Theaterstück "Der verhexte Wald" des Theresiengymnasiums PDF Drucken E-Mail
Montag, den 13. Februar 2012 um 07:08 Uhr

theaterfahrtDas Theaterstück „Der verhexte Wald", präsentiert von den Schülerinnen des St. Theresiengymnasiums aus Schönenberg, wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.

Die Schülerinnen gingen damit auf Tournee, das heißt, es wurde in mehreren Städten in Deutschland und der Schweiz aufgeführt.

Unter anderem auch in München, wo ein Leser von pius.info dabei war und einen Bericht verfasst hat.

Ich saß mit meiner Tochter und einem anderen, 5-jährigen Mädchen in dem großen, vollen Saal in München, in dem die Aufführung stattfand, in der ersten Reihe. Gott sei Dank waren wir ganz vorne. Denn so konnten wir für zwei Stunden vollständig in die Welt des Theaterstücks eintauchen.

Alles fing eigentlich ganz harmlos an. In den Bergen, mitten im Wald: ein Gespräch unter Männern. Einer von ihnen ein Prinz-Bastard, unehelicher Sohn des Fürsten von Mailand. Der andere ein Halbbruder des Ersten mit seinen zwei Dienern. Dieser Halbbruder, sehr schön, edel und in die Tracht des 17. Jahrhundert gekleidet - wie übrigens fast alle Mitspieler - teilt seinem Gegenüber gerade mit, dass er ihn jetzt mithilfe seiner Diener ermorden wolle. Die Spannung wird in dem nun folgenden Dialog nicht gerade erhöht. Es passiert ja erst mal nichts. Man redet. Noch dazu in höfisch-höflichem Tone. Der Zuschauer rechnet zwar unter Umständen mit einem Mord. Aber doch sicherlich ohne sichtbares Blut, wie wir das ja heute an anderer Stelle, nämlich aus Filmen oder auch „TV-Live" aus echten Kriegen, gewöhnt sind.

Nach dem längeren Dialog entzieht sich jedenfalls der bedrohte Prinz nun auch noch seiner Ermordung, und zwar durch einen Sprung in den nahen wilden Gebirgsbach. Für seine drei Beinahe-Mörder war dies ein Sprung in den sicheren Tod. So weit - so gut. Ein Tod ohne Mord – ein „Zufall" des normalen Lebens.

Ich dachte schon mit Sorgen an meine zwei Nachbarinnen, die ein solches Stück sicherlich nicht zwei Stunden geräuschlos durchstehen würden. Aber ein vorsichtiger Blick zur Seite zeigte mir meine dumme Angst. Wirklich gebannt (!) schauten die 11- und 5-Jährige auf die offensichtlich faszinierende neue Welt des 17. Jahrhunderts, in die wir gerade entführt wurden. Faszinierend? 

Zurück zum Stück. Und zu den Menschenrechten. Der zu ermordende Prinz wird nun von Fischern ohnmächtig aus dem Wildbach gezogen und zu dem Fürstenschloss von Mantua gebracht, das zufällig in der Nähe lag.

Jetzt folgt das wohl etwas kitschige Aufwachen des Ohnmächtigen vor einer hübschen Prinzessin, der Tochter des Fürsten. Der ebenfalls hübsche Held fragt als Erstes (natürlich!), ob er schon im Himmel ist, da er einen Engel sehe.

Jetzt wird es auf der Bühne spannend: Der zu Ermordende gibt sich erst einmal vorsichtig als Fischer aus. Und ein Durcheinander aus Verstellungen, Verwechslungen, Enttäuschungen und viel Spaß für die Zuschauer beginnt. Es wird im Verlaufe der nun folgenden Szenen oft so vertrickst, dass man sehr genau überlegen muss, wer noch mal wer ist, jetzt aber gerade den oder jenen spielt.

Der Prinz ist ein Fischer, seine Verehrerin und Prinzessin aus der Heimat wird zur Bauersfrau, der Mörder und Halbbruder ein einfacher Gesandter, eine andere Prinzessin eine Dienerin und deren Dienerin die Prinzessin, der Diener des einen Prinzen ist ein anderer Diener mit anderem Namen und so weiter. Durch den Spaß, die Freude und die Leichtigkeit, mit der die Spieler alles zeigen, ist man die ganze Zeit gebannt und gespannt dabei. Der Schluss wird nicht verraten. Das Stück endet aber nicht im Blutbad oder in Rechthaberei, sondern nähert sich dann doch wieder einem Happy-End.

Nach der Aufführung waren die Amateur-Schauspieler dann ganz schön verduzt, dass der Beifall gar nicht mehr enden wollte.

Schwester Michaela, die Leiterin und Lenkerin der Truppe, brachte es auf den Punkt: Bei der ersten Aufführung hatten die Schülerinnen noch etwas zaghaft, etwas holprig gespielt. Jetzt aber, nach einigem Spielen, machte es ihnen so viel Spaß, dass sie immer perfekter in ihre Rollen fanden. Selbst sie, die das Stück jetzt wirklich oft gesehen hatte, musste dauernd und von neuem über gelungene Pointen lachen.

Zwei Tage später fragte ich meine Tochter, ob auch sie noch etwas in dieser Welt des Theaterstücks lebe. Sie bejahte dies und meinte, allein schon die Sprache sei ihr noch stark in Erinnerung. Gemeint war das vorsichtige Bemühen der Handelnden, den Gegenüber nicht zu verletzen. Tue ich dem anderen Weh? Versteht er, was ich meine und dass ich es gut meine? 

Falls Sie das Stück nun interessiert, können Sie sich ein Reclam-Heft kaufen. Auch eine Veröffentlichung auf DVD im Sarto-Verlag ist geplant. Sie werden sehen, ich habe nicht zu viel versprochen.

 


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