Papst berät über Umgang mit Piusbruderschaft PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 04. Februar 2012 um 14:06 Uhr

rom gesprcheVatikanstadt (KNA/pius.info) Papst Benedikt XVI. hat sich offenbar mit dem Leiter der Glaubenskongregation über den weiteren Umgang mit der traditionalistischen Piusbruderschaft beraten.

Er empfing den Kongregationspräfekten Kardinal William Levada am Freitag in Audienz, wie der Vatikan ohne weitere Angaben mitteilte.

Hauptinhalt des Gesprächs dürfte der Bericht des US-Kardinals über die Vollversammlung seiner Behörde gewesen sein, bei der es auch um den Dialog mit den Piusbrüdern ging.

Bei der jährlichen Vollversammlung der Glaubenskongregation vom 24. bis 27. Januar stand die jüngste Antwort der Priesterbruderschaft auf die „Lehrmäßige Präambel" des Vatikan auf dem Programm. In dieser Erklärung vom 14. September 2011 formulierte die Glaubenskongregation nach anderthalb-jährigen bilateralen Gesprächen Prinzipien für eine mögliche Einigung mit der Priesterbruderschaft S. Pius X.

Dem Vernehmen nach soll auch die zweite Antwort der Piusbrüder wie die erste vom vergangenen Dezember keine klare Positionierung der Traditionalisten zum kirchlichen Lehramt und zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) beinhalten.

Viel Aufsehen hat im Internet die Predigt von Bischof Fellay in Winona am 2. Februar erregt. Agenturen titeln bereits "Piusbruderschaft sagt Nein zu Versöhnungsangebot Roms".

Sie berufen sich auf Zitate aus der Predigt, die Ihnen pius.info in vollständiger Übersetzung zur Verfügung stellt.

Das Nachrichtenportal "Katholisches" kommentiert hierzu:

"In Italien überschlugen sich die Nachrichten. Der Ausgangspunkt ist für alle die behauptete „Absage“ Msgr. Fellays in Winona. Es handelt sich jedoch um eine Falschmeldung im klassischen Sinn, wie Rorate coeli aufdeckte. Msgr. Fellays hat die ihm zugeschriebene Aussage nie gemacht, nicht in Winona und auch nicht anderswo. In seiner Predigt skizzierte der Generalobere kurz den Stand den bisherigen Verlauf der Gespräche mit Rom und führte dabei aus, daß die „Präambel“, so wie sie am 14. September der Bruderschaft übergeben wurde, von ihr nicht angenommen werden konnte. Das ist längst bekannt und entspricht keiner generellen Absage, sondern ist Teil der Verhandlungen. Der Vatikan gestand der Bruderschaft mit Übergabe das Recht zu, Änderungsvorschläge zu unterbreiten, Wünsche zu äußern, geeignetere Formulierungen vorzuschlagen. Von dieser Möglichkeit hat die Bruderschaft Gebrauch gemacht und wartet nun ihrerseits auf die Reaktion Roms, die gestern Gesprächsgegenstand zwischen Benedikt XVI. und Kardinal Levada war."

 

Aus: Kein "Non possumus" von Msgr. Fellay – Versuch, das Scheitern der Gespräche herbeizuschreiben auf Katholisches.de


 
 

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