Vatileaks: Dokumente auch über die Piusbruderschaft PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 05. Juni 2012 um 11:18 Uhr

papstErneut sind in Italien gestohlene Vatikan-Dokumente an eine Zeitung geschickt worden. Offenbar handelt es sich bei den Texten um Schreiben mit Bezug auf die Piusbruderschaft. 

Die Beschuldigungen des anonymen Absenders richten sich dabei nun auch gegen Papstsekretär Gänswein.

Im sogenannten ''Vatileaks-Skandal'' sind weitere gestohlene Dokumente aufgetaucht. Diese lassen den Schluss zu, dass der festgenommene Kammerdiener des Papstes nicht allein gehandelt, sondern die Diebstähle höchstens im Auftrag begangen hat. Der römischen Zeitung ''La Repubblica'' wurden nämlich erneut drei Dokumente mit einem Begleitschreiben zugespielt.

Darin schreibt der anonyme Absender nach Angaben der Zeitung, man solle endlich die wahren Verantwortlichen dieses Skandals verjagen. Diese seien Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone - die Nummer Zwei im Vatikan - und Papstsekretär Georg Gänswein.

Der Absender des Briefes behauptet, er habe noch Hunderte Dokumente in seinem Besitz - und er setzt offenbar auch erpresserische Methoden ein. Auf zwei der Zeitung zugespielten Dokumente sind nämlich nur das Datum, der 19. Februar 2009, Briefkopf und die Unterschrift von Papstsekretär Gänswein zu erkennen. Der Text wurde unkenntlich gemacht, angeblich um den Papst zu schützen. Es handle sich um heikle Dokumente, heißt es, und der Mann droht damit, den Text zu veröffentlichen.

Piusbruderschaft mit betroffen

Im Papstpalast dürfte man schon am Datum relativ schnell erkennen, um welche Schreiben es sich handelt. Kurz vor diesem Termin war im Vatikan die Entscheidung um die Bischöfe der umstrittenen Piusbruderschaft gefallen, Benedikt XVI. hatte unter anderem die Exkommunikation von Bischof  Richard Williamson aufgehoben. Eine klare Drohung also, die noch deutlicher macht, dass im Vatikan ein veritabler Machtkampf tobt, der nicht nur gegen Bertone, sondern jetzt auch gegen den Sekretär des Papstes gerichtet ist.

Benedikt XVI. hat gestern in Mailand zum katholischen Weltfamilientag einen Gottesdienst mit Hunderttausenden Menschen gefeiert. Sein Sprecher Federico Lombardi gab sich angesichts der neuen Veröffentlichung gelassen. Er sagte, es würde ihn nicht wundern, wenn in den nächsten Tagen noch weitere Papiere auftauchten. Auch der Papst sei darüber nicht erschrocken. Er sei sich vielmehr ''im Klaren über die Schwierigkeiten, die sich stellen können''.

Kammerdiener des Papstes festgenommen

Auslöser des Skandals war der Journalist Gianluigi Nuzzi, der in seinem kürzlich erschienenen Buch ''Sua Santità'' - Seine Heiligkeit - eine große Menge vertraulichen Materials im Faksimile abgedruckt hatte. Vor eineinhalb Wochen war dann der Kammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, festgenommen worden. Er sitzt seitdem im Vatikan im Arrest. Die vatikanische Gendarmerie hatte seine Wohnung durchsucht und dabei große Mengen vertraulicher Dokumente gefunden. Die meisten Vatikan-Insider gehen aber davon aus, dass Gabriele Hintermänner hatte.


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