Marianische Festwoche in Essen PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 24. Mai 2012 um 07:00 Uhr

goldene madonna_essen

Erwägungen zur Marianischen Festwoche im Priorat Essen – Pfingsten 2012

Die Pfingstwoche wird in diesem Jahr aus Anlass des 30jährigen Bestehens unseres Essener Priorates als Marianische Festwoche ganz im Licht der Goldenen Madonna stehen, der Schutzpatronin unseres Bistums.

In diesem 1000 Jahre alten Gnadenbild, das im Hohen Dom zu Essen von den Gläubigen verehrt wird, ist die ganze Marianische Frömmigkeit der Ruhrdiözese zusammengefasst.

Es war eine bewusste und gewollte Konkretisierung der Weihe Deutschlands an das Unbefleckte Herz Mariens im Sinne der Botschaft von Fatima, die 1954 von den deutsche Bischöfen vorgenommen wurde, als fünf Jahre später der erste Bischof der Diözese Essen, Franz Hengsbach, den Papst bat, die Goldene Madonna unter dem Titel "Mutter vom Guten Rat" zur Schutzpatronin des Bistums zu erheben.

Am 11.Oktober 1959, am Fest der Mutterschaft Mariens, war es dann so weit: Die päpstliche Bulle wurde feierlich verlesen und das Gnadenbild im Dom inthronisiert, nachdem sich alle Pfarreien der Diözese schon ab Mai darauf vorbereitet hatten.

Das 30jährige Bestehen unseres Priorates mit der angeschlossenen Kirche St. Bonifatius an der Bottroper Straße lenkt unseren dankbaren Blick zur allerseligsten Jungfrau Maria, der Vermittlerin aller Gnaden und Mutter vom Guten Rat. Es lohnt sich, darüber nachzudenken, dass es eine Gnade ist - oder sollen wir besser sagen ein besonderer Wink der göttlichen Vorsehung? - dass wir hier in Essen im Zentrum des Ruhrgebiets, sozusagen direkt unter dem Schutzmantel der Goldenen Madonna, unsere Kirche haben dürfen.

Schauen wir 30 Jahre zurück: Es war eine Zeit großer Ratlosigkeit für glaubenstreue Katholiken. Dies zeigte sich u.a. daran, dass am 9. April 1978 nicht weniger als 6000 Personen in die Essener Grugahalle kamen, um mit Erzbischof Marcel Lefebvre als Zelebranten das heilige Messopfer zu feiern und seinen anschließenden Vortrag zur Lage der Kirche zu hören. Zentral waren diese Ausführungen:

"Die Kirche ist nicht ökumenisch. Die Kirche ist missionarisch... Wir sind nicht gegen den Dialog. Ich war selbst dreißig Jahre lang Missionar in Afrika. Ich mußte sehr wohl mit den Heiden sprechen. Aber wir sind für den Dialog, der die Seelen zu unserem Herrn Jesus Christus bekehrt. Wir sind nicht für einen Dialog, der den Irrtum ebenso wie die Wahrheit, die Tugend ebenso wie das Laster anerkennt. - Sie werden bemerken, dass alle Reformen, die seit dem Konzil durchgeführt wurden, alle falschen Leitlinien, die gegeben wurden, von diesem Geist geprägt sind: Man sucht nicht mehr, die Menschen zu bekehren. Man sucht einen Dialog, eine Verbrüderung, eine Verallgemeinerung der Kirche, aber man sucht nicht mehr die Einheit im Glauben!"

 

Die Mutter vom Guten Rat hat auf das Gebet der Gläubigen gehört. Sie sah ihre Not, inmitten eines unfassbaren Niedergangs des kirchlichen Lebens den Glauben ihrer Väter, den Glauben der Tradition der Kirche bewahren zu wollen, und sie handelte! Der Besuch des Erzbischofs im Ruhrgebiet war der Auftakt. Nur drei Jahre später konnte seine Priesterbruderschaft St. Pius X. ihre erste Kirche in Deutschland erwerben - in Essen ganz nahe beim Thron der Königin des Ruhrgebiets.

Ist es nicht mehr als angebracht, dass wir nach diesen 30 Jahren in einer besonderen Festwoche "Essen sein Schatz" unsere Mutter vom guten Rat in den Mittelpunkt stellen, um sie zu verehren und ihr Dank zu sagen für all die Gnaden, die sie uns in dieser langen Zeit in dieser Kirche vermittelt hat? Dass wir uns freuen über ihre Herrlichkeit, über das wunderbare Patronat, das sie als Königin über uns ausübt kraft päpstlicher Entscheidung.

Freuen wir uns schon jetzt darauf, dass wir am Pfingstmontag in der Bischofskirche unseres Bistums um 15.00 Uhr zu ihren Füßen knien und sie in dem Gnadenbild verehren dürfen, in dem sie hier in unserer Heimat schon seit über 1000 Jahren verehrt wird. Wir wollen ihrem mütterlichen Herzen unser Bistum anvertrauen, für den Bischof und die Priester beten, die treuen und untreuen Kindern der Kirche in unserem Revier, für alle Menschen, die hier leben, dass sie unseren Herrn Jesus Christus als den König erkennen.

Auf dem Thron, der ihr dort errichtet ist, stehen die Worte, die sie auf der Hochzeit zu Kana zu den ratlosen Dienern gesprochen hat, die nicht mehr wussten, was sie den Gästen vorsetzen sollten: "Alles, was Er euch sagt, das tut!" - Das ist ihr Rat auch an uns: Sie zeigt auf Jesus, sie führt uns zu Ihm hin.

Weit davon entfernt, sich selbst irgendwie in den Mittelpunkt zu stellen, ist sie unsere Mittlerin bei ihrem Sohn. Im Bild unserer Lieben Mutter vom guten Rat, trägt sie ihn ja als Kind auf ihrem Schoß - und sie gibt ihn, wem sie will. Wer kann uns besser helfen als Sie, auf Sein Wort zu hören und es zu befolgen, damit wir "Vollbringer des Guten sind und durch unser Wirken selig werden".

So möge die Marianische Woche ab Pfingsten uns helfen, in der Liebe zu Gott zu wachsen, Ihm den Platz einzuräumen, der Ihm in unserem Leben gebührt, Ihm, der uns durch sein Schöpfungswort aus reiner Liebe aus dem Nichts hervorgebracht hat! Und wir wollen uns erinnern, wie kostbar die Liebe dieser Mutter ist, die Jesus uns am Kreuz geschenkt hat mit den Worten, die er nicht nur zu Johannes, sondern zu allen Kindern der Kirche gesprochen hat: "Siehe da, deine Mutter!"

Niemand kann uns zuverlässiger zum Gnadenthron der heiligsten Dreifaltigkeit führen als sie, die die Tochter des Vaters ist, die Mutter des Sohnes und die Braut des Heiligen Geistes! Unsere Vorfreude auf ihren Besuch in unserer Gemeinde wird die beste Vorbereitung auf diese Tage sein. Unsere Liebe Mutter vom Guten Rat, bitte für uns!

Sehen Sie hier das Programm für die ganze Marianische Woche.

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