Beerdigung von Hw. Pfarrer Engelbert Zunhammer PDF Drucken E-Mail
Montag, den 23. April 2012 um 09:03 Uhr

zunhammer

Hw. Pfarrer Engelbert Zunhammer wird am Dienstag, dem 24. April, in Zaitzkofen zur letzten Ruhe begleitet.

14.00 Uhr – Gesungenes Seelenamt, anschließend Beerdigung.

Der deutsche Distriktobere, Pater Franz Schmidberger, wird persönlich das Requiem zelebrieren.

Lesen Sie hier den Lebenslauf des verdienten Pfarrers Zunhammer, dessen Leben ganz im Dieste des Glaubens und der überlieferten Messe stand:

Lebenslauf von Pfarrer Engelbert Zunhammer (+ 19. April 2012)

Engelbert Zunhammer, Pfr. i. R., ist geboren am 03.01.1925.

Seine Eltern waren Engelbert und Anna, geb. Hemmetzberger.

Sein Vater wirkte nach Abschluss der Kirchenmusikschule in Regensburg als Chorregent und Mesner in Pfeffenhausen (Diözese Regensburg).

Der Ehe entsprangen fünf Kinder: Annemarie, Irmengard, Engelbert, Siegfried und Josef.

Siegfried ist in den letzten Kriegstagen, am 17. April 1945, gefallen, Annemarie ist mit 37 Jahren gestorben.

Seine Mutter weilte täglich schon um fünf Uhr in der Pfarrkirche an der Kommunionbank vor dem Hochaltar im Gebet. Die tägliche heilige Messe der Eltern und der Kinder war eine Selbstverständlichkeit.

Schon mit fünf bis sechs Jahren erwachte in Engelbert der Wunsch, Priester zu werden. Neben dem Elternhaus waren das Pfarr- und das Benefiziatenhaus seine zweite Heimat. In den Sommerferien verbrachte er jeweils zwei bis vier Wochen in der Heimat der Eltern, nämlich in Traunwalchen. Die prägenden Eindrücke dort waren die Kirche mit einem großen Gang mit Kreuz auf der einen, einer Mariengrotte auf der anderen Seite und der Bildstock auf der Traunbrücke mit einer Lourdesmadonna hinter einem Vergrößerungsglas. Auch während der Ferien in Traunwalchen besuchte er täglich die heilige Messe.

Als er etwa acht Jahre alt war, wurde er vom Regensburger Bischof Michael Buchberger gefragt, was er einmal werden wolle. Seine Antwort war, er wolle einmal Pfarrer werden.

Von 1935 bis 1939 war er im Bischöflichen Knabenseminar in Metten bis zu seiner Aufhebung durch die Nationalsozialisten. In dieser Zeit war unter anderem der spätere Kardinal Augustinus Mayer OSB (+ 2010) sein Präfekt, der ihm Zeit seines Lebens zugetan war.

Im Jahre 1939 folgte der Wechsel an das Gymnasium in Ingolstadt zusammen mit dem Eintritt in das dortige Missionshaus St. Immakulata der Steyler Missionare (SVD). Dort wurde er spirituell stark geprägt nach den Konstitutionen der Steyler Missionare. Im 2. Weltkrieg wurde auch dieses Haus aufgehoben und in ein Lazarett umgewandelt. Engelbert Zunhammer blieb jedoch weiter in Ingolstadt, zuerst im Marienheim, dann, nach seiner „Vertreibung" von dort, in einer privaten Unterkunft. Seit seinem Aufenthalt im Missionshaus wirkte er als Organist, besonders im Ingolstädter Münster.

1943 wurde er eingezogen in das Wehrertüchtigungslager, den Reichsarbeitsdienst und schließlich in die Wehrmacht. Seine Stationen dabei waren Oberammergau, Füssen, Grenoble, Mont Cenis, Berdonecchia, Bologna, Sasso Marconi. Es war eine wunderbare Fügung, dass er nicht wie die meisten Kriegskameraden 1944 nach Russland abgestellt wurde, sondern zum Wiederaufbau der in Russland bereits aufgeriebenen 8. Gebirgsdivision in einer Nachrichtenabteilung eingesetzt wurde. Zum Kriegsende geriet er schließlich in Bologna in amerikanische Gefangenschaft. Im Herbst 1945 wurde er aus der Gefangenschaft entlassen. Eine Fügung war sicher auch, dass seine Heimkehr genau mit einer für seinen gefallenen Bruder Siegfried gehaltenen Messe zusammenfiel.

Nach einem Sonderlehrgang für Kriegsteilnehmer machte er am Gymnasium in Ingolstadt sein Abitur und trat im September 1946 in das Missionspriesterseminar der Steyler Missionare in St. Augustin (zwischen Siegburg und Bonn) ein.

Seine Priesterweihe empfing er am 24. August 1952; die Primiz fand am 14. September 1952 in seinem Geburtsort Pfeffenhausen statt, eine Nachprimiz am 5. Juli 1953 in seiner elterlichen Heimat Traunwalchen.

Seine erste Stelle war, beim Wiederaufbau des deutschen Auslandsgymnasiums in Steyl / Holland mitzuarbeiten. In diesem Lebensabschnitt unternahm er noch weiterführende Studien: Singschullehrer- und Chorleiterseminar in Augsburg, Ferienseminar am Mozarteum in Salzburg, Musikhochschule und Universität in Köln. Er war Referendar am Apostel-Gymnasium in Köln, am Kaiser-Karl-Gymnasium in Aachen und an der Marienschule (Mädchengymnasium) in Krefeld.

So erwarb er durch das Ministerium von Nordrhein-Westfalen die Qualifikation für das Künstlerische Lehramt an höheren Schulen mit den Fächern Musik und Geographie. Fruchtbar wurde diese Ausbildung besonders für den Aufbau der Steyler Schulen St. Michael in Steyl, der Spätberufenen-Schule St. Josef in Geilenkirchen und des Gymnasiums St. Arnold bei Rheine in Westfalen.

Daneben machte er vielfache seelsorgliche Aushilfsdienste in Klöstern und Pfarreien, unter anderem im Kölner Raum, am Niederrhein, in Aachen, in der Eifel, in Düsseldorf, im Krankenhaus in Kaiserswerth, in Berlin, im Münsterland und während der Ferien in Bodenkirchen (Ndb.) und Umgebung.

Nach dieser großen Periode des Dienstes bei den Steyler Missionaren wechselte Pfarrer Zunhammer im Jahre 1966 aus vielerlei Gründen und auf Anraten des Steyler Generalvisitators in den Diözesanklerus des Erzbistums München und Freising und wurde dort auch inkardiniert.

Seine Stationen waren: Aushilfe in der Pfarrei Traunwalchen, Kaplan in Teisendorf, Chordirektor am Erzbischöflichen Studienseminar und gleichzeitige Tätigkeit in dieser Eigenschaft an der Stadtpfarrkirche St. Oswald in Traunstein sowie Unterricht in Musik an der Mädchenschule in Sparz.

Im September 1969 erhielt er schließlich – ein Jahr nach dem Tod seiner Mutter und zwei Monate nach dem Tod des Vaters – das Angebot der Übernahme der schönen Pfarrei Vachendorf mit vier Kirchen. Diese Pfarrei ist übrigens Mutterpfarrei von Ruhpolding, Siegsdorf, Inzell und Bergen, also von Orten, die heute weit bedeutender sind als Vachendorf.

In dieser Pfarrei verbrachte Pfarrer Zunhammer 25 segensreiche Jahre - vom September 1969 bis September 1994. Er legte besonderen Wert auf die Wahrung der Tradition, auf die wöchentlichen heiligen Stunden mit dem besonderen Anliegen des Gebetes um Priesterberufe in einer Zeit des auffallenden Schwundes von Berufungen und schließlich auf die bis zuletzt in regelmäßigen Abständen stattfindenden nächtlichen Anbetungen.

In die Vachendorfer Jahre fällt die Begegnung mit den verschiedensten Strömungen innerhalb des rasanten Umbruchs in der Kirche, die auch an ihm nicht spurlos geblieben sind und an seiner Gesundheit zehrten. Gesundheitlicher Abbau und nicht zuletzt eine taktvolle Rücksicht auf erwartete Reformbestrebungen, denen er sich nicht mehr gewachsen fühlte, bewegten ihn wiederholt, mit 69 Jahren um Versetzung in den Ruhestand zu bitten. Diesen konnte er im September 1994 antreten.

Aufgrund guter ärztlicher Betreuung war ihm noch die Kraft gegeben, den Interessen eines Vereins an der Stätte seines Ruhestandortes in Traunwalchen zur Förderung des Anliegens der Rosenkranzkapelle und des Philomena-Zentrums Deutschlands zu dienen. Dort sammelte er eine schöne, eifrige und opferfreudige Gruppe von Gläubigen um sich, denen er bis 2011 mit der Feier des überlieferten heiligen Messopfers und der Spendung der Sakramente in ihrer altehrwürdigen Form diente. Da die Kräfte immer mehr nachließen, siedelte er im August 2011 in das Seniorenheim St. Josef in Weihungszell über. Den priesterlichen Dienst am Philomena-Zentrum übernahm P. Repp, Prior der Bruderschaft St. Pius X. in Altötting.

Am Donnerstag, dem 19. April, ist er in Weihungszell sanft entschlafen, wohlversehen mit den heiligen Sterbesakramenten. R.I.P.!

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