„Für alle Anliegen des heiligsten Herzen Jesu und Mariä“ PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 09. August 2012 um 11:03 Uhr

Vermutlich am 9. August 1942 – heute vor 70 Jahren - wurde die heilige Karmelitin Theresia Benedicta a Cruce im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet.

In der Welt hieß die Karmelitin Edith Stein. Sie wurde 1891 in Breslau in einer  jüdischen Familie geboren. Die Philosophin kam 1921 durch die Lektüre der Schriften der heiligen Theresia von Avila und des „Schott-Messbuches", das die Texte der überlieferten heiligen Messe enthält, zur Erkenntis der Gottheit Christi und der Wahrheit der katholischen Religion.

Am 1. Januar 1922 empfing sie die heilige Taufe. Ein enges Verhältnis verband sie mit den Benediktinern von Beuron, deren feierliche lateinische Liturgie und Gesang der Gregorianik sie mit geistlicher Freude erfüllte.

 

Nach einer mehrjährigen Tätigkeit als Pädagogin, u.a. in einer Dominikanerinnen-Schule in Speyer, wurde sie 1933 – mit 42 Jahren - im Kölner Karmel „Maria vom Frieden“ mit dem heiligen Kleid dieses marianischen Ordens eingekleidet. Sie erhielt den Namen der großen heiligen Theresia mit dem Zusatz „Gesegnete vom Kreuz“.

1936 ließ sich zu ihrer großen Freude auch ihre Schwester Rosa taufen, die 1942 mit ihr in den Tod fahren sollte.

1938 siedelten sie und Rosa wegen der Bedrohung in den niederländischen Karmel Echt über.

In diesem Karmel wurden sie und ihre leibliche Schwester am 2. August 1942 von der Besatzungsmacht verhaftet. Dies war eine Reaktion auf den Hirtenbrief der niederländischen Bischöfe gegen die Judenverfolgung vom 26. Juli 1942. Die Nazis ließen als direkte Rache 242 Konvertiten aus dem Judentum verhaften.

Zuerst kamen Theresia Benedicta a Cruce und Rosa Stein ins KZ-Sammellager Westerbork. Hier erfährt sie die schlimme Behandlung der jüdischen Deportierten. In einem letzten Brief erbittet sie ein Buch: „Ich hätte auch gern den nächsten Brevierband (konnte bisher herrlich beten.)“

Auf dem Bahnhof Schifferstadt (bei Speyer) gibt es am 7. August 1942 das letzte dokumentierte Lebenszeichen von ihr. Am 9. August 1942 erreicht der Zug Auschwitz. Hier erlitten die Frauen das Martyrium.

Im Karmel in Echt hatte Edith Stein ihr geistliches Testament geschrieben:

„Schon jetzt nehme ich den Tod, den Gott mir zugedacht hat, in vollkommener Unterwerfung unter seinen heiligsten Willen mit Freuden entgegen. Ich bitte den Herrn, daß er mein Leben und Sterben annehmen möchte - zu seiner Ehre und Verherrlichung - für alle Anliegen des heiligsten Herzen Jesu und Mariä - und der Heiligen Kirche, - insbesondere für die Erhaltung, Heiligung und Vollendung unseres heiligen Ordens - namentlich des Kölner und Echter Karmels - zur Sühne für den Unglauben des jüdischen Volkes und damit der Herr von den Seinen aufgenommen werde und sein Reich komme in Herrlichkeit, für die Rettung Deutschlands und den Frieden der Welt, schließlich für meine Angehörigen, Lebende und Tote, und alle, die mir Gott gegeben hat: daß keiner von ihnen verloren gehe.“

Ein Lieblingsgebet Edith Steins, das sich in ihrem Brevier fand:

 

„Laß blind mich, Herr, die Wege gehn, die Deine sind.

Will Deine Führung nicht verstehn, bin ja Dein Kind.

Bist Vater der Weisheit, auch Vater mir.

Führst durch Nacht Du auch, führst doch zu Dir!

Herr, laß geschehn, was Du willst: Ich bin bereit!

Auch wenn Du nie mein Leben stillst in dieser Zeit.

Bist ja der Herr der Zeit: Das Wann ist Dein.

Dein ew´ges Jetzt, einst wird es mein!

Mach alles wahr, wie Du es planst in Deinem Rat.

Wenn still Du dann zum Opfer mahnst, hilf auch zur Tat!“


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