderschaft ins Leben rief, beseelte ihn die Absicht, „angesichts des fortschreitenden Verfalles des priesterlichen Ideals das katholische Priestertum Unseres Herrn Jesus Christus weiterzugeben in der ungetrübten Reinheit der Lehre, in seiner grenzenlosen missionarischen Liebe, so wie Er es Seinen Aposteln übertragen hat und so wie es die römische Kirche bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts übertragen hat" (Geistlicher Wegweiser).

Der Kampf für die Reinheit der katholischen Lehre und die Weitergabe des missionarischen Eifers sind also die Hauptanliegen, die unser Gründer seiner Bruderschaft als heiliges Erbe hinterlassen hat. Ihnen kommt in der heutigen Zeit eine besondere Bedeutung zu. In der Tat liegt das Drama der gegenwärtigen Kirchenkrise nicht zuletzt in der sträflichen Vernachlässigung dieser beiden zentralen Eigenschaften des priesterlichen Geistes begründet.

Da auch Ihnen, liebe Gläubige, als Laien die ehrenvolle Berufung zukommt, am priesterlichen Apostolat der Kirche Anteil zu haben, ist es von Interesse, zu fragen, worin denn „die grenzenlose missionarische Liebe" besteht. In meisterhafter Weise erklärt uns der ehrwürdige Pater Libermann, Gründer der Missionsgesellschaft vom Hl. Geist, welcher Mgr. Lefebvre angehörte, dass sie ihre Quelle in der gekreuzigten Liebe Christi findet. An seine Missionare gewandt, schreibt er:

„Quelle, Seele, Nahrung ihres Seeleneifers sei eine reine, heilige und glühende Liebe zu Gott. (...) Mit Nachdruck und großer Sorgfalt muss man nach einer opferfreudigen Liebe streben, stets wünschen, der Ehre unseres anbetungswürdigen Meisters geopfert zu werden und aus Liebe zu ihm mit Freude ein Leben voll Mühen, Leiden und Entbehrungen jeder Art zu führen. Wir werden oft unseren göttlichen Herrn und seine hl. Mutter anflehen, diese Liebe zu Kreuz und Opfer in uns zu fördern und zu vervollkommnen. Eine solche heilige Liebe wird in uns einen großen, edelmütigen Seeleneifer entfachen, dass wir mutvoll darauf ausgehen, Jesus Christus in den Seelen zur Herrschaft zu bringen auf Kosten unserer Ruhe, Gesundheit, Ehre, Vorteile, ja, wenn nötig, sogar unseres Lebens."

Um die Seelen gewinnen zu können, muss der verzehrende Eifer des Apostels Christi indes mit einer milden Sanftmut einhergehen:

„Die Begeisterung, die uns alles ausführen lässt, was Gottes Ehre zu fördern imstande ist, darf uns nicht hindern, die Herzenssanftmut stets zu wahren. Sie muss unser ganzes Benehmen durchdringen, bei all unserm Tun zum Vorschein kommen, und doch immer so lieblich bleiben wie jene unseres göttlichen Vorbildes selber.

Wir werden uns des Wortes erinnern, das er an uns wie einst an seine Apostel richtet: Siehe, ich sende euch wie Lämmlein mitten unter die Wölfe! Begegnen wir darum mit größter Sanftmut allen, die uns verfolgen, hassen, Hindernisse in den Weg stellen, schaden. Bleiben wir wehrlose Lämmlein unseren Feinden gegenüber, solange dieselben nur unsere eigene Person, nicht aber Gottes Ehre angreifen.

Wir werden das apostolische Wort des hl. Paulus, er sei allen alles geworden, in die Tat umsetzen, um alle für Christus zu gewinnen. Allen werden wir zur Verfügung stehen, uns nach aller Charakter, Geschmack, Wunsch und Ansicht richten, um in alle Herzen die Liebe zu den heiligen, evangelischen Wahrheiten hinein zu senken und in ihnen den aufrichtigen, heilsamen Wunsch lebendig werden zu lassen, ihr Leben diesen Wahrheiten entsprechend einzurichten."

Schließlich muss der missionarische Eifer von einer heiligen Klugheit gelenkt werden, die ihn die geeigneten Mittel ergreifen lässt, um die Unternehmungen mit Erfolg zu krönen.

„Unsern Seeleneifer soll eine schlichte, offenherzige, freimütige Klugheit leiten, die allen menschlichen Künsteleien, aller Spitzfindigkeit oder Hinterhältigkeit abhold ist. Unsere Klugheit gleiche jener unseres göttlichen Meisters, der unser Vorbild auch hierin sein muss. Das geeignetste Mittel, unsern Seeleneifer klug und gottgefällig zu gestalten, besteht in vollkommener Unterwerfung und Gehorsam. Alle sollen diese Mittel mit großer Bereitwilligkeit ergreifen und nichts gegen den Willen ihrer Oberen unternehmen, sondern sich in all ihrem Tun nach deren Anordnungen richten."

Gerne bitte ich Sie, liebe Gläubige, in Ihrem Gebet für Berufungen und für die Heiligung unserer Seminaristen nicht zu erlahmen, auf dass das von Pater Libermann gezeichnete Idealbild des Missionars in deren Leben sich verwirkliche und aus unserem Seminar viele Priester ausgehen, die wahre Abbilder des Herzens Jesu sind, flammende Apostel, die sich aufzehren im Dienst am Heil der Seelen und die diesen missionarischen Eifer auch in den Herzen der ihnen Anvertrauten entfachen.

Mit priesterlichem Segensgruß

P. Stefan Frey, Regens

 

Das internationale Priesterseminar Herz Jesu ist eines der sechs Priesterseminare, die die Priesterbruderschaft St. Pius X. unterhält, v.a. für Priesteramtskandidaten aus den deutschsprachigen Ländern. Vermehrt beherbergt es aber auch Studenten aus den Ländern Osteuropas, insbesondere aus Polen und Tschechien.

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