US-Soziologe: Auch Piusbrüder gehören zur Kirche PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 14. August 2012 um 09:43 Uhr

casanovaReligion und Modernität schließen sich nicht aus. Gerade die Gesellschaften in Amerika, Indien und China, die einen rapiden Modernisierungsprozess durchlaufen, entdeckten zugleich eine tiefe religiöse Seite, sagte der Religionssoziologe José Casanova.

In die­sem Sinne müsse sich ge­ra­de "Eu­ro­pa als Aus­nah­me be­grei­fen, wo Mo­der­ni­sie­rung stets mit Sä­ku­la­ri­sie­rung ein­her­ge­gan­gen" sei. In einem "sä­ku­la­ren ge­sell­schaft­li­chen Rah­men" sei der Glau­be nicht ein Rand­the­ma, son­dern eine wich­ti­ge "Op­ti­on", so Ca­sa­no­va am Rande der Salz­bur­ger Hoch­schul­wo­chen. Dabei kommt er auch auf die Piusbruderschaft zu sprechen. (Bild: José Casanova)

Zur Viel­falt der ka­tho­li­schen Kir­che ge­hör­ten auch die Pi­us­brü­der: "Die Kir­che ist nur ka­tho­lisch, wenn es in ihr Platz für alle Rich­tun­gen gibt - von der Be­frei­ungs­theo­lo­gie bis zur Pi­us­bru­der­schaft". Die in­ter­ne Plu­ra­li­tät sei die ein­zi­ge Mög­lich­keit, eine ka­tho­li­sche uni­ver­sel­le Kir­che zu sein und keine sek­tie­re­ri­sche Kir­che. „Das kön­nen wir uns heute ein­fach nicht mehr er­lau­ben", so Ca­sa­no­va wei­ter.

Der ge­bür­ti­ge Spa­ni­er ist ver­gan­ge­ne Woche mit dem mit 5.000 Euro do­tier­ten "Theo­lo­gi­schen Preis" der Salz­bur­ger Hoch­schul­wo­chen aus­ge­zeich­net wor­den. Ca­sa­no­va gilt welt­weit als einer der re­nom­mier­tes­ten Re­li­gi­ons­so­zio­lo­gen. Seine Ar­bei­ten set­zen sich vor allem mit der Frage nach dem Ver­hält­nis von Re­li­gi­on und Mo­der­ne aus­ein­an­der. Ca­sa­no­va lehrt an der George­town Uni­ver­si­ty in Wa­shing­ton.

Kommentar: Es ist durchaus erfreulich, dass ein US-amerikanischer Soziologe sich für die Katholizität der Piusbruderschaft ausspricht.

Dennoch muss man sagen, dass das hier gezeichnete Bild nicht dem entspricht, was die Bruderschaft unter Akzeptanz versteht. Im Sinn von Casanova wäre die Bruderschaft eine Strömung von vielen, gemäß dem Pluralismus eines alten Friedrichs: "Jeder nach seiner Façon". Wenn also jemand auf Weihrauch, alte Messe und Latein steht, dann kommt er zu Pius, wenn jemand die neue Weltreligion, Frauenpriestertum, Abschaffung des Zölibats befürwortet, dann geht er zu Hans Küng.

Eine solche Vereinnahmung der Piusbruderschaft als "möglichen Weg für die Konservativen" wird die Bruderschaft immer ablehnen. Wir sind nicht konservativ, weil es uns gerade besser gefällt, als die nachkonziliare Auflösungsbewegung, sondern weil die katholische Kirche so war und so ist.

Die Kirche selbst muss also wieder zu ihrer ursprünglichen Sendung und Aufgabe zurückkehren. Dazu gehört:  Die Darbringung des unblutigen Sühneopfers Christi in den Kirchen, die Beendigung des unkatholischen Heilsoptimismus, der den modernen Menschen glauben macht: "Wir kommen alle, alle in den Himmel", die Neubegründung des Sündenbewusstseins und einer Bußgesinnung in einer Zeit, da die Menschen glauben, es gebe nur noch Umwelt- und Verkehrssünder, die Verkündigung Jesu Christi als den einzigen Heilsweg, den keine andere Religion ersetzen kann, und manches mehr.

Wenn die Kirche diese Sendung wieder erfüllt, bedarf es keines innerkirlichen Pluralismus. Dann werden die Katholiken ganz einfach wieder katholisch sein. Doch bis dahin ist ein weiter Weg.

 


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