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Die diesjährigen Niederen Weihen (in deren Rahmen auch die Exorzistenweihe vorgenommen wird) sind auf sehr großes mediales Interesse gestoßen. In den letzten Tagen berichten nicht nur alle großen nationalen Zeitungen und Magazine, sondern auch alle Lokalzeitungen über die Niederen Weihen in Zaitzkofen. Auch ein Fernsehsender (SAT1) sprach bei Pater Frey, dem Regens von Zaitzkofen, vor.
Das zeigt zum einen, dass die mediale Berichterstattung von pius.info zusammen mit den HD-Live-Mitschnitten von PIUSFILM auch außerhalb der traditionellen Kreise gesehen werden. Es ist das erste Mal, dass pius.info einen Live-Mitschnitt in HD-Qualität von den Niederen Weihen veröffentlicht.
Zum anderen scheint gerade die moderne Welt ein Interesse an dem Begriff "Exorzistenweihe" zu haben.
Bei dem Wort "Exorzist" denken viele an Hollywood-Verfilmungen von mehr oder weniger adäquater Darstellung. Der ungläubige Atheist pflegt bei dem Wort "Teufel" in Spott auszubrechen: "Das ist doch finsteres Mittelalter", "Das hat man früher, bei den einfältigen Menschen verwendet, um sie zu unterdrücken", "Das ist doch lachhaft, wer glaubt heute noch an den Teufel?". "Soll etwa von der Kanzel wieder die Hölle runterbrennen?"
So oder ähnlich hören sich die Argumente der "aufgeklärten" Ungläubigen an. So ist auch der Beitrag von SAT1 aufgebaut: "Sensationsmeldung: In Zaitzkofen werden Exorzisten geweiht." Dann kommen Interviews aus der Umgebung von Zaitzkofen, wo zu hören ist: Wie kann man so etwas tun, das glaubt doch heutzutage sowieso keiner mehr. (Anm.: Im Gegensatz zu SAT1 und einigen wenigen Ausnahmen wie dem Regensburger Wochenblatt haben die meisten Zeitungen objektiv berichtet.)
Dabei ist die Existenz des Teufels für jeden gläubigen Menschen etwas Selbstverständliches. Nicht, dass er sich vor dem Teufel dauernd fürchten müsste, wie das gerne dargestellt wird. Wer seinen Glauben lebt, ist ja gerade durch die Gnade Kind Gottes und hat an der Welt des Bösen keinen Anteil.
Wohl aber weiß jeder Katholik, dass Christus selber über fünfzigmal (!) vor der Hölle warnt sowie oftmals ausdrücklich vom Teufel spricht (Siehe Anhang 1).
Dabei wird Christus sogar selber vom Teufel versucht, und mehr noch, es gibt eine Vielzahl von Besessenheitsfällen, die in der Heilgen Schrift erzählt werden. Dort wirkt Christus selber als "Exorzist", das heißt, er treibt die Dämonen aus. (Siehe Anhang 2)
Hier eine Begebenheit, bei der die Exorzistenkraft der Apostel zu schwach ist:
"Als aber Jesus sah, daß eine Volksmenge zusammenlief, bedrohte er den unreinen Geist, indem er zu ihm sprach: Du stummer und tauber Geist, ich gebiete dir: fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn. Und schreiend und ihn sehr zerrend fuhr er aus; und er wurde wie tot, so daß die meisten sagten: Er ist gestorben. Jesus aber nahm ihn bei der Hand und richtete ihn empor; und er stand auf. Und als er in ein Haus getreten war, fragten ihn seine Jünger besonders: Warum haben wir ihn nicht austreiben können? Und er sprach zu ihnen: Diese Art kann durch nichts ausfahren, als nur durch Gebet und Fasten." (Mk 9,25)
Diese Stelle zeigt, dass es verschiedene Arten von Dämonen gibt.
Das Hauptproblem am Unglauben der modernen Welt besteht darin, dass sich die meisten Menschen den Teufel als etwas Sinnliches vorstellen. Eine gehörnte Figur mit feuerroten Augen und einem glühenden Dreizack in der Hand. Solches gehört in die Phantasiewelt und hat nichts mit der Realität zu tun.
Der Teufel, besser gesagt die Dämonen, sind reine Geister, und damit für den Menschen nicht bildhaft vorstellbar. Sie sind ihrem Wesen nach gleich den Engeln des Himmels. Doch durch freie Entscheidung gegen Gott wurden sie von Gott getrennt und in die Hölle gestürzt. Dabei ist der größte und schönste Engel, der Lichtträger (auf lateinisch Luzifer), mitgefallen, ja mehr noch, er war der Anführer des Aufstandes gegen Gott.
Seit diesem Fall der Engel gibt es die Dämonen, welche ihrerseits versuchen, dem Menschen zu schaden. Sie streben danach, das ewige Schicksal des Menschen gegen Gott zu beeinflussen, so wie sie sich selber ja auch gegen Gott entschieden haben.
Anhang 1: Stellen in der Heiligen Schrift (Bibel), in denen der Teufel erwähnt wird (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Mt 4,1 Dann wurde Jesus von dem Geiste in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden; [...] Dann nimmt der Teufel ihn mit in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels [...] Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit [...] Dann verläßt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herzu und dienten ihm. (Parallelstelle: Lk 4,2)
Mt 13,39 der Feind aber, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte aber ist die Vollendung des Zeitalters, die Schnitter aber sind Engel.
Mt 25,41 Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Gehet von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln;
Lk 8,12 Die aber an dem Wege sind die, welche hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, auf daß sie nicht glauben und errettet werden.
Joh 8,44 Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang und ist in der Wahrheit nicht bestanden, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben4.
Joh 13,2 Und während des Abendessens, als der Teufel schon dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot, es ins Herz gegeben hatte, daß er ihn überliefere,
Apg 10,38 Jesum, den von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geiste und mit Kraft gesalbt hat, der umherging, wohltuend und heilend alle, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.
Apg 13,10 und sprach: O du, voll aller List und aller Bosheit, Sohn des Teufels, Feind aller Gerechtigkeit! willst du nicht aufhören, die geraden Wege des Herrn zu verkehren?
Eph 4,27 und gebet nicht Raum dem Teufel.
Eph 6,11 Ziehet an die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr zu bestehen vermöget wider die Listen des Teufels.
1. Tim 3,6 nicht ein Neuling, auf daß er nicht, aufgebläht, ins Gericht des Teufels verfalle
1. Tim 3,7 Er muß aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, auf daß er nicht in Schmach und in den Fallstrick des Teufels verfalle.
2. Tim 2,26 und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels, die von ihm gefangen sind, für seinen Willen.
Heb 2,14 Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat auch er in gleicher Weise an denselben teilgenommen, auf daß er durch den Tod den zunichte machte, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel,
Jak 4,7 Unterwerfet euch nun Gott. Widerstehet dem Teufel, und er wird von euch fliehen.
1. Pet 5,8 Seid nüchtern, wachet; euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.
1. Joh 3,8 Wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang. Hierzu ist der Sohn Gottes geoffenbart worden, auf daß er die Werke des Teufels vernichte.
1. Joh 3,10 Hieran sind offenbar die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels. Jeder, der nicht Gerechtigkeit tut, ist nicht aus Gott, und wer nicht seinen Bruder liebt.
Jud 9 Michael aber, der Erzengel, als er, mit dem Teufel streitend, Wortwechsel hatte um den Leib Moses', wagte nicht ein lästerndes Urteil über ihn zu fällen, sondern sprach: Der Herr schelte dich!
Off 2,10 Fürchte nichts von dem, was du leiden wirst. Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, auf daß ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage. Sei getreu bis zum Tode, und ich werde dir die Krone des Lebens geben.
Off 12,9 Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, welcher Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.
Anhang 2: Stellen, welche eine Teufelsaustreibung berichten:
| Mt 4,24 |
Und sein Ruf ging aus in das ganze Syrien; und sie brachten zu ihm alle Leidenden, die mit mancherlei Krankheiten und Qualen behaftet waren, und Besessene und Mondsüchtige und Gelähmte; und er heilte sie. |
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| Mt 8,16 |
Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit einem Worte, und er heilte alle Leidenden, |
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| Mt 8,28 |
Und als er an das jenseitige Ufer gekommen war, in das Land der Gergesener1, begegneten ihm zwei Besessene, die aus den Grüften hervorkamen, sehr wütend, so daß niemand jenes Weges vorbeizugehen vermochte. |
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| Mt 8,33 |
Die Hüter aber flohen und gingen in die Stadt und verkündeten alles und das von den Besessenen. |
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| Mt 9,32 |
Als sie aber weggingen, siehe, da brachten sie einen stummen Menschen zu ihm, der besessen war. |
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| Mt 12,22 |
Dann wurde ein Besessener zu ihm gebracht, blind und stumm; und er heilte ihn, so daß der [Blinde und] Stumme redete und sah. |
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| Mt 15,22 |
und siehe, ein kananäisches Weib, das von jenen Grenzen herkam, schrie [zu ihm] und sprach: Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! meine Tochter ist schlimm besessen. |
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| Mk 1,32 |
Als es aber Abend geworden war, als die Sonne unterging, brachten sie alle Leidenden und Besessenen zu ihm; |
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| Mk 5,15 |
Und sie kommen zu Jesu und sehen den Besessenen sitzen, bekleidet und vernünftig, den, der die Legion gehabt hatte; und sie fürchteten sich. |
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| Mk 5,16 |
Und die es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie dem Besessenen geschehen war, und das von den Schweinen. |
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| Mk 5,18 |
Und als er in das Schiff stieg, bat ihn der Besessene, daß er bei ihm sein dürfe. |
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| Lk 8,36 |
Die es gesehen hatten verkündeten ihnen aber [auch], wie der Besessene geheilt2 |
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| Joh 10,21 |
Andere sagten: Diese Reden sind nicht die eines Besessenen; kann etwa ein Dämon der Blinden Augen auftun? |
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